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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Drohender Fachkräftemangel: Unternehmen setzen auf Weiterbildung

Kassel. Mit einem breiten Strauß von Maßnahmen reagieren derzeit die Unternehmen aus Nordhessen und dem Altkreis Marburg auf den drohenden Fachkräftemangel. Laut einer Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel, die zusammen mit dem aktuellen Konjunkturbericht erstellt worden ist, setzen 43,5 Prozent der 500 antwortenden Betriebe auf mehr Weiterbildung und 43,1 Prozent auf mehr Ausbildung. Mehrfachnennungen waren möglich. „Da sich die demografische Entwicklung in den Betrieben noch stärker bemerkbar machen wird, ist es wichtig, bereits heute die Weichen richtig zu stellen“, sagt IHK-Konjunkturexperte Thomas Rudolff. So präsentieren sich 18,8 Prozent  der Unternehmen derzeit vermehrt an Hochschulen und Schulen, um Studenten und Schüler frühzeitig ansprechen zu können. 16,5 Prozent setzen Hebel in Bewegung, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. 13,1 Prozent beschäftigen ältere Arbeitnehmer beziehungsweise stellen diese ein. Die Suche nach Arbeitskräften im Ausland spielt mit 2,3 Prozent eine geringe Rolle.

In den kommenden zwölf Monaten haben die antwortenden Betriebe vor, ihre Maßnahmen gegen einen drohenden Fachkräftemangel zu intensivieren. Mehr Ausbildung (45,6 Prozent) und mehr Weiterbildung (43,6 Prozent) sind die gefragtesten potenziellen Stellschrauben, wobei die Unternehmer der Ausbildung eine stärkere Rolle beimessen. Stark wachsen soll nach den Plänen der Unternehmen die vermehrte Präsenz an Hochschulen und Schulen: Der Wert schraubt sich von aktuell 18,8 auf 23,6 Prozent. Maßnahmen bei der Erleichterung der Vereinbarkeit von Familien und Beruf (15,4 Prozent) sowie die Beschäftigung und Einstellung älterer Arbeitnehmer (12,4 Prozent) scheinen laut Umfrage in den Planungen der Unternehmer eine leicht gesunkene Rolle zu spielen. „Künftig muss es gelingen, mehr qualifizierte Menschen wie ältere Arbeitnehmer in Arbeit zu bringen“, sagt Rudolff. Die Suche nach Arbeitskräften im Ausland steigt in der Bedeutung von aktuell 2,3 auf 3,1 Prozent an.

Den vollständigen Konjunkturbericht finden Sie im Internet auf der IHK-Startseite www.ihk-kassel.de.

Service: Kostenloser Demografierechner im Internet
Die Belegschaft altert, gleichzeitig werden junge Nachwuchskräfte knapp: Unternehmer können mithilfe eines kostenlosen Demografierechners unter www.ihk-kassel.de einschätzen, ob ihr Betrieb fit für den demografischen Wandel ist. Die Analyse erfolgt aus drei Blickwinkeln: Ein Fokus liegt auf dem Unternehmen. Die betriebliche Altersstrukturanalyse stellt die aktuelle Personalstruktur dar und prognostiziert die Entwicklung für die kommenden Jahre. Als zweites findet die Branche Berücksichtigung. Im Wettbewerbsvergleich wird dargestellt, wie sich die Altersstruktur einer Belegschaft vom Branchendurchschnitt unterscheidet – heute und morgen. Der letzte Brennpunkt fällt auf die Region. Der regionale Fachkräfte-Check zeigt, wo es künftig bei der Besetzung offener Stellen eng werden könnte.  Den Demografierechner gibt es kostenlos im Internet unter www.ihk-kassel.de im Bereich „Standortpolitik“ in der Rubrik „Demografischer Wandel“ unter „Downloads“. (red)



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Ein Kommentar zu “Drohender Fachkräftemangel: Unternehmen setzen auf Weiterbildung”

  1. Bürger

    Warum erst jetzt ?

    Das sollte doch nichts Besonderes sein sondern Alltag in Unternehmen.

    jahrelang, sogar mehr als 10 Jahre den Kopf in den Sand gesteckt und jetzt wird das als „Erfindung“ verkauft.
    Sorry !

    Für mich ist das eher das Eingeständnis des Versagens !


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