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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Projekt MüZe: Mücken und Zecken unter Beobachtung

Schwalm-Eder Die Hochschule Fulda führt bereits im dritten Jahr in verschiedenen nordhessischen Landkreisen ein wissenschaftliches Projekt namens MüZe durch. Mit diesem wird geprüft, ob Stechmücken und Zecken in Zukunft ein neues Krankheitsrisiko für die nordhessische Bevölkerung darstellen. Landrat Frank-Martin Neupärtl teilt dazu mit, dass 2010 im Schwalm-Eder-Kreis, im Landkreis Hersfeld-Rotenburg und im Werra-Meißner-Kreis Mückenfallen in Betrieb genommen wurden, um nach gefährlichen Stechmückenarten wie der asiatischen Tigermücke Aedes albopictus zu suchen, die bei fortschreitendem Klimawandel Infektionskrankheiten auf den Menschen übertragen können. Zudem gehen Freiwillige seit 2009 in den nordhessischen Gefilden auf Zeckenjagd.

Das Projekt MüZe ist ein Teilprojekt des Forschungsverbundes KLIMZUG Nordhessen, der die Folgen und Auswirkungen des Klimawandels für die Modellregion Nordhessen untersucht. Der besondere Ansatz von MüZe liegt in der engen Einbeziehung der regionalen Bevölkerung, die bereits zur selbständigen Beobachtung und Überwachung von Mücken und Zecken in den vergangenen zwei Jahren motiviert werden konnte und auf deren Mithilfe das Projekt auch in diesem Jahr wieder setzt. Schon seit 2009 sammeln Freiwillige im Werra-Meißner-Kreis und seit 2010 im Landkreis Hersfeld-Rotenburg Zecken. In diesen Landkreisen sowie im Schwalm-Eder-Kreis wurde in 2010 jeweils eine Mückenfalle aufgestellt, die ebenfalls von freiwilligen Helfern betreut werden.

Die Saison zum Mücken- und Zeckensammeln ist nun auch für das Jahr 2011 gestartet. Die ersten Sammelgefäße wurden bereits mit diesjährigen Zecken bei den Klimaanpassungsbeauftragten der beteiligten Landkreise abgegeben und nach Fulda verschickt. Gleichzeitig wurden die drei Mückenfallen vom Forschungsteam um Prof. Schlott im Mai einsatzbereit gemacht.

Die Sammlung der Stechmücken erfolgt während der warmen Frühjahrs- und Sommermonate. Die Falle besteht aus einem zirka 70 Zentimeter hohen Zylinder aus weißem wetterbeständigem Material mit einer Fangöffnung. Durch die weiße Farbe und einer UV-Lampe werden die Mücken angelockt.

Weiterführende Informationen zu KLIMZUG Nordhessen gibt es auch unter www.klimzug-nordhessen.de. Zudem erscheint ein regelmäßiger Newsletter, den Interessierte abonnieren können.

Hintergrund:
Aufgabe des Forschungs- und Umsetzungsprojektes KLIMZUG Nordhessen ist es, die Chancen des Klimawandels zeitnah zu erkennen und zukunftsfähig für unsere Region zu gestalten. Nordhessen bildet dabei eine von sieben bundesweiten Modellregionen, die für fünf Jahre vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für die Erforschung und Anwendbarkeit von klimaangepassten Strategien, Prozessen und Verfahren in den Bereichen Land-, Forst- und Wasserwirtschaft, Tourismus und Gesundheit, Verkehr und Energie gefördert werden. (red)



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