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Annett Louisan live am 26. Oktober in Kassel

Mittwoch, 26. Oktober, 20 Uhr, Stadthalle Kassel

Kassel. Mit ihrem neuen Album „In meiner Mitte“ erreicht Annett Louisan in dieser Woche Platz zwei der deutschen Charts. Das am 11. März bei dem Label 105 music erschienene fünfte Studiowerk der Hamburger Sängerin versammelt 13 neue Songs und zeigt viele bislang unbekannte Facetten ihrer komplexen musikalischen   Persönlichkeit. Zu hören gibt es viel Folk, Reminiszenzen an den Rock der 60er Jahre, Anklänge an Polka und Zirkusmusik aber auch das Flair typischer Annett-Louisan-Chansons. Ein Großteil der Songs entstammt der Kooperation mit ihrem neuem musikalischen   Partner, dem Liedermacher Danny Dziuk. Zudem haben unter anderem Annette Humpe, Ulla  Meinecke und Ulf Krüger Songs beigesteuert. „In meiner Mitte“ zeigt eine so faszinierende wie vielfältige Künstlerin auf ihrem kreativen Höhepunkt.

In meiner Mitte… Wo ist das? Wie kommt man da hin? Annett Louisan hat sich auf den Weg gemacht. Und sie hat diesen merkwürdigen Ort tatsächlich gefunden. Weil sie begriffen hat, dass der Weg dorthin nicht nur redensartmäßig zum Ziel gehört – zu hören auf ihrem neuen Album „In meiner Mitte“. Da ist ein neuer Ton, der die 13 Songs durchzieht. Sprachlich wie musikalisch klingt er in einem eher poetischen Stil, bei dem kleinste Anspielungen genügen, um neue überraschende Bedeutungshorizonte zu eröffnen, die weit über das hinaus gehen, was gerade konkret gesagt wird. Und so bekommt man einiges zu hören: viel Folk, ein bisschen 60ies Rock, eine nachtschwarze Polka aber auch das faustdick hintergründige Flair typischer Annett-Louisan-Chansons. Jeder Song erschließt dem Hörer eine eigene musikalische Sphäre, und stets ergeben Text und Musik ein individuelles, höchst sensibel gestaltetes Genrebild, ein assoziatives Kino im Kopf, eine Art Dokumentarfilm über eine leichtfüßige Reise zur eigenen Mitte. Ein Großteil der Songs entstammt der Kooperation mit Annett Louisans neuem musikalischen Partner Danny Dziuk, der unter annderem bereits mit Ulla Meinecke und Stoppok gearbeitet hat. Annett Louisan selbst schrieb ebenfalls mit.

Hinzu kommen weitere Songwriter wie Annette Humpe, Ulla Meinecke, Ulf Krüger, Martin Gallop, Tobias Neumann und Hardy Kayser; der Text des düsteren Chansons „Von der Liebe“ stammt von dem Satiriker Wiglaf Droste. Eingespielt hat „In meiner Mitte“ Annett Louisans bewährte Band, die sich unter der Ägide des einfühlsamen Produzenten Peter Hoffmann von ihrer allerbesten Seite zeigt. Bei den in Hoffmans Studio auf einem Bauernhof in der Nähe von Lüneburg größtenteils live eingespielten Tracks glänzt einmal mehr Hardy Kayser an der Gitarre, den Bass spielt Olaf Casimir, Schlagzeuger ist Christoph Buhse. Schließlich schlüpft der Multiinstrumentalist Friedrich Paravicini in die unterschiedlichsten Rollen, wobei sein Repertoire vom Pianisten und Cembalisten bis hin zum Cellisten und Mundharmonikaspieler reicht.

In den Songs tauchen immer wieder aquarellartig hingetupfte Märchenmotive auf, kraftvoll archaische Bilder vom Leben am Meer und am Fluss, aber auch mit mal feiner, mal beißender Ironie beziehungsreich formulierte witzige Geschichten vom komplizierten Leben eines oder mehrerer Metropolenbewohner auf der Suche nach dem großen Glück, der großen Liebe, dem Sinn des Lebens im Großen und Ganzen.

Gleich der titelgebende Opener zeigt, was auf der Reise zur eigenen Mitte alles passieren kann. Von den eher kontemplativen, sparsam instrumentierten ersten Strophen steigert sich der Song schließlich zu einem üppigen Zirkuswalzer mit Bläsern, Mandolinen und Schlagzeug. Der Tanz mit dem schönen Königssohn, der Ritt auf einem Schwan, der über den Dingen flirrende Judy-Garland-Chor entwerfen ein postromantisches Märchenszenario – nur um am Ende augenzwinkernd festzustellen: „In meiner Mitte / Da wo ich bin / Scheint noch ein Platz frei / Und ich fürchte, genau / Mittendrin“. In dem genialen Popsong „Verschwinde“ dreht sich alles um die Frage, wie man eine Beziehung möglichst charmant und höflich beendet, ohne dabei mit erschütternden Wahrheiten hinterm Berg zu halten. Versöhnlicher klingt da schon die mit mächtigen Hammondorgel-Akkorden und großer Geste vorgetragene 60ies-Hymne „Würdest du“: ein Liebeslied mit offenem Ausgang und überirdisch flirrendem Theremin-Solo. Mit Songs wie „Allein und beisammen“, „Kleiner Augenblick“ und „Schöner starker Tag“ wagt Annett Louisan wohltemperierte Ausflüge in die Welt der Folkmusik, warmherziges Gitarrenpicking, bluesige Mundharmonika und ein Hauch von Huckleberry Finn inklusive. Bei „Mr. Big“, einem musikalischen Zwischenstopp in die groteske Innen- und Außenwelt gehobener Kontakthöfe, folgt ein stilistischer Abstecher in die Karibik, und mit „Pärchenallergie“ steht eine schweißtreibende Polka auf dem Programm.

Die stille, romantische Ballade „Wenn zwei zu einander passen“ zeigt Annett Louisans Faible für im besten Sinne volksliedhafte Ausdrucksformen, während„Schlaf“ mit angezerrtem Wurlitzer-Piano und Mellotron-Klängen die psychogene Wirkung von exzessivem Schlafmangel beschreibt. Leicht verrucht und ein bisschen beschwippst kommen „(Gib’ mir noch ’ne) Zweite Chance“ und „Von der Liebe“ daher, um dann der emotional aufgeladenen, verstörend düsteren Miniatur „Vorsicht! Zerbrechlich“ das melancholische Finale zu überlassen.

„In meiner Mitte“ zeigt eine so faszinierende wie vielfältige Künstlerin auf ihrem kreativen Höhepunkt. Annett Louisan macht klar, dass ihre Mitte tatsächlich ein märchenhafter Ort ist, irgendwo in einer irisierenden Ferne oder Nähe. Irgendwo zwischen Tag und Traum, Zeit und Raum, dabei definitiv mittendrin im Hier und Jetzt.

Karten gibt es bei allen HNA-Geschäftsstellen , unter der Ticket-Hotline: (0561 ) 203 204 oder rund um die Uhr im Internet unter www.mmkonzerte.de. (red)

 

 



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