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Grüne: „Baurecht ändern! – Schluss mit der Massentierhaltung“

Niedenstein. „Eine Änderung des Baurechts muss Gemeinden endlich Mitsprache beim Bau von Mastställen sichern und damit den Bauboom von Tierfabriken stoppen“, so der Grünen-Kreistagsabgeordnete Jörg Warlich. Eine Welle von Anträgen für neue Großmastanlagen schwappe über das Land. Bundesweit seien 900 Mastställe für 36 Millionen Masthühner sowie viele weitere Großanlagen für Mastputen und Legehennen geplant, beantragt oder bereits im Bau.

Vielerorts stoßen die Investoren auf Widerstand in der Bevölkerung. Den zuständigen Kommunalpolitikern seien jedoch die Hände gebunden. Das geltende Baurecht lasse Bauverbote von Agrarfabriken kaum zu, da es sich um sogenannte privilegierte Vorhaben im Außenbereich handele, heißt es in einer Mitteilung Warlichs. Im Schwalm-Eder-Kreis seien beispielsweise die Kommunen Niedenstein, Edermünde und Wabern von der Entwicklung betroffen. Aus dem Grund haben die Grünen einen entsprechenden Antrag im Kreistag eingebracht, um eine Änderung des Baurechts auf der Bundeebene dahingehend anzuregen, dass kommunale Entscheidungsträger sich bei der Bauleitplanung beteiligen können. Die Bundestagsfraktion der Grünen habe bereits eine Gesetzesänderung eingebracht.

Bauminister Peter Ramsauer plant laut Presseberichten gesetzliche Änderungen. Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner habe dagegen angekündigt, die Initiative von Peter Ramsauer auszubremsen und damit weiter nichts gegen den gewaltigen Bauboom von Tierfabriken zu unternehmen. Grünen-Kreistagsabgeordneter Jörg Warlich: „Mit unserem Antrag wollen wir den Druck aus Nordhessen verstärken. Wir haben es satt! Schluss mit der Massentierhaltung!“ (red)



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2 Kommentare zu “Grüne: „Baurecht ändern! – Schluss mit der Massentierhaltung“”

  1. Eckard Wendt, AGfaN e.V.

    In der Tat sind es die betroffenen BürgerInnen satt, wenn die ausufernde industrialisierte Tierproduktion ihre Tentakel wie eine Krake in Ihre Nähe bewegt und sie um ihre Gesundheit (Belastung der Abluft mit [multiresistenten] Keimen) fürchten müssen, um ihre Lebensqualität (wer möchte nicht im Sommer im Garten sitzen?) und den Wert ihrer Immobilien.
    Zunehmend machen sich die Menschen im Lande auch Gedanken über das Leben der Tiere und werden gewahr, dass ihnen trotz aller anderslautender Behauptungen der Erzeugerverbände und der Werbung das Leben zur Hölle auf Erden gemacht wird. Im Mist geräumter Geflügelställe werden immer wieder Skelette von krepierten Tieren gefunden, die offensichtlich elendig zugrunde gingen, weil sie in der Masse „Tier“ nicht rechtzeitig entdeckt und getötet wurden. Ja, getötet, denn eine Einzelbehandlung gibt es in der Massentierhaltung nicht, weshalb schwächliche Tiere „euthanasiert“ werden. Und bei „Leistungseinbrüchen“ wenden die Mäster und ihre Hintermänner, die „Integratoren“, aus Angst vor wirtschaftlichen Verlusten sofort die ganze Palette der „Segnungen“ der modernen Pharmazie an … womit sie mitverantwortlich dafür sind, dass immer mehr Medikamente wirkungslos werden.
    Das Problem ließe sich leicht beheben: Die Verbraucher müssten nur einsehen, dass Fleisch von medikamentös gedopten, und fortwährend leidenden Tieren gar nicht gesund sein kann, weder aus der Sicht der Ernährungswissenschaft noch unter dem Gesichtspunkt der Psychohygiene. Also liebe Leute, weigert Euch endlich, Qualprodukte zu essen! Kauft lieber gelegentlich mal Produkte aus Bio-Haltungen oder von Neuland und bezahlt den gerechtfertigten höheren Preis.

  2. Antonietta

    Ein Deutscher isst ungefähr 200 Gramm Fleisch pro Tag. Macht jährlich etwa 80 Kilo Fleisch pro Kopf und rund 6,5 Milliarden Kilo Fleisch für das ganze Land. Eine solche Masse an Fleisch kann man aber nur bereit stellen, wenn man die Tiere in Massen züchtet und im Akkord tötet. Diese Massentierhaltung ist nicht nur furchtbar für die Tiere, sie ist auch schlimm für unsere Umwelt, für das Klima und für die Gerechtigkeit auf der Welt. Es gibt viele gute Gründe, nie mehr Fleisch zu essen. Aber eigentlich reicht schon einer…!


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