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Ausbildung wird im Kreis weiterhin gefördert

Schwalm-Eder. Auch im Jahr 2012 unterstützt der Schwalm-Eder-Kreis wieder die betriebliche Ausbildung von Jugendlichen durch Zuschüsse. Dies teilt Landrat Frank-Martin Neupärtl mit. Dafür wurde eine neue Richtlinie erlassen, mit der die Ausrichtung des Förderprogramms den veränderten Bedingungen auf dem Ausbildungsmarkt angepasst wird. Die „Richtlinie über die Gewährung von Zuschüssen für die betriebliche Erstausbildung im Schwalm-Eder-Kreis“ gilt für alle im Jahr 2012 neu gestellten Anträge. Gefördert werden Ausbildungsplätze in Betrieben, die 2012 erstmals ausbilden beziehungsweise in Betrieben, die nach einer Pause von sechs Jahren oder mehr wieder ausbilden.

Bis vor einigen Jahren stellte die Suche nach einem Ausbildungsplatz viele Jugendliche aus dem Schwalm-Eder-Kreis vor ernste Probleme: Die Zahl der Schulabgängerinnen und –abgänger war hoch, die Ausbildungsplätze aber knapp. Viele junge Menschen standen vor der Wahl, den Landkreis zu verlassen oder für die Wartezeit auf einen Ausbildungsplatz Übergangsmaßnahmen zu besuchen.

Landrat Frank-Martin Neupärtl erinnert sich: „In dieser Situation wollten wir als Landkreis dazu beitragen, möglichst viele zusätzliche Ausbildungsplätze entstehen zu lassen, um unseren jungen Leuten in ihrer Heimat eine berufliche Zukunft zu geben.“ Deshalb wurde 1996 eine Richtlinie erlassen, auf deren Grundlage Betriebe für bis zu zwei zusätzlich geschaffene Ausbildungsplätze eine Förderung von jeweils 2000 Euro erhalten konnten. „Etwa 950 Ausbildungsplätze konnten wir seitdem auf diesem Weg fördern“, so der Landrat.

„Inzwischen hat sich die Lage auf dem Ausbildungsmarkt aber verändert“, so Neupärtl. Für Jugendliche werde es nach und nach einfacher, eine Ausbildungsstelle zu finden, während die Betriebe zunehmend in Konkurrenz um die besten Schulabgängerinnen und –abgänger träten. Der Landkreis habe daher eine Neuausrichtung der Förderung beschlossen, die diesen Veränderungen Rechnung trage und von allen Partnern mitgetragen wird, u. a. den Kammern, den Agenturen für Arbeit, dem Jobcenter und den Jugendberufshilfeträgern.

Landrat Neupärtl begründet diese Änderung so: „Viele – besonders kleinere – Betriebe haben bisher nicht oder seit vielen Jahren nicht mehr selbst ausgebildet. Für diese Unternehmen ist die Schaffung eines Ausbildungsplatzes eine besondere Herausforderung.“ Deshalb wolle der Landkreis in Zukunft diese Betriebe, die erstmals bzw. erstmals wieder ausbilden wollen, mit einem Zuschuss unterstützen, und sie damit ermuntern, selbst aktiv zu werden, um ihren zukünftigen Fachkräftebedarf zu decken. „Die Schaffung zusätzlicher Ausbildungsstellen in einem Betrieb, der schon bisher ausgebildet hat, ist seit dem 01.01.2012 nicht mehr förderfähig“, macht der Landrat deutlich. Er sei aber zuversichtlich, dass mit der Neuausrichtung der Förderung die duale Ausbildung im Landkreis noch zielgerichteter gestärkt und damit ein wichtiger Beitrag geleistet werde, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken: „Wer in der Region ausbildet, verfügt später hier auch über die erforderlichen Fachkräfte.“ (red)



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