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Hammerwerfen: Hella Böker sichert sich Bronze

Jyväskylä/Melsungen. Bei den 5. Senioren-Hallen- und Winterwurf-Weltmeisterschaften, die am Ostersonntag in Jyväskylä (Finnland) zu Ende gehen, fehlten Hella Böker beim Hammerwerfen der W70 nur vier Zentimeter an der Silbermedaille. Nach ihren drei zweiten Plätzen vergrößerte die MT-Ausnahmeathletin damit ihre Medaillensammlung bei den internationalen Meisterschaften um eine weitere Bronzemedaille.

Der Hammerwurfwettkampf, der nicht die Spannung des Gewichtwerfens hatte, dauerte fast zwei Stunden. Gudrun Mellmann, die bereits das Gewichtwerfen für sich entschieden hatte und als deutsche Winterwurfmeisterin im Hammerwerfen mit einer Jahresbestweite von 34,48 Meter nach Finnland kam, wurde auch in Jyväskylä ihrer Favoritenrolle gerecht. Sie begann mit 30,52  Meter und ließ im zweiten Durchgang 33,35 Meter folgen. Dieser weite Wurf war für die Konkurrenz ein derartiger Schock, dass nicht mehr viel Vernünftiges zustande kam. Die mehrfache Seniorenweltmeisterin hatte ihren Gegnerinnen schon nach zwei Versuchen den Mut genommen. Man hatte das Gefühl, als ob die Konkurrenz wie elektrisiert war. Einzige Ausnahme war die Estin Helvi Erikson.  Sie begann zwar wie Hella Böker mit einem ungültigen Versuch,  erzielte aber im zweiten Durchgang 30,31 Meter.

Als die MT-Sportlerin des Jahres 2011 mit einem ungültigen Wurf ihren Wettkampf begann und Gudrun Mellmann im zweiten Durchgang 33,35 Meter erzielt hatte, bekam man eine Ahnung, die dann von Durchgang zu Durchgang immer mehr Gewissheit wurde.

Die vielseitige Werferin aus Fuldabrück blieb mit ihrem zweiten Wurf nur drei Zentimeter unter der anvisierten 30 Meter-Marke und sicherte sich zunächst Rang drei. Irma Kirchhofs aus Borken, die bei den deutschen Winterwurfmeisterschaften noch 30,22 Meter erzielt hatte, begann mit 26,37 Meter und wurde im zweiten Durchgang mit 28,22 Meter notiert. Das war bis dahin Platz vier. Aber im letzten Versuch des Vorkampfes, bei dem die Estin wieder einen ungültigen Versuch absolvierte und Hella Böker nur auf 29,36 Meter kam, steigerte sich die Finnin Inkeri Falt auf 29,43 Meter und zog damit an Irma Kirchhofs vorbei.

Im Endkampf geschah dann nicht mehr viel.  Während Hella Böker im vierten Durchgang einen ungültigen Wurf zu verzeichnen hatte, verbesserte sich Irma Kirchhofs um einen Zentimeter und stand nun mit 28,23 Metern in der Wettkampfliste, was am Ende Rang fünf bedeutete.  Das Aufbäumen der dreifachen Silbermedaillengewinnerin aus Fuldabrück im fünften Durchgang mit 30,42 Meter führte sie zwar dicht an die Estin Helvi Erikson heran, aber nicht vorbei. So fehlten drei Zentimeter  zur Weitengleichheit, aber die Estin hätte mit ihrem zweitbesten Ergebnis von 30,31 Meter die Nase knapp vorn gehabt.

Dennoch kann Hella Böker mit ihren bisher vier gewonnenen Medaillen zufrieden sein. Am Ostersamstag wird sie noch einmal im Kugelstoßen angreifen und könnte mit einer Leistung über neun Meter noch die fünfte Medaille gewinnen. (ajw)



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