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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Diakonieladen Regenbogen feierte zehnjähriges Bestehen

Fritzlar. „Wenn man den Begriff Inklusion erklären wollte, dann müsste man hierher kommen und die Zusammenarbeit von Menschen mit und ohne Beeinträchtigung, von Haupt- und Ehrenamtlichen zeigen.“ Mit diesen Worten und einer Andacht würdigte Hephata-Direktorin Pfarrerin Barbara Eschen am vergangenen Donnerstagabend das zehnjährige Bestehen des Diakonieladen Regenbogen in Fritzlar. Der Diakonieladen wird gemeinsam von der Hephata Diakonie und der Diakonie Fritzlar genutzt. Im vorderen der beiden Räume werden Produkte, vorrangig aus der Hephata-Reha-Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Fritzlar, verkauft. Im hinteren Raum finden Beratungsangebote der Diakonie Fritzlar, Müttergenesungswerk, statt. Der Verkaufsladen ist vor allem deswegen integrativ, weil Menschen mit und ohne Behinderung, als hauptamtliche Mitarbeitende und Beschäftigte der Reha-Werkstatt Hephatas in Fritzlar, sowie als Ehrenamtliche des Kirchenkreises dort arbeiten. Derzeit sind dies 30 Mitarbeitende, davon zwei hauptamtliche und 14 ehrenamtliche.

Barbara Eschen bezeichnete den Regenbogenladen als „Chance für ein gutes Miteinander“. Diesen Aspekt griff auch Dekan Prof. Dr. Helmut Umbach auf. Er bedankte sich im Namen des Evangelischen Kirchenkreises Fritzlar bei allen, die mithelfen, das Projekt am Leben zu halten. „Es war nicht selbstverständlich, dass wir den Laden mit dem Müttergenesungswerk zusammen gegründet haben“, sagte Umbach. Im Fall des Diakonieladens Regenbogen könne der Begriff Inklusion auch übersetzt werden mit all inclusive: Denn der Laden sei auch ein Ort der Seelsorge, des christlichen Miteinanders: „Offene Ohren und offene Worte sind unter dem Regenbogen Gottes gut aufgehoben“, so Umbach.

Fritzlars Bürgermeister Karl-Wilhelm Lange wandte sich ebenfalls gerne an die haupt- und ehrenamtlichen Unterstützer des Projektes: „Wir können dankbar sein, dass wir in Fritzlar Menschen haben, die mit Herz und Seele solch ein Projekt unterstützen.“ Lange bezeichnete die Entscheidung für den Laden als wichtig und richtig: „Der Laden ist nicht nur inklusive, sondern auch exklusiv.“

Rudolf Gleichmann, Leiter der Hephata-Reha-Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Fritzlar, zog abschließend ein positives Fazit: „Das Konzept hat sich sehr gut bewährt.“ Menschen mit Behinderung seien vielfach noch ausgegrenzte Menschen, die hier die Zusammenarbeit mit anderen Menschen gestalteten und sich in der Öffentlichkeit zeigten. „Diakonie wird so an einem stark frequentierten Ort sichtbar und erlebbar.“ (me)



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