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Nordhessens Leichtathleten küren ihre Meister

Kassel/Melsungen. Am Sonntag werden bei den nordhessischen Titelkämpfen der Leichtathleten im Kasseler Auestadion die Meister in den Lauf- und Sprungwettbewerben  ermittelt. Diese Meisterschaften sind auch eine Chance, sich für die kommenden Landesmeisterschaften zu empfehlen und zu qualifizieren. Darin liegt auch ein Reiz dieser Titelkämpfe. Wer bringt sich ins Blickfeld? Wer erhärtet seine Position und wird Nordhessenmeister oder landet zumindest auf einen Medaillenrang? Den Wert dieser Meisterschaften, die für manche Athleten noch zu früh kommen, macht sicherlich auch wieder eine reizvolle Mischung von Bestätigung für die schon bekannten Erkenntnisse und das Erlebnis der nicht erwarteten Überraschungen aus.

Auf den ersten Blick sieht es so aus, als sei der  Kreis der Melsunger Athleten, die für höhere Aufgaben in Frage kommen, bereits erfasst und man brauche nur noch die Bestätigung der Leistungsfähigkeit abzurufen. Das aber könnte in dem einen oder anderen Fall auch ganz anders aussehen. Die Würze liegt eben auch in der Möglichkeit, dass sich bislang bekannte Positionen und Rangfolgen auch verändern können.

Bereits um 11 Uhr ermitteln die besten Weitspringer der U18 ihren Nordhessenmeister. Klarer Favorit in diesem Wettbewerb ist Moritz Lampe aus Geismar, der sich bereits im Februar bei den Hallenmeisterschaften in Bad Sooden-Allendorf mit  6,17 Meter vor Lewin Oziegbe aus Vellmar (6,12 Meter) durchsetzen konnte. Auch Artur Matvievskij aus Treysa, in der Halle mit 5,78 Meter auf Rang vier, ist ein ernster Anwärter auf eine Medaille. Die Melsunger Turngemeinde schickt vier Springer in diesen mit Spannung erwarteten Wettkampf. Während Henri Alter in Friedberg mit 5,98 Meter ein Signal gab und nur um zwei Zentimeter die B-Norm für die Landesmeisterschaften verpasste, starten Tobias Stang und Jan Ullrich mit diesem Wettkampf in die Weitsprungsaison 2012.

Die möglichen Medaillengewinner:
Lampe (Geismar), Oziegbe (Vellmar),  Alter (Melsungen)

Um 12.15 Uhr findet der 400 Meter-Hürdenlauf der weiblichen Jugend U18 statt. Nora Eisenberg (SSC Bad Sooden-Allendorf) führt die Liste der gemeldete Teilnehmerinnen mit 69,09 Sekunden vor Karolin Siebert (69,13 Sekunden) knapp an.  Auch Janina Wolf (SSC Bad Sooden-Allendorf) und auch Lena Menke (LG Reinhardswald) haben ebenfalls berechtigte Hoffnungen beim Kampf um die Meisterschaft mit einzugreifen.  Aber Karolin Siebert ist eine Läuferin, die bisher mit viel Reserven lief und immer zum Schluss durch einen starken Spurt auf guten Zeiten sowohl über 300 als auch über 400 Meter Hürden kam. Allein von ihren läuferischen Möglichkeiten her ist da noch ein Spielraum zum Bereich unter 69 Sekunden drin. Als Qualifikation für die Süddeutschen Meisterschaften im August in Wetzlar wird eine Zeit von 70,00 Sekunden und schneller gefordert.

Die möglichen Medaillengewinner:
Siebert (Melsungen), Eisenberg und Wolf (beide SSC Bad Sooden-Allendorf)

Unmittelbar nach diesem Meisterschaftslauf werden sich aus drei Vorläufen die acht schnellsten Jugendlichen der U18 für das Finale herauskristallisieren. In diesem Wettbewerb sieht es nicht danach aus, als sei eine Überraschung überhaupt möglich. Dafür ist die derzeitige Position von Marius Rode (LG Alheimer Rotenburg) zu sehr gefestigt. Mit 11,31 Sekunden hat er mehr als eine halbe Sekunde Vorsprung vor Lewin Oziegbe.  Um die Bronzemedaille werden sich sicherlich Moritz Lampe (Geismar) und Nils Bachmann (Spangenberg) ein Duell liefern. Für die Melsunger Sprinter wäre es schon ein Erfolg, wenn sie das Finale erreichen würden. Jan Ullrich und Tobias Stang, die ihre Sprintfähigkeit beim Abendsportfest in Eschwege bereits unter Beweis gestellt hatten, müssen aber auf der Hut vor Henri Alter sein, der nach seinen 12,44 Sekunden ebenfalls einen Finalplatz anstrebt.

Die möglichen Medaillengewinner:
Rode (LG Alheimer), Oziegbe (Vellmar), Lampe (Geismar)

Im Dreisprung scheint Henri Alter konkurrenzlos zu sein.  Wenn alles glatt läuft, dürfte der junge „Himmelsstürmer“ nicht nur seinen Titel verteidigen, sondern auch die Qualifikationsleistungen für die hessischen Titelkämpfe in Friedberg (11,80 Meter) sowie für die Süddeutschen Meisterschaften in Wetzlar (12,00 Meter) um mehr als einen Meter übertreffen. Der hessische Jugend-Hallenmeister und Zweiter der Süddeutschen Meisterschaften peilt in Kassel neue persönliche Bestmarke an. Mit gebührenden Abstand werden die übrigen Dreispringer um die Plätze kämpfen. Am ehesten käme Tobias Stang, der zweite Melsunger Vertreter, in Frage. Er  ist ebenfalls in der Lage, die Norm für die Landesmeisterschaften zu erreichen und sollte den ein Jahr jüngeren Eike Kratzsch aus Wolfhagen bezwingen können.

Die möglichen Medaillengewinner:
Alter, Stang (beide Melsungen, Kratzsch (Wolfhagen)

Noch während der Dreisprung läuft,  küren die Jugendlichen der W U20 ihre Nordhessenmeisterin über 100 Meter.  Ohne die nordhessische Sprinthoffnung Theresa Schacht (LG Reinhardswald) werden Kira Werner und Alena Lüders aus Baunatal die Meisterin ermitteln. Vielleicht kann Celine Kühnert (MT Melsungen) noch Jana Kratzsch (Wolfhagen), die mit 13,70 Sekunden in der Meldeliste steht, im Ziel noch abfangen, denn die amtierende hessische Jugendmeisterin im Dreisprung, lief letztes Wochenende in Friedberg 13,69 Sekunden. Auch Victoria Mand (MT Melsungen) ist in der Lage die 100 Meter unter 14 Sekunden zurückzulegen und kann sich damit einen Platz unter den besten Sechs erlaufen.

Die möglichen Medaillengewinner:
Werner, Lüders (beide Baunatal), Kühnert (Melsungen)

Bei den Melsunger Mädchen der U18 ist die Lage etwa so wie bei den Jungen. Charlotte Bomert (Vellmar) und Nadja Strege (LG Reinhardswald) wurden mit Zeiten unter 13 Sekunden gemeldet. Bei den Hallenmeisterschaften konnte Nadja Strege die Jugendliche aus Vellmar um einen Wimpernschlag besiegen. Dritte wurde damals Jana Helfrich, die in Kassel mit Selina Pohl (ebenfalls Baunatal) den dritten Platz auslaufen möchten. Aber welche Rolle spielt Julia Krug, die überragende Dreispringerin des Hessischen Leichtathletik-Verbandes in der U18?Katharina Wagner, die in diesem Jahr aus gesundheitlichen Gründen nur einen Hallenwettkampf absolvieren konnte, dürfte sich mit ihren Trainingspartnerinnen Stefanie Klein und Marie Wagner um den Einzug in das Finale einen interessanten Lauf liefern.  Vielleicht schaffen alle drei Melsunger Jugendliche den Einzug in das Finale.

Die möglichen Medaillengewinner:
Strege (Reinhardswald), Bomert (Vellmar), Krug (Reinhardswald)

Im 100Meter-Finale der Frauen wäre es ein Erfolg für Lisa Arend, die am Wochenende Nordhessenmeisterin im Kugelstoßen werden konnte, auf Rang sechs mit einer Zeit um 13,80 Sekunden ins Ziel zu kommen.

Die möglichen Medaillengewinner:
Spengler (BSA), Mackewitz (Reinhardswald), Ruckert (Rosenthal)

Sprintstaffeln haben in der Melsunger Turngemeinde Tradition. Im Vorjahr sicherten sich Tobias Stang, Henri Alter, Tobias Ludwig und Robin Kästner mit 49,32 Sekunden den Titel. In diesem Jahr versuchen Tobias Stang, Henri Alter, Jan Ullrich und Raphael Strube diesen Titel zu verteidigen. Sollte dieses Quartett unter 48 Sekunden bleiben, hätten sich diese Vier für die Süddeutschen Meisterschaften qualifiziert.

Bei der weiblichen Jugend wird ein spannender Zweikampf zwischen der Startgemeinschaft Hessen Nord und der MT 1861 Melsungen erwartet. 2010 schaffte das Melsunger  Staffel-Quartett 54,00 Sekunden,  im Vorjahr lief die StG Hessen-Nord 54,69 Sekunden.

Die Melsunger Mädchen laufen mit Katharina Wagner, Stefanie Klein, Marie Wagner und haben zum Schluss noch Karolin Siebert zur Stelle, die noch die Kastanien aus dem Feuer holen könnte, wenn der Rückstand nicht all zu groß ist. Um sich für die süddeutschen Meisterschaften zu qualifizieren, müsste eine Zeit unter 54 Sekunden gelaufen werden.

Um 15.30 Uhr stellt sich die Frage, ob Marie Wagner, die sich bereits für die süddeutschen Meisterschaften über 800 Meter qualifiziert hat, die Gelegenheit beim Schopfe packt und sich den Titel über 800 Meter holt. Beim Abendsportfest in Baunatal konnte ihr Madita Alter nur 200 Meter lang folgen und musste dann die Jugendliche aus Gensungen davon ziehen lassen.  Ramona Mertens aus Twiste könnte mit ihrer Vorleistung auf Rang drei einlaufen.

Die möglichen Medaillengewinner:
Wagner (Melsungen), Alter (Baunatal) und Mertens (Twiste)

Gelingt im Weitsprung der U20 Celine Kühnert der erwartete 5Meter-Sprung? Schon häufig kam sie bis auf wenige Zentimeter an diese begehrte Marke heran, aber es gelang ihr bisher nur einmal in der Halle, ein Ergebnis von 5,00 Meter zu erzielen.  Bei etwas Glück, könnte die Siebzehnjährige um Rang drei mitspringen.

Die möglichen Medaillengewinner:
Strieder (Vellmar), Wetzel (Friedrichstein), Höhne (Geismar)

Um 16 Uhr wird der 200 Meter-Lauf mit Tobias Stang gestartet. Der Malsfelder könnte mit einer Zeit unter 25 Sekunden hinter Marius Rode gegen Nils Bachmann (Spangenberg) und Daniel Malychin (Treysa) um eine Medaille laufen.

Die möglichen Medaillengewinner:
Rode (Rotenburg), Stang (Melsungen), Bachmann (Spangenberg)

Unmittelbar danach möchte Roland Wex im 200Meter-Lauf der Senioren seine Bestzeit in der M70 von 37,45 Sekunden, die er bei den hessischen Hallenmeisterschaften lief, verbessern und sich der Qualifikationszeit für die deutschen Seniorenmeisterschaften in Erfurt nähern.

Der Weitsprung der U18 dürfte eine klare Angelegenheit für Carolin Klupsch aus Vellmar werden. Sie hatte bereits bei den Hallenmeisterschaften mit 5,44 Meter die Nase vorne hatte und führt auch die aktuelle Landesbestenliste mit 5,31 Meter an. Nur sechs Zentimeter weniger sprang ihre Trainingspartnerin Charlotte Bomert. Nadja Strege von der LG Reinhardswald könnte sich wie bei den Hallenmeisterschaften zwischen diese beiden Jugendlichen schieben. Für Katharina Wagner, die als Kreis-Hallenmeisterin 4,78 Meter erzielte, wäre es wie auch für Stefanie Klein ein Erfolg, das Finale der besten acht Springerinnen zu erreichen.

Die möglichen Medaillengewinner:
Klupsch, Bomert (beide Vellmar) Strege (Reinhardswald)

Punkt 17 Uhr wird das Finale über 400 Meter für die weibliche Jugend der U18 gestartet. Es kommt bei diesem Lauf darauf an, wie Nora Eisenberg und Karolin Siebert den 400 Meter-Hürdenendlauf überstanden haben. Von Karolin Siebert weiß man, dass sie nicht mit ihrer Klasse reizt, wenn es darauf ankommt. Vielleicht unterbietet sie auch die Qualifikationszeit von 61 Sekunden, die für die Teilnahme an den Süddeutschen Meisterschaften verlangt wird.  Mit einer solchen Leistung müsste sie dieses Finale gewinnen, auch weil die beiden HLV-Kader-Athletinnen über diese Strecke,  Judit Entzeroth (Spangenberg) und Nadja Strege (Espenau) aus unterschiedlichen Gründen nicht gemeldet haben.

Stefanie Klein, die letztes Wochenende in Friedberg mit einer 66er Zeit ihren ersten 400 Meter-Lauf absolvierte, wäre zu wünschen, dass sie eine schnellere Stadionrunde zurücklegt und damit vielleicht sogar vor Eva Peter aus Wolfhagen als Dritte ins Ziel kommt.

Die möglichen Medaillengewinner:
Siebert (Melsungen) Eisenberg (BSA), Klein (Melsungen)

Fast am Ende dieser Meisterschaften wird der Dreisprungwettbewerb der weiblichen  Jugend A ausgetragen. Malin Britzke (Vellmar), die vor einer Woche sich mit 11,22 Meter an die Spitze der hessischen Bestenliste setzte, hat mit dieser Leistung ihre Favoritenrolle zu erkennen gegeben. Lisa Strieder, das große Talent von der LG Eder ist sicherlich auch in der Lage, eine solche Leistung zu erbringen, so dass „Gold“ und „Silber“ für Celine Kühnert in weite Ferne gerückt ist. Die amtierende hessische B-Jugendmeisterin wird sich mit Lisa Klingbeil aus Wolfhagen um Rang drei duellieren. Aber vielleicht ist Celine für eine Überraschung gut?  Die Norm für die Landesmeisterschaften, die bei 10,20 Meter liegt, sollte sie auf jeden Fall erreichen.

Die möglichen Medaillengewinner:
Strieder (LG Eder), Brietzke (Vellmar), Kühnert (Melsungen)

Als letzter Wettbewerb findet der Hochsprung statt. Sebastian Ludwig, der bei den Kreis-Hallenmeisterschaften in Melsungen bereits 1,70 Meter überspringen konnte, wird im Auestadion versuchen, die Höhe noch einmal zu meistern und damit die „Quali“ für die Landesmeisterschaften zu erzielen.

In Kassel wird vieles in Bewegung kommen und auch hier und da durchaus neue Perspektiven eröffnen. Es gibt viele Fragen und am Sonntag auch viele Antworten. (ajw)



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