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Henri Alter verbessert Speerwurfrekord auf 54,73 Meter

Kassel/Melsungen. Henri Alter (MT 1861 Melsungen) sorgte beim Saison-Abschluss in Kassel-Wehlheiden im Speerwerfen der männlichen Jugend für die beste Leistung der Veranstaltung. Mit 54,73 Metern stellte der 15-Jährige einen neuen Kreisrekord auf und verbesserte sich genau um einen Meter.

Als  Henri Alter zu Jahresbeginn als Altersgründen von den A-Schülern in die Klasse der männlichen Jugend B wechseln musste, stand der Kreisrekord im Speerwerfen für die 16- und 17-jährigen Jungen bei 49,22 Meter. Diese gute Leistung hatte der Remsfelder Oleg Anikin bei den nordhessischen Meisterschaften am 27. April 2003 im Kasseler Auestadion aufgestellt.  Henri Alter, der im Vorjahr als Schüler den 600 Gramm schweren Speer beim Herbstsportfest in Bebra auf 45,68 Meter geworfen hatte, stand am Ende des Jahres 2010 mit dieser Leistung auf Rang sieben in der hessischen Bestenliste. Der vielseitige und ebenso ehrgeizige Leichtathlet, der bei den süddeutschen B-Jugendmeisterschaften im Dreisprung mit 13,08 Meter überraschend den vierten Platz belegen konnte, hatte sich für 2011 zwei Ziele mit dem 700 Gramm schweren Speer gesetzt:  Er wollte zunächst den acht Jahre alten Kreisrekord verbessern und am Ende des Jahres mit einer Leistung von über 50 m in den Bestenlisten stehen.

Nachdem er bei den Kreismeisterschaften am 30. April in Felsberg mit 48,86 Meter knapp an der Rekordmarke von Anikin scheiterte, erfüllte er eine Woche später bei der Bahneröffnung in Wehlheiden mit 50,50 Meter  gleich seine beiden Ziele.  Er blieb in diesem Wettbewerb gleich dreimal über dem alten Rekord und verbesserte diesen schließlich um 1,28 Meter. Mit seinen 50,50 m war Henri Alter der erste B-Jugendliche im Schwalm-Eder-Kreis, der die begehrte 50m-Marke in einem Wettkampf überbot.

Einen Monat später steigerte er sich als Nordhessenmeister in Frankenberg auf 50,89 Meter und hatte fast sechs Meter Vorsprung vor dem Zweitplatzierten.

Am 8. Juli sorgte der Melsunger Geschwister-Scholl-Schüler beim Feriensportfest in Borken für den nächsten Paukenschlag, als er  den Speer auf 53,73 Meter segeln ließ und sich damit für die süddeutschen Meisterschaften qualifizieren konnte. Dort enttäuschte er als Vierzehnter mit schwachen 46,87 Meter. Offensichtlich stand er zu sehr unter Druck,  weil er sich an diesem Tag viel vorgenommen hatte.  Dafür  überraschte er im Dreisprung als Vierter mit der neuen nordhessischen Jahresbestleistung von 13,09 Meter.

Beim letzten Speerwurfwettkampf des Jahres ergriff Henri Alter in Kassel-Wehlheiden die Gelegenheit beim Schopf und ließ den 700 Gramm schweren Speer bei sommerlichen Temperaturen und  leichtem Rückwind auf 54,73 Meter durch die Luft gleiten.  Mit dieser guten Leistung rehabilitierte er sich nach seinem schwachen Abschneiden bei den Süddeutschen Meisterschaften in Forst.  „Ich wusste bereits unmittelbar nach dem Abwurf, dass der Speer weit fliegen wird“, sagte Henri Alter unmittelbar nach der Bekanntgabe der Weite. Und auch Alwin J. Wagner, der dem vielseitigsten Melsunger Nachwuchsathleten mit Rat und Tag beiseite steht, betonte, dass sein Schützling nicht nur einen guten Trainingszustand im athletischen Bereich mit sehr guten Werten in der Schnellkraft- sowie Sprungkraftfähigkeit aufweist. „Wenn Henri seine hervorragenden Athletikwerte im Wettkampf umsetzen kann und sich auf seine Stärken besinnt, werden wir noch sehr viel Freude an ihm haben“, sagte Alwin J. Wagner, der im nächsten Jahr sogar mit 60m-Weiten rechnet.

Neben Henri Alter setzte sich auch Katharina Wagner (MT Melsungen) mit zwei Siegen zum Saisonabschluss noch einmal in Szene. Die Sechszehnjährige gewann zunächst den Weitsprung bei ungünstigen Windverhältnissen mit 5,03 Meter und siegte anschließend im Sprint über 100 Meter in 13,5 Sekunden.

Die sommerlichen Temperaturen nutzte auch Christian Schulz aus Röhrenfurth auf der Kasseler Buchenau-Kampfbahn.  Der Vierzehnjährige lief zunächst im Alleingang die 1000 Meter in 3:19 Minuten, wobei er die erste Runde in 75 Sekunden zurücklegte.  Nach einer Erholungspause von nur 20 Minuten überzeugte er im Diskuswerfen mit der neuen Kreis-Jahresbestleistung von 29,19 Meter. Er übertraf seine bisherige Leistung von 28,42 Meter, die er als Kreismeister bei den Meisterschaften am 30. April in Felsberg aufgestellt hatte, um 77 Zentimeter.

Einen Tag vorher stand aus heimischer Sicht beim Saison-Kehraus in Rheda-Wiedenbrück der 300m-Hürdenlauf der A-Schülerinnen mit Karolin Siebert im Blickpunkt des Interesses.  Die mehrfache hessische Schülermeisterin über 800 Meter belegte bei den Landesmeisterschaften mit guten 48,55 Sekunden den dritten Platz und sicherte sich damit überraschend die Bronzemedaille über 300 Meter Hürden. Nachdem sie in den beiden zurückliegenden Wochen exzellente Zeiten über 800 und 400 Meter lief, wollte sie auch ihre 300m-Hürdenzeit weiter verbessern und ging deshalb mit hochgesteckten Erwartungen in dieses Rennen. Nachdem sie im Training beim Abschluss-Test genau 48 Sekunden gelaufen war, hoffte man auf eine 47er Zeit, die in Hessen bisher nur von einer Athletin erreicht worden war.

Wie erwartet lief die Fünfzehnjährige auf dem ersten Drittel der Strecke sehr stark und präsentierte mit 15 Sekunden für die ersten 100 Meter ihre hervorragende Form. Leider wurde ihr die dritte Hürde nach 120 m zum Verhängnis. Karolin war bedeutend schneller als im Training und kam deshalb zu dicht an die dritte Hürde heran, so dass sie aus dem  Rhythmus kam. Kurz vor der Hürde musste sie das Tempo herausnehmen und hatte auch nach weiteren 35 m – an Hürde vier – immer noch nicht den richtigen Rhythmus gefunden. Dennoch beendete sie diesen Lauf als souveräne Siegerin nach 48,16 Sekunden und untermauerte mit dieser Bestzeit ihren dritten Platz in der Rangliste des Hessischen Leichtathletik-Verbandes.  „Karolin konnte zwar nicht ganz an die Gala-Vorstellung von Fulda anknüpfen, wo sie mit  61,76 Sekunden über 400 Meter für einen echten Paukenschlag sorgte, aber ohne das Pech an der dritten Hürde, dass ihr mehr als eine Sekunde kostete, wäre sie in die Bestenliste des Deutschen Leichtathletik-Verbandes hinein gelaufen“,  sagte Alwin J. Wagner, der nach den Trainingseindrücken mit einer Zeit um 47 Sekunden gerechnet hatte. (ajw)



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