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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 13. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Dr. Bettina Toson präsentiert ihre Doktorarbeit

Homberg. „Es ist uns eine Ehre, Frau Dr. Bettina Toson in Homberg begrüßen zu dürfen“, sagt Bürgermeister Martin Wagner. Bei der ersten Veranstaltung des neu gegründeten Fördervereins „Haus der Reformation Homberg (Efze)“ in der Reformationskirche St. Marien wird Dr. Bettina Toson am 20. Mai ab 18 Uhr ihre Doktorarbeit in einem feierlichen Rahmen vorstellen. Die Doktorarbeit trägt den Titel „Mittelalterliche Hospitäler zwischen Schwalm-Eder-Fulda“. In diesem Werk ist Homberg und insbesondere das Stift St. Georg, das Heilig-Geist-Hospital, die Hospitalfamilie der Bischofs und das Siechenhaus St. Georg auf insgesamt rund 20 Seiten dargestellt.

Hospitäler gehörten in vielen mittelalterlichen Städten zum Stadtgebiet. Doch nicht nur die Gebäude, sondern auch die Stiftungen überdauerten häufig die Jahrhunderte bis heute und sind als Seniorenheime oder Krankenhäuser geläufige Institutionen. Über die Anfänge, die Bewohner, die wirtschaftlichen Grundlagen oder die Funktion der Hospitäler in Kleinstädten ist jedoch wenig bekannt.

„Homberg besonders gut erschlossener Raum“
Eine systematische Untersuchung der nordhessischen Kleinstädte zwischen Schwalm, Eder und Fulda zeigt, dass bereits in diesem kleinen überschaubaren Gebiet sieben Städte vergleichbarer Größe neun sehr unterschiedliche Hospitäler beherbergen, die verschiedene Konzepte der Armen- und Krankenfürsorge aufweisen. „Homberg nimmt hier einen besonders gut erschlossenen Raum ein“, sagt Dr. Dirk Richhardt.

Die Veranstaltung gibt einen anschaulichen Einblick in die Geschichte der Hospitäler, untersucht die unterschiedlichen Konzepte und ihre Realisierung und zeigt neue Aspekte der Hospitalforschung auf. Hospitäler als soziale Einrichtungen erfahren während und nach der Reformation eine neue Ausrichtung. Was liegt da näher als die Präsentation ihrer Doktorarbeit in der Homberger Reformations- und Stadtkirche stattfinden zu lassen. Ist sie doch der historische Ausgangsort der Reformation für Hessen und somit die Reformation der Grund dafür, dass es Hospitäler und Siechenhäuser überhaupt gegeben hat und heute Krankenhäuser in Hessen gibt.

Der Förderverein „Haus der Reformation Homberg (Efze)“ beginnt damit sein Programm, in Kooperation mit dem Hessischen Staatsarchiv Marburg, der Historischen Kommission, dem Landesamt für Geschichtliche Landeskunde Marburg, dem Verein für hessische Geschichte und Landeskunde, Kassel 1834 e.V., der hessischen Kirchengeschichtlichen Vereinigung, der Evangelischen Kirchengemeinde Homberg und der Stadt Homberg (Efze), um die Bandbreite der Reformationsthemen einem breiten Publikum vorzustellen. Die Veranstaltung ist für alle Gäste kostenlos. Begleitend wird eine Auswahl wichtiger Archivalien und Publikationen zum Thema präsentiert.

An diesem Abend wird nach der Begrüßung durch Bürgermeister Martin Wagner der Vorsitzende des Fördervereins „Haus der Reformation Homberg (Efze)“, Prof. Dr. Jürgen Schulz-Grobert ein Grusswort sprechen. Ihm folgt der leitende Direktor des Hessischen Staatsarchivs, Dr. Andreas Hedwig. Ein Kurzreferat des designierten Geschäftsführers des Fördervereins „Haus der Reformation Homberg (Efze)“, Dr. Dirk Richhardt über „Die Bedeutung der Hospitäler“ führt in das eigentliche historische Thema des Abends ein.

Gegen 18.30 Uhr präsentiert Dr. Bettina Toson ihre Promotionsarbeit und referiert über „Die Bedeutung des Homberger Hospitals“. Mittendrin und zum Abschluss der Veranstaltung werden Christin Hempeler (Oboe) und Johannes Schwietering (Orgel) musizieren und bei einem Umtrunk besteht die Möglichkeit zum Gespräch und zur Besichtigung einer kleinen Ausstellung des Hessischen Staatsarchivs und des Homberger Stadtarchivs. (Uwe Dittmer/Dr. Dirk Richhardt)



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