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IG Metall ruft zur Teilnahme an Anti-Atom-Demo auf

Kassel/Göttingen. Die IG Metall Nordhessen ruft dazu auf, am kommenden Samstag, 28. Mai, an einer der bundesweit 21 Großkundgebungen gegen Atomkraft teilzunehmen. „Wir Nordhessen fahren nach Göttingen“, kündigte der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Nordhessen, Ullrich Meßmer, an. Die Demonstration startet am Samstag um 11.55 Uhr auf dem Göttinger Bahnhofsvorplatz. Die Veranstalter setzen sich dafür ein, dass der Ausstieg aus der Atomenergie rasch und nachhaltig erfolgt.

Atomausstieg als Job-Chance: Nordhessen profitiert schon heute
„Wir als Gewerkschafter sehen im Atomausstieg eine große Chance für neue und zukunftssichere Jobs“, sagte Meßmer. Allein in Nordhessen seien in den vergangenen vier Jahren rund 12.000 Arbeitsplätze im Sektor der erneuerbaren Energien entstanden. „Das müssen wir ausbauen und fördern“, sagte Meßmer. „Wir brauchen neben Investitionen in die Energieeffizienz einen entschiedenen Ausbau der erneuerbaren Energieträger“, sagte Meßmer. Zudem müssten die dezentrale Erzeugung von Strom sowie der ökologische Umbau der Industrien vorangetrieben werden.

Da das Atom-Moratorium der Bundesregierung Mitte Juni auslaufe, müsse man nun Druck machen. „Wir können uns schlicht nicht auf die Bundesregierung verlassen, sondern müssen jetzt auf der Straße zeigen, wofür wir eintreten“, sagte der Gewerkschafter. „Uns als Arbeitnehmervertretern ist wichtig, dass der schnelle Atomausstieg ein Konjunkturprogramm für High-Tech ist, das nicht auf dem Rücken der Beschäftigten in der Energiebranche stattfindet.“

Deutschland als Vorreiter statt leerer Polit-Symbolik
Die Politik der Bundesregierung ist nach Ansicht von Meßmer noch zu stark von symbolhaften Handlungen wie dem Moratorium geprägt. „Die Öffentlichkeit sollte der Regierung kritisch auf die Finger schauen“, empfiehlt der Gewerkschafter. „Sonst haben wir am Ende eine Menge Anti-Atomkraft-Symbolik erlebt – und die Meiler laufen trotzdem weiter.“ Dabei sei besonders Deutschland gerade jetzt gefragt, eine Vorreiterrolle zu übernehmen. „Viele unserer europäischen Nachbarn zögern noch in Sachen Atomausstieg“, sagte Meßmer. „Wenn wir beweisen, dass sich ökologische Vernunft und wirtschaftliche Sicherheit verbinden lassen, werden sie nachziehen.“

Weitere Informationen zu der Demonstration in Göttingen und zum bundesweiten Aktionstag gibt es im Internet unter www.anti-atom-demo.de. (red)



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