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Gründungsinteresse im IHK-Bezirk steigt deutlich

Kassel. Das Gründungsinteresse ist im Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel gestiegen. Die IHK-Mitarbeiter haben im vergangenen Jahr 1410 potenzielle Gründer persönlich beraten. 2010 hatten 1280 Menschen die Servicezentren besucht, um Informationen und Tipps rund um das Thema Selbstständigkeit zu erhalten. „Das Ergebnis ist eine Folge der trotz der Wirtschafts- und Finanzkrise guten Konjunktur in Nordhessen“, erläutert Carsten Heustock, stellvertretender Leiter des Geschäftsbereichs Standortpolitik, Unternehmensförderung und International. „Viele Gründer haben von der guten Auftragslage der Industrie profitiert.“ Die Gründungen aus Arbeitslosigkeit sind nochmals von 440 im Jahr 2010 auf 613 im vergangenen Jahr geklettert. Dabei spielten auch Sondereffekte eine Rolle. Die Möglichkeit, einen Gründungszuschuss der Arbeitsagentur zu erhalten, wurde zum Jahresende stark eingeschränkt.

Ein besonders starkes Anfrageplus verzeichnete das IHK Servicezentrum in Marburg mit 438 persönlichen Beratungsgesprächen (2010: 274). Mehr potenzielle Gründer besuchten ebenso die Servicezentren in Homberg (2011: 146; 2010: 143) und Korbach (2011: 138; 2010: 119). In den weiteren Servicezentren in Bad Hersfeld (2011: 108; 2010: 125), Eschwege (2011: 81; 2010: 94) und Kassel (2011: 464; 2010: 478) stagnierte das Gründungsinteresse auf relativ hohem Niveau. Während der persönlichen Beratungsgespräche klopfen die IHK-Existenzgründungsberater das Gründungsvorhaben intensiv auf Schlüssigkeit ab und geben Tipps zur Finanzierung und Förderung. Darüber hinaus führten die IHK-Mitarbeiter im vergangenen Jahr mit 2752 Menschen persönliche und telefonische Einstiegsgespräche.

Weit vorn lagen 2011 bei den Gründungsberatungen die Branchen sonstige Dienstleistungen (zum Beispiel Pflegedienste, Versicherungsvermittler, Hausmeister) mit 720 (2010: 533) und der Handel mit 296 Gründungen (2010: 328). Die wenigsten Gründungen entfallen auf den Bereich Industrie/Verarbeitendes Gewerbe. Allerdings ist dieser Wert im Vergleich zum Vorjahr 2010 relativ stark gesunken: um 15 Gründungen auf 24.

Für 2012 erwartet Heustock eine Stagnation des Gründungsinteresses im Kammerbezirk. „Der wirtschaftliche Aufschwung eröffnet vielen Menschen eine Perspektive auf Festanstellung, das Interesse an Selbstständigkeit flacht ab, außerdem hat die Arbeitsagentur ihre Förderung zurückgefahren“, erklärt er. Gute Chancen für einen Markterfolg sieht er in den Bereichen Regenerative Energien (Handel und Installation), Gesundheitswirtschaft sowie für innovative technologieorientierte Gründungen. Risiken für die exportorientierte nordhessische Wirtschaft könnte die Staatsschuldenkrise bringen.

Hintergrund:
Von den ersten Schritten über den Businessplan bis zur sozialen Absicherung: Informationen rund um das Thema Existenzgründung erhalten potenzielle Selbstständige unter www.ihk-kassel.de im Bereich „Starthilfe und Unternehmensförderung“ in der Rubrik „Existenzgründung“. Für persönliche Gesprächstermine findet man dort auch die Kontaktdaten der Ansprechpartner in den IHK Servicezentren. In der Rubrik „Veranstaltungen“ gibt es eine Übersicht über die nächsten kostenfreien Informationsveranstaltungen in Kassel, Marburg und den Kreisen. (red)



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