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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

40 Jahre Großgemeinde Borken

Borken. Vor 40 Jahren, mit Wirkung vom 31. Dezember 1971, war die Geburtsstunde der heutigen Großgemeinde Borken. Durch einen freiwilligen Zusammenschluss der selbstständigen Gemeinden Dillich, Freudenthal, Haarhausen, Gombeth, Lendorf, Pfaffenhausen, Singlis und Stolzenbach in die Stadt Borken wurden zum Jahreswechsel die Ortstafeln ausgetauscht. Damit wurde ein erster Schritt der Verwaltungs- und Gebietsreform in Hessen umgesetzt. Die Reform erregte und bewegte die Gemüter und ließ sogar Freunde zu Gegnern werden. Darüber, um was es eigentlich ging, hatte mancher kaum nachgedacht. Viele hatten nur ihren eigenen Kirchturm im Blick. Heute, 40 Jahre später, kann man diese Reform als erfolgreiche Maßnahme in die Geschichtsbücher schreiben. Die junge Großgemeinde Borken hatte am 1. Januar 1972 insgesamt 9.286 Einwohnerinnen und Einwohner.

Drei Schwerpunkte
Die Schwerpunkte für diesen Kraftakt waren im Wesentlichen die Professionalisierung der Verwaltung, denn von den 15 Verwaltungen wurden 13 durch ehrenamtliche Bürgermeister nach Feierabend geführt. Darüber hinaus galt es größere Planungsräume mit besseren Koordinierungs- und Abstimmungsmöglichkeiten zu schaffen. Die Verwirklichung des Gleichheitsgrundsatzes durch Schaffung annähernd gleicher Lebensbedingungen im Bereich einer Region als Bestandteil des demografischen Prinzips war das dritte Ziel. Der verstorbene, ehemalige Büroleiter der Stadt Borken, Georg Strauß, schrieb vor 25 Jahren dazu folgende Zeilen: „Jedenfalls waren für acht der Nachbargemeinden die finanziellen Anreize – und natürlich auch die Einsicht in das Unabänderliche – Grund, die Verhandlungen über die Eingliederung in die Stadt Borken aufzunehmen. Sie verliefen in einer sachlich-freundschaftlichen und vertrauensvollen Zusammenarbeit und führten ausnahmslos zu übereinstimmend ausgehandelten Grenzänderungsverträgen. Natürlich ging das nicht immer „von heute auf morgen“ – es sei denn, man versteht darunter die Nachtsitzungen, die oft genug angesagt waren.“

Der Vollständigkeit halber sei darauf hingewiesen, dass die ehemalige Gemeinde Römersberg ebenfalls einen Grenzänderungsvertrag mit Borken abgeschlossen hatte, der jedoch vom Land nicht genehmigt wurde.

28. September 1973
Der Hessische Landtag beschloss per Gesetz Ende September 1973 die gesetzliche Eingliederung der sechs Gemeinden Kleinenglis, Kerstenhausen, Großenenglis, Arnsbach, Nassenerfurth und Trockenerfurth. „Grenzen der Großgemeinde Borken endgültig festgelegt“, lautete die Überschrift im Borkener Anzeiger vom 25. Oktober 1973. Diesem Beschluss war vorausgegangen, dass die zum Teil sehr gute finanzielle Ausstattung der „PREAG-Gemeinden“, aber auch die Unterstützung aus dem ursprünglichen Modellplan des Landrates, der im krassen Gegensatz zu den Vorschlägen des Innenministers eine eigenständige Gemeindegruppe mit Kleinenglis im Mittelpunkt favorisierte, dafür verantwortlich waren, dass diese Gemeinden außen vor blieben.

Zusammen gewachsen
„Die Umsetzung der Grenzänderungsverträge und das Zusammenwachsen zur Großgemeinde Borken hat sicherlich in den ersten Jahren und Jahrzehnten auch in den städtischen Gremien immer wieder zu heftigen Diskussionen geführt“, so Bürgermeister Bernd Heßler. „Ja, die Entstehung der Großgemeinde war eine Geburt mit vielen Wehenschmerzen. Heute sind die 15 Stadtteile gut zusammen gewachsen. Die Stadt Borken hat viel Schönes und Aufregendes zu bieten und hat die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft richtig gestellt. Es ist eine Stadt die lebt, die von Menschen interessant gemacht wird, die das tägliche Bild prägen und Seele und Geist unserer Gemeinschaft sind. Und ich bin stolz Bürgermeister der Stadt Borken zu sein.“ (sb)



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