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1.400 Menschen bei Warnstreiks in Nordhessen

Nordhessen/Kassel. Enttäuschte und wütende Beschäftigte haben am Donnerstagvormittag mit einem erneuten Warnstreik im Industriegebiet Mittelfeld in Kassel gegen die Blockadehaltung der Arbeitgeber protestiert. „Es gab bei den Verhandlungen am Mittwoch überhaupt kein Entgegenkommen der Arbeitgeber“, berichtete der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Nordhessen, Oliver Dietzel, den rund 900 Teilnehmern des Warnstreiks. Die quittierten das Verhalten der Arbeitgeber mit Buh- und Pfui-Rufen. „Wir wollen bis zum 15. Mai ein Ergebnis zur unbefristeten Übernahme der Ausgebildeten und der Mitbestimmung beim Einsatz von Leiharbeit“, sagte Dietzel. „Sonst stehen die Zeichen auf Streik“, rief er – und erntete heftigen Applaus.

„Arbeitgeber haben sich ideologisch eingemauert“
Für die andauernde Verweigerungshaltung der Arbeitgeber fehlt Dietzel jedes Verständnis. „Wir haben jetzt 35 Verhandlungsrunden gedreht, die wissen schon seit Februar, was wir wollen“, sagte er. „Sie haben die guten Gewinne, sie brauchen die Azubis – unsere Forderungen sind nach allen Regeln der Vernunft aufgestellt worden“. Die Arbeitgeber aber hätten sich „ideologisch eingemauert“. Die IG Metall sei bereit, für ihre Forderungen notfalls auch einen Arbeitskampf zu führen. Das unterstrich bei der Kundgebung auf der Holländischen Straße auch der Betriebsratsvorsitzende von Bombardier, Dennis Schäffer. „Wir sollen nur die Krümel vom großen Kuchen der Gewinne abbekommen – das werden wir nicht mitmachen!“, rief er. Insgesamt legten am Donnerstag 1.400 Beschäftigte der nordhessischen Metall- und Elektroindustrie die Arbeit im Rahmen von Warnstreiks nieder, darunter 110 bei Präwema in Eschwege.

  Aktionstag am 15. Mai in Kassel
Für die hessische Metall- und Elektroindustrie gibt es keinen weiteren Verhandlungstermin. Allerdings wird am 15. Mai noch einmal für das Tarifgebiet Baden-Württemberg verhandelt. Sollte es dort zu einer Einigung kommen, hätte das womöglich Pilotcharakter. „Deshalb werden wir an diesem Tag in Kassel zu einem Warnstreik mit mehreren tausend Teilnehmern aufrufen“, kündigte Dietzel an. Die nordhessischen Arbeitnehmer seien zwar nicht streitlustig. „Aber wenn es darauf ankommt, dann wird auf die Warnstreiks ein echter Arbeitskampf folgen“, sagte Dietzel. (red)



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