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MT Melsungen empfängt Hildesheim

Kassel/Melsungen. Genau 48 Tage werden am Sonntag seit dem letzten Spiel vor der EM-bedingten Pause der TOYOTA Handball-Bundesliga vergangen sein. Dann nimmt auch die MT Melsungen den Kampf um Tore und Punkte wieder auf. Zum ersten Auftritt im neuen Jahr begrüßen die Nordhessen Aufsteiger Eintracht Hildesheim am 12. Februar um 17.30 Uhr in der Kasseler  Rothenbach-Halle. Das Warten hat nun auch für die nordhessischen Handball-Bundesliga-Fans ein Ende. Fast sieben Wochen ist es her, dass die MT in Berlin ihren letzten Pflichstspieleinsatz hatte. Diese Phase sinnvoll zu überbrücken, war eine der Herausforderungen für Michael Roth. Dabei hat sich der MT-Trainer einiges einfallen lassen. Die Beschäftigungspalette reichte von einem einwöchigen Aufenthalt auf Fuerte Ventura, wo Kraft- und Ausdauertraining sowie Maßnahmen zum Teambuilding im Mittelpunkt standen, über die Teilnahme an zwei Blitzturnieren bis hin zu verschiedenen Testspielen.

Kader in Vorbereitung alles andere als komplett
”Unter den gegebenen Bedingungen bin ich mit dieser Vorbereitung auf die Fortsetzung der Rückrunde sehr zufrieden. Leider standen nicht alle Spieler die ganze Zeit über zur Verfügung”. So musste der Coach auf Nenad Vuckovic verzichten, der mit Serbien im EM-Einsatz war, ebenso auf Alin Sania, der einen Länderspiellehrgang mit Rumänien absolvierte sowie auf Grigorios Sanikis und Patrik Fahlgren, die krankheits-, beziehungsweise verletzungsbedingt fehlten. Zum Spiel gegen Hildesheim sollen bis auf Fahlgren, der noch an den Folgen seines Unterarmbruchs laboriert, möglichst alle Mann an Bord sein. Dazu muss Grigorios Sanikis seinen Trainingsrückstand weitestgehend wettgemacht und Michael Allendorf vom Arzt Grünes Licht erhalten haben. Der Linksaußen plagt sich bereits seit Wochen mit einer Fußgelenksverletzung, die eventuell sogar einen operativen Eingriff notwendig werden lassen könnte und damit eine längere Pause zur Folge hätte. So entschieden die MT-Verantwortlichen, kurzfristige Predrag Dacevic zurück zu holen. Der Allrounder, der letzte Saison schon einmal im MT-Kader stand, ist sofort spielberechtigt.

MT ist gewarnt aus dem Hinspiel
Gegen die Niedersachsen gewannen die Nordhessen das Hinspiel nach einer 19:15-Halbzeitführung nur knapp mit 36:35. Damals machten vor allem Michael Quist (neun Tore) und Morten Slundt (acht), die beiden dänischen Rückraumspieler der Eintracht, dem Roth-Team mächtig zu schaffen. Aber auch die ehemaligen MT-Akteure Vladica Stojanovic (Rückraum Mitte), Dimitrios Tzimourtos (Rechtsaußen) und Dennis Klockmann (Tor) präsentierten sich hochmotiviert. Von dem serbischen Spielmacher trennte sich Hildesheim Ende Januar plötzlich. Der Verein sei mit seinen Leistungen nicht zufrieden gewesen, wurde Manager Gerald Oberbeck zitiert. Apropos Manager: Oberbeck hatte kurz zuvor das Traineramt übernommen, weil man sich auch zur Trennung von Coach Volker Mudrow veranlasst sah. Ausschlaggebend war die anhaltende Erfolgslosigkeit. Mit nur zwei Pluspunkten nach 18 Spielen gilt Tabellenschlusslicht Hildesheim derzeit als Abstiegskandidat Nummer Eins.

MT gegen Aufsteiger favorisiert
Am Sonntag ist die MT eindeutig Favorit – auch wenn sie seit nunmehr elf Begegnungen auf einen doppelten Punktgewinn warten. ”Wir wollen und müssen unbedingt gewinnen, um nicht noch näher an die Gefahrenzone heran zu kommen”, macht Michael Roth die hohe Bedeutung dieses Spiels klar. Als derzeitiger Tabellendreizehnter, mit sechs Punkten Abstand zu einem Abstiegsplatz (nach Minuspunkten gerechnet), ist die Lage für seine Mannschaft zwar noch nicht bedrohlich, aber durchaus als ernst einzustufen. Welche Besetzung Roth aufs Parkett schicken kann, wird sich wohl erst in den letzten Trainingseinheiten vor dem Spiel herauskristallisieren.

Denn noch sind einige Fragen offen: Wie fit ist Silbermedaillengewinner Nenad Vuckovic, der sich im Laufe der Europameisterschaft eine Bänderverletzung zugezogen hatte, aber danach noch stark gefordert war? Ist schon mit einem Einsatz von Grigorios Sanikis zu rechnen, der nach seiner Auszeit erst wenige Trainingseinheiten absolviert hat? Kann Michael Allendorf trotz anhaltender Sprunggelenksprobleme auflaufen? Welche Fortschritte hat Christian Hildebrandt nach überstandener Rücken-OP gemacht? Und auch Savas Karipidis konnte in dieser Woche wegen Rückenproblemen so gut wie nicht trainieren.

”Andererseits haben Alin Sania, Michael Schweikardt und auch Christian Zufelde in den letzten Spielen, in denen Personalnot herrschte, gezeigt, dass sie bereit sind ,Verantwortung, zu übernehmen”, registrierte Michael Roth erfreut. Wie dem auch sei – gegen Hildesheim zählt nur ein Sieg. Vor allem jetzt, da unter der Woche die direkten Konkurrenten der MT um den Klassenerhalt, Wetzlar und Gummersbach (übrigens am Mittwoch  nächster Auswärtsgegner), ihre Spiele gewonnen haben.

Dass die MT dabei auf die Unterstützung der heimischen Handballfans baut, versteht sich von selbst. Zumal die nach siebenwöchiger Abstinenz wieder richtig heiß auf Bundesliga-Handball sein müssten.

Dacevic ist zurück!
Genau genommen ist es ein Zufall, dem es die MT zu verdanken hat, dass Predrag Dacevic wieder im Kader der Nordhessen steht. Hätte Michael Roth nicht am Rande der Europameisterschaft in Belgrad dessen Physiotherapeuten getroffen, wäre der Rückraumspieler gar nicht zum Thema bei der MT geworden. So aber griffen die Verantwortlichen die Gelegenheit beim Schopfe und brachten den Serben nach dem EM-Finale quasi gleich mit nach Melsungen. In Anbetracht der derzeit unwägbaren Personalsitiation (verletzte, beziehungsweise erkrankte Spieler) will man kein Risiko heraufbeschwören und sich lieber noch mit einem Backup-Spieler ausstatten.

Für diese Funktion ist ein Allrounder wie Dacevic genau der Richtige. Der Serbe war bekanntlich im letzten Jahr schon einmal Mitglied des MT-Teams, konnte allerdings aufgrund von Verletzungspech nicht richtig Fuß fassen. ”Er ist wieder fit”, erklärte sein Physiotherapeut und die MT ließ sich seinen Gesundheitszustand von Mannschaftsarzt Dr. Rauch nochmal bestätigen. Somit könnte der sofort spielberechtigte Neuzugang sogar schon in der Begegnung gegen Hildesheim zum Einsatz kommen. ”Ich denke, er hat den Vorteil, dass er sich nicht erst eingewöhnen muss, denn er kennt die Mitspieler noch von der letzten Saison. Predrag ist ein solider Rückraumspieler, der – wenn Not am Mann ist – sogar auch mal am Kreis eingesetzt werden kann”, erklärt MT-Coach Michael Roth. ”Wir haben Predrag zunächst einen Vertrag bis zum Saisonende gegeben. Dann entscheiden wir, wie es weitergeht”, verrät MT-Sportchef Alexander Fölker. (Bernd Kaiser)

Schiedsrichter in Kassel:
Christian Moles (Heddesheim), Lutz Pittner (Hemsbach)
DHB-Aufsicht Harald Andler.



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