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MT-Trainer Michael Roth im Interview

Kassel/Melsungen. Kurz vor dem Saisonstart gegen den TV Hüttenberg (Sonntag, 4. September, 17.30 Uhr, Rothenbach-Halle Kassel, Ticketkasse ab 16 Uhr) gibt MT-Trainer Michael Roth im Interview Einblicke in die Vorbereitung und skizziert Ausgangssituation und Zielsetzung im Hinblick auf das neue Hessenderby.

Sieben Wochen Vorbereitung sind nun vorbei – wird es Zeit, dass es jetzt endlich losgeht?
Roth: Ja natürlich. Kein Spieler will immer nur trainieren oder Testspiele absolvieren. Wobei aber auch jeder weiß, wie wichtig eine gute Vorbereitung ist. Und die ist bei uns – mit Ausnahme der Verletzungen – sehr gut verlaufen. Alle haben toll mitgezogen und sich eingebracht. Das ist ein gutes Zeichen auch für Einstellung eines jeden einzelnen, aber auch für die Stimmung in der Mannschaft insgesamt. In den letzten Tagen ist das Kribbeln natürlich schon zu spüren gewesen und es wird in der Tat Zeit, dass es jetzt wieder um echte Punkte geht.

Wie schwer wiegen denn die Verletzungen, wenn man eine Mannschaft gerade erst entwickeln will?
Roth: Neben der Tatsache, dass Verletzungen zunächst immer für den Betroffenen selbst ärgerlich sind und mitunter einen Rückschlag bedeuten können, muss ich natürlich die Mannschaft im Blick haben. Ich gebe zu, dass die Ausfälle zwischendurch den Rhythmus gestört haben. Vor allem, wenn bedenkt, dass wir einerseits im Rückraum einen neuen Mann auf der Spielmacherposition einbinden, und andererseits einen neuen Mittelblock in der Abwehr installieren wollen. Sehr früh in der Vorbereitung verletzte sich Nenad Vuckovic, zwischenzeitlich noch Patrik Fahlgren. Dann fehlte phasenweise Grigorios Sanikis und jetzt drohen auch noch gleich beide Kreisläufer und damit einhergehend das Deckungszentrum auszufallen. Es gibt gewiss angenehmere Ausgangssituationen vor einem Saisonstart. Dabei liegt mir gerade die Abwehrarbeit am Herzen. Das haben wir im Verlauf der Vorbereitung schon ganz  gut hinbekommen. Wenn man die Gegner jeweils unter 30 Toren halten kann, ist das ein Zeichen, dass wir in diesem Punkt auf dem richtigen Weg waren. Insofern wäre der Ausfall des kompletten Innenblocks dramatisch.

Steigt dadurch der Druck vorm ersten Spiel noch mehr, als er ohnehin schon ist? Schließlich will die MT ja – in böser Erinnerung an die letzte Saison – unter allen Umständen einen Fehlstart vermeiden.
Roth: Durch die verschiedenen verletzungsbedingten Ausfälle und den gestörten Rhythmus wissen wir zum ersten Spiel heute nicht genau, wo wir leistungsmäßig stehen. Wir werden uns auf alle Fälle darauf einstellen müssen, gegen Hüttenberg teilweise zu improvisieren. Das macht zwar kein Trainer gerne, aber manchmal wird man eben dazu gezwungen. Und die Vergangenheit hat auch gezeigt, dass dabei manchmal sogar positiv Überraschendes heraus kommt. Doch trotz aller Widrigkeiten sage ich, dass wir gute Gründe haben, mit Selbstvertrauen in die Saison zu starten. Wir müssen nicht ständig an letztes Jahr zurückdenken. Es ist eine neue Saison, mit neuformierter Mannschaft, neuem Trainer und wir schauen mit Zuversicht nach vorn.

Da ist Frage nach der Zielsetzung fürs erste Spiel eigentlich überflüssig, oder?
Roth: Ja, eigentlich schon. Es ist doch klar: Wenn man zuhause spielt und dabei einen Aufsteiger zu Gast hat, dann muss man den Anspruch haben, dieses Spiel zu gewinnen. Das zeugt keineswegs von mangelndem Respekt vor dem Gegner. Im Gegenteil. Wir haben uns sehr intensiv auf Hüttenberg vorbereitet. Wir kennen diese Mannschaft, haben erst vor kurzem auf einem Turnier gegeneinander gespielt (die MT gewann mit 31:27, Anmerk.), und haben Videos von anderen Spielen des TVH analysiert. Entscheidend wird sein, dass wir über die klassischen Tugenden in dieses Derby finden, also über hohen Einsatz, mit einer guten kämpferischen Einstellung, aber auch mit einem engagierten Publikum im Rücken. Gerade in einer solchen Situation, wo man nicht genau weiß, wie man sich sportlich einzuordnen hat, wo zudem noch Spieler nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte sind, oder gar auszufallen drohen, da brauchen wir die Unterstützung der heimischen Zuschauer. Es wäre toll, wenn zu diesem neuen Hessenderby in der Ersten Bundesliga auch auf den Rängen echte Derby-Atmosphäre herrscht und die Spieler stimmungsvoll in die Saison hinein begleitet werden. (B.K.)



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