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MT bejubelt 30:30-Remis gegen die Rhein-Neckar Löwen

Mannheim/Melsungen. Schon früh in dieser Begegnung wurde den Rhein-Neckar Löwen bewusst, dass die MT Melsungen nicht mehr mit der Mannschaft der letzten Saison vergleichbar ist. Denn das Team von Michael Roth blieb in den ersten Minuten den Löwen nicht nur auf den Fersen, sondern ging nach einer Viertelstunde nach einem Treffer von Anton Mansson sogar erstmalig in Führung (8:9). Der knappe Vorsprung währte bis zum 12:13 (23.). In der Schlussphase der ersten Hälfte leistete sich die MT allerdings einige Fehler und die Gastgeber drehten bis zum Pausenpfiff den Spieß um (17:15). Danach kamen die Gudmundsson-Schützlinge besser aus den Startlöchern und legten binnen sechs Minuten ein 21:16 vor. Sollten sie damit bereits auf die Siegerstraße einbiegen? Nein! Denn die MT fing sich wieder.

Savas Karipidis und der eingewechselte Jens Schöngarth gaben mit ihren Toren zum 21:17 und 22:18 wichtige Signale zur Aufholjagd. Gestützt auf einen sich steigernden Torwart Mario Kelentric und eine aggressivere Abwehr, schafften es die Nordhessen, den Rückstand wieder zu egalisieren. Beim 26:26, nach einem Tor von dem ebenfalls weiter auftrumpfenden Patrik Fahlgren, war 9 Minuten vor dem Ende plötzlich alles wieder offen. Und nachdem es durch einen verwandelten Siebenmeter von Michael Allendorf, einem weiteren Fahlgren-Treffer und einem unnachahmlichen Sanikis-Tor 27:29 stand (56.), hatten die Rotweißen sogar alle Trümpfe für eine Sensation in der Hand. Das war auch ganze 59 Sekunden vor Schluss beim 28:30 noch der Fall. Aber ein Missverständnis im MT-Angriff brachte die Löwen allzuschnell wieder in Ballbesitz, was sie über Patrick Groetzki prompt zum Anschluss nutzten. Und als dann im folgenden, etwas nervös geführten MT-Vorstoß auch noch der Ball verloren ging, markierte Börge Lund den 30:30-Ausgleich. Die MT kam danach noch einmal in Ballbesitz. Vorne gab es einen Freiwurf, der – weil die Uhr abgelaufen war – direkt geworfen werden musste. Doch Jens Schöngarth’s Versuch blieb in der Löwen-Mauer hängen, sodass es beim Remis blieb. Die MT-Spieler feierten dann – nach einem kurzen Innehalten – dieses Ergebnis wie einen Sieg. (Bernd Kaiser)

Stimmen zum Spiel:

MT-Trainer Michael Roth: Ob dies heute für uns ein gewonnener oder eher ein verlorener Punkt war, ist schwer zu sagen. Als wir kurz vor Schluss mit zwei Toren in Führung lagen, hatten wir eine große Chance, beide Zähler zu ergattern. Andererseits: Wenn uns vor dem Spiel jemand gesagt hätte, dass wir heute einen Punkt mitnehmen können, hätten wir dankbar angenommen. Ich muss meiner Mannschaft ein Riesenkompliment machen. Denn sie hat binnen knapp 20 Minuten einen Fünf-Tore-Rückstand in einen 2-Tore-Vorsprung umgewandelt. Das will gegen diesen Gegner schon etwas heißen und es spricht für ihre große Moral und ihr kämpferisches Vermögen. Es ist uns gelungen, mit einigen Wechseln und der Umstellung der Abwehr auf eine 5:1-Formation Akzente zu setzen. Zum Beispiel Jens Schöngarth, der gezeigt hat, warum er endgültig in der Mannschaft drin ist. Im Tor haben wir von beiden Keepern eine Dreiviertelstunde lang durchwachsene Leistungen gesehen, aber in den letzten 15 Minuten hat uns Mario Kelentric sehr geholfen, das Spiel noch zu drehen. Darüber hinaus haben wir heute das Gegenteil von dem bestätigt, was wahrscheinlich viel von uns erwartet hatten, nämlich nach den Erfolgen gegen vermeintlich leichte Gegner gegen die Löwen eine Klatsche zu bekommen. Wir haben vor Kurzem übrigens aber auch schon in Flensburg eine gute Vorstellung geboten. Alles in allem sind wir derzeit sehr gut in Form, haben eine sehr gute Harmonie und einen sehr guten Teamgeist. Nur damit kann man ein solches Spiel wie heute noch drehen. Ich bin mächtig stolz, das wir das geschafft haben. Aber wir werden nicht abheben, sondern jetzt alles ganz genau so weitermachen, wie wir es in den letzten Wochen auch getan haben.

MT-Sportchef Alexander Fölker: Ich freue mich, dass wir seit Saisonbeginn einen solchen Lauf haben und in der Tabelle so gut dastehen. Ganz im Gegensatz zur letzten Saison. Wenn man heute einige Spieler herausgreift, muss man zum Beispiel auch Alexandros Vasilakis nennen, der in der ersten Halbzeit eine sehr gute Trefferquote gezeigt hat und den wiederum stark aufspielenden Grigorios Sanikis, auch wenn der in der letzten Minute leider etwas Pech hatte. Am meisten aber freut es mich aber, dass die Bezeichnung launische Diva nicht mehr zur MT passt. Das ist das Verdienst von Trainer und Mannschaft und ihrer guten Arbeit während der letzten rund drei Monate.

RNL-Trainer Gudmundur Gudmundsson: Eigentlich haben wir 45 Minuten lang ganz ordentlich gespielt und dabei einen Fünf-Tore-Vorsprung herausgeworfen. Das sah bis dahin alles ganz gut aus. Aber dann haben wir in den letzten 15 Minuten beinahe alles wieder verspielt. Das ist uns so ähnlich auch zuletzt  in Lemgo passiert. Es ist gefährlich nachzulassen und dem Gegner so die Möglichkeit zu geben, wieder ins Spiel kommen. Wir haben zu locker nach vorn gespielt, zu früh geworfen. Die MT hat dies ausgenutzt, gut gespielt und jeweils schnelle Tore erzielt. Das haben wir nicht lösen können. Zudem war unsere Abwehr in der zweiten Habzeit nicht gut. Wir haben dann umgestellt auf eine 5:1-Deckung, wollten es damit besser machen. Aber wir hatten heute auch nicht so gute Torhüterleistungen, wie in den letzten Spielen. Am Ende müssen wir froh über das Remis sein. Denn das sah kurz vor Schluss nicht gut aus, als wir mit zwei Toren hinten lagen. Wir sind letztlich mit unserer Leistung nicht zufrieden. Wir wissen, dass wir es viel besser können und müssen jetzt einfach nach vorne schauen. Wir werden dieses Spiel bis zu unserer nächsten schweren Aufgabe am kommenden Wochenende sehr genau analysieren. Das Leben geht weiter.

RNL-Geschäftsführer Thorsten Storm: Ich denke noch nicht an das Pokalspiel, welches wir in Kürze gegen die MT zu bestreiten haben, ich muss erstmal meine Gefühle nach dem heutigen Spiel in den Griff bekommen. Zunächst Glückwunsch an Melsungen. Das war heute sehr glücklich, dass wir überhaupt eine Punkt gewonnen haben. Das ist vor allem deshalb schade, weil die Mannschaft ja in einer Phase gezeigt hat, was sie drauf hat, wenn sie sich konzentriert und einen schnellen Handball spielt. Aber wie unser Trainer sagte, haben wir schon in Lemgo viel, viel Glück gehabt. Heute ist ähnliches geschehen, nämlich dass wir den Sack nicht zugemacht haben. Das darf uns einfach nicht passieren. Es ist schon sehr enttäuschend für mich, was ich heute hier gesehen habe.

Statistik

Rhein-Neckar Löwen – MT Melsungen 30 : 30 (15 : 17)

Rhein-Neckar Löwen: Stojanovic, Fritz (15.-48.) – Lijewski (4), Schmid (3), Šešum (5), Groetzki (4), Gensheimer (8/4), Gunnarsson (4), Roggisch (1), Bielecki, Lund (1), Ruß (n.e.), Müller.

MT Melsungen: Sandström (bis 25. und bei einem Siebenmeter), Kelentri? (bei zwei Siebenmetern und ab 25.) – Vasilakis (6), Fahlgren (3), Sanikis (6), Karipidis (1), Allendorf (6/4), Mansson (3), Schöngarth (3), Hildbrand, Danner (1), Vuckovic (1), Sania (n.e.), Schweikardt (n.e.), Zufelde (n.e.).

Zeitstrafen: 4 – 2 (Schmid, Roggisch – Danner, Mansson).

Siebenmeter: 6/4 – 4/4 (Gensheimer scheitert an Kelentric, 13.; Gensheimer wirft den Ball an den Pfosten).

Schiedsrichter: Colin Hartmann / Stefan Schneider (Magdeburg / Irxleben).

Zuschauer: 5.543, SAP-Arena Mannheim

Spielfilm: 3:2 (6.), 7:5 (10.), 7:7 (14.), 9:11 (20.), 12:12 (22.), 15:13 (26.), 17:15 (Hz.), 20:16 (34.), 21:16 (37.), 23:19 (40.), 25:22 (45.), 26:25 (50.), 26:27 (53.), 27:29 (56.), 28:30 (59.), 30:30 (Endstand).



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