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Dieter Posch fordert forcierten Ausbau des Stromnetzes

Hessen. Der Wechsel zu alternativen Energien erfordert nach Auffassung des Hessischen Wirtschaftsministers Dieter Posch den forcierten Ausbau des deutschen Stromnetzes. „Auch alternative Energie fließt nicht ohne Leitung. Daher suche ich den Konsens dafür, dass wir Hindernisse dabei ausräumen. Wir müssen Genehmigungsverfahren vereinfachen, wir müssen prüfen, ob und wie Stromleitungen möglichst entlang von Bahnlinien und Autobahnen gelegt werden können, und wir müssen den Leitungsbau insgesamt beschleunigen. Hier müssen alle an einem Strang ziehen“, erklärte Posch in der Aktuellen Stunde des Landtags in Wiesbaden. Derzeit vergingen allein bis zur Genehmigung bis zu acht Jahre.

Posch sprach sich für einen Verzicht auf das Raumordnungsverfahren aus, das sich in vielen Punkten mit dem anschließenden Planfeststellungsverfahren überschneide. Stattdessen solle das jeweilige Vorhaben bereits in einem frühen Stadium mit den Bürgern erörtert werden, um deren Zustimmung zu gewinnen. „In unseren jetzigen Verfahren wird nicht hinreichend diskutiert: Warum brauchen wir etwas?“ Bei der Umsetzung sei zu prüfen, ob Stromleitungen mit anderen Maßnahmen wie etwa Autobahnen zu bündeln seien, sagte der Minister. Dies könnte  eine Möglichkeit sein aufwendige Erdverkabelungen zu ersetzen.

Der Minister verwies auf eine Studie der Deutschen Netzagentur Dena, nach der deutschlandweit bis 2015 Lücken von zusammen rund 850 Kilometern Länge im Höchstspannungsnetz (220 oder 380 Kilovolt) zu schließen seien. In Hessen summierten sich die Lücken auf 129 Kilometer, 104 Kilometer seien durch Verstärkung bestehender Leitungen oder durch Bündelung mit anderen Infrastrukturmaßnahmen zu erreichen. Neu zu bauen sei lediglich eine Leitung zwischen der niedersächsischen Landesgrenze und Mecklar. „Hier steht das Raumordnungsverfahren vor dem Abschluss. Wir werden also das Ziel 2015 in Hessen erreichen.“

Allerdings liege bereits die bis 2020/2025 reichende Anschlussplanung vor, die für Deutschland zwischen 1.700 und 3.500 Kilometer neue Leitungen vorsehe. „Wie viel davon in Hessen notwendig sein werden, wie viele Kilometer auf alten Trassen oder in Bündelung errichtet werden können, ist noch nicht ausgewertet“, sagte Posch. Die hohe Qualität des Netzes in Hessen sei eine gute Basis für dessen Weiterentwicklung. Hessen bemühe sich, die Entwicklung der Erdverkabelung voranzutreiben, damit sie eine leistungsfähige Alternative beim Netzausbau werde. (red)



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