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MT Melsungen landet Coup in Gummersbach

Gummersbach/Melsungen. Einen unerwarteten und zugleich ungemein wichtigen Sieg im Kampf um den Klassenerhalt landete die MT Melsungen am 28. Spieltag der TOYOTA Handball-Bundesliga. Nachdem die Nordhessen 51 Minuten lang einem Rückstand hinterher gelaufen waren, drehten sie das Spiel in der Schlussphase und entführten durch ein 25:26 (16:10) beide Punkte beim VfL Gummersbach.

Genau 51 Minuten und 2 Sekunden waren in der fast voll besetzten Gummersbacher Eugen-Haas-Halle gespielt, als Grigorios Sanikis mit seinem Treffer zum 23:23 erstmalig für die Nordhessen ausgleichen konnte. Bis dahin sahen sich die Roth-Schützlinge stets mit Rückständen von bis zu sechs Toren konfrontiert. Doch mit dem Ausgleichstreffer hatte der Grieche gleichzeitig das Signal für einen phänomenalen Schlussspurt seines Teams gegeben. Dem Sanikis-Ausgleich folgte dann zwar der erneute Führungstreffer durch Zrnic (24:23, 52.), aber die MT antwortete in Person des glänzend disponierten Jens Schöngarth. Dessen sechstes Tor an diesem Abend sorgte für das erneute Pari (24:24, 53.). Kaum zwei Minuten später schaffte es Vuckovic, seine Farben zum ersten Mal in diesem Spiel in Front zu bringen (24:25, 55.).  Zrnic konnte dann zwar nochmal ausgleichen, aber die MT konterte durch Sanikis, der mit seinem zweiten Treffer den 25:26 Endstand herstellte. Denn in den verbleibenden zweieinhalb Minuten gelang es keinem der beiden Teams mehr, den Ball über des Gegners Linie zu bringen.

Die favorisierten Hausherren präsentierten sich vom Start weg hellwach und lagen nach Treffern von Drago Vukovic, Adrian Wagner und Adrian Pfahl bereits nach knapp viereinhalb Minuten mit 3:0 in Führung. Das Melsunger Spiel hingegen war in dieser ersten Halbzeit von zahlreichen Fehlern geprägt. Sowohl in der Abwehr stimmte es nicht, aber vor allem beim Gang nach vorne. ”Teilweise haben wir dem Gegner förmlich den Ball in die Hand gegeben”, ärgerte sich Michael Roth über die Patzer seiner Schützlinge. Der MT-Coach erklärte aber auch, dass bei einigen Würfen Pfosten oder Latte des von Stojanovic-Vertreter Sornic gut gehüteten Gummersbacher Gehäuses im Wege gestanden hätten.

Wie dem auch sei, Gummersbach nutzte die Melsunger Schwächen und setzte sich bis zum Pausenpfiff gar mit sechs Toren ab (16:10). Größte Anteile an dieser klaren Führung hatten Pfahl, Schindler und Vukovic, die allein 10 der 16 VfL-Treffer erzielten. MT-Keeper Feshchanka stand bisweilen auf verlorenem Posten, weil auch die zunächst offensivere Abwehrvariante seiner Vorderleute kaum Wirkung zeigte.

”In der Pause haben wir dann unsere elementarsten Fehler angesprochen und uns darauf verständigt, dass es in der zweiten Halbzeit so nicht weitergehen darf”, verrät Michael Roth. Doch die MT-Cracks vermochten die guten Vorsätze zunächst nicht umzusetzen. Denn Gummersbach hielt geschickt den Abstand und hatte in der 41. Minute mit dem 22:16 gar wieder die Sechs-Tore-Führung aus der ersten Spielhälfte erreicht.

Mit der Doublette zum 22:17 und zum 22:18 von Michael Allendorf aber schöpften die Gäste plötzlich Hoffnung. Michael Roth hatte seiner Abwehr mehr Defensive verordnet, im Tor Vitali Feshchanka gegen Mario Kelentric ausgetauscht
und im Mittelblock mit Felix Danner und Anton Mansson eine bessere Kompaktheit erreicht. Das waren entscheidende Maßnahmen des MT-Trainers für die anschließende erfolgreiche Aufholjagd. Nicht zu vergessen, dass Roth im rechten Rückraum das Vertrauen Jens Schöngarth gab und Alexandros Vasilakis bisweilen für den nicht gut disponierten Savas Karipidis auf die Außenbahn beorderte. Die Trendwende zeigte sich in fünf Toren in Folge bis zur bereits erwähnten 52. Minute, in der Grigorios Sanikis mit seinem Treffer zum 23:23 das Spiel öffnete und den unwiderstehlichen MT-Schlussspurt einleitete.

Durch diesen unerwarteten Sieg hat die MT nun einen Sechs-Punkte-Abstand (bei einem Spiel mehr) zwischen sich und dem ersten Abstiegsplatz erzielt und gleichzeitig Gummersbach vom achten auf den neunten Tabellenplatz zurück gestuft.

Michael Roth, MT-Trainer, zum Spiel:
Wir haben heute gegen Gummersbach das geschafft, was wir uns zuletzt schon gegen die Rhein-Neckar Löwen gewünscht hatten, nämlich auch mal unerwartete Punkte zu holen. Ich habe schon in der unmittelbaren Vorbereitung auf Gummersbach in Gruppengesprächen den Spielern deutlich gemacht, dass wir bis zum Saisonende sechs Endspiele haben und wir idealerweise unser Schicksal selbst bestimmen wollen. Dass die Mannschaft dies verstanden hat und es auch umsetzen will, hat sie mit einer bemerkenswerten Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte dann bewiesen. Erfreulich war dabei auch, dass jüngere Spieler wie Schöngarth, Danner und Mansson gezeigt haben, dass sie über Potenziale verfügen, die sich weiter herauszukitzeln lohnen. (Bernd Kaiser)

Statistik

VfL Gummersbach – MT Melsungen 25:26 (16:10)

MT Melsungen: Kelentric, Feshchanka – Brovka, Schöngarth 6, Mansson, Klimovets 3, Schweikardt, Vasilakis 2, Danner 2, Sanikis 2, Karipidis, Allendorf 7/3, Vuckovic 4.

VfL Gummersbach: Somic, Hammerschmidt – Krantz, Wagner 3, Schindler 3, Vukovic 6, Anic 3, Putics, Lützelberger, Eisenkrätzer, Valcic, Pfahl 5, Rahmel, Zrnic 5/2.

Strafwürfe: 3/2 – 5/3

Zeitstrafen: 3 – 4

Schiedsrichter: Stefan Schneider / Colin Hartmann (Barleben / Magdeburg).

Zuschauer: 2.096, Eugen-Haas-Sporthalle Gummersbach.

Spielfilm: 3:0 (3.), 3:1 (6.), 4:2 (9.), 6:4 (12.), 8:5 (15.), 10:6 (18.), 10:7 (21.), 12:8 (24.), 14:8 (27.), 16:10 (HZ), 18:12 (33.), 19:15 (36.), 21:15 (39.), 22:17 (42.), 23:19 (45.), 23:21 (48.), 23:22 (51.), 24:24 (54.), 25:25 (57.), 25:26 (EN)



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