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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Gefahrgutübung mit über 300 Einsatzkräften

Borken-Nassenerfurth. Die Einsatzkräfte von Feuerwehren und Rettungsdiensten aus dem Schwalm-Eder-Kreis kämpften am 5. Mai bei einer groß angelegten Alarmierungsübung nicht nur gegen das vorgegebene Szenario, sondern auch gegen das Wetter. Am Ende hatten die Männer und Frauen alles abgearbeitet und waren nass bis auf die Haut. Es war eine sehr nasse Angelegenheit in Nassenerfurth. Vielleicht wäre es besser gewesen, die Übung in Trockenerfurth anlaufen zu lassen. Ausgearbeitet wurde die Übung von Uwe Wunsch, Sachbearbeiter Katastrophenschutz beim Schwalm-Eder-Kreis. Dabei wurde ein Unfall mit einem Lastwagen angenommen, der Gefahrgut geladen hatte. Im Einmündungsbereich einer Nebenstraße stieß er mit einem Pkw zusammen. Ein Insasse wurde unter dem brennenden Wagen eingeklemmt, ein anderer aus dem Fahrzeug geschleudert. Bei dem Lkw wurde der Fahrer in der Kabine eingeklemmt. Durch den Zusammenprall wurden Behälter mit chemischen und gesundheitsgefährdenden Mitteln freigesetzt. Eine Reisegruppe mit einem Bus war als erste an der Unfallstelle und leistete Erste Hilfe. Durch die Chemikalien wurden neben den Fahrzeuginsassen auch die Menschen aus dem Bus kontaminiert. Sie klagten über Augen-, Haut- und Atemwegsreizungen.

Nachalarmierungen notwendig
Um 14.17 Uhr alarmierte die Leitstelle in Homberg zunächst die Freiwillige Feuerwehr aus dem Borkener Stadtteil Nassenerfurth. Als die Brandschützer merkten, dass es mehr als nur ein normaler Verkehrsunfall ist, wurden weitere Kräfte aus Borken, Homberg, Schwalmstadt, Felsberg, Morschen und Alsfeld nachalarmiert. Nach und nach trafen die Feuerwehren an der Einsatzstelle ein, dazu ein Großaufgebot an Rettungsfahrzeugen und Notärzten aus dem gesamten Schwalm-Eder-Kreis.

   Da der Verkehr zunächst noch an der Übungsstelle vorbei lief, mussten Feuerwehrleute den Verkehr umleiten. Am Rand des Geschehens waren über ein Dutzend Übungsbeobachter dabei alles akribisch zu notieren, was auffällig war. Dazu gehörten unter anderem der stellvertretende Kreisbrandinspektor Robert Pfalzgraf, der Erste Kreisbeigeordnete Winfried Becker als oberster Dienstherr der Einsatzkräfte sowie der Ärztliche Leiter Rettungsdienst, Dr. Lotz. Wie Robert Pfalzgraf nach gut einer Stunde sagte, seien nur ganz wenige Leute über die Einsatzübung informiert worden.

    Gute Arbeit
Das Zusammenspiel der einzelnen Einsatzabteilungen der Feuerwehren mit den Rettungsdiensten habe gut funktioniert. Erstmals, so Pfalzgraf, wurde der reguläre Rettungsdienst mit in die Übung einbezogen. Bei theoretischen Schulungen wurden die Themenfelder bereits durchgenommen, jetzt folgte der praktische Teil.

Das Szenario rief den Unfall bei einer Firma im Homberger Industriegebiet vom Vorjahr in Erinnerung. Was hier im Einsatz war, entsprach auch in etwa den Teilnehmern beim reellen Einsatz in Homberg.

Wichtig sei bei Gefahrgutunfällen für die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst die sogenannte GAMS-Regel. G wie Gefahr erkennen und entsprechend abarbeiten, A wie absperren, M wie Menschenrettung und S wie Spezialeinheiten anfordern, ergänzte Robert Pfalzgraf.

Am Ende der Übung trafen sich die Einsatzkräfte und Beobachter zu einer kurzen Nachbesprechung mit Essen und wärmenden Getränken im Dorfgemeinschaftshaus in Zimmersrode. Die große Manöverkritik gibt es dann mit den Führungskräften und allen Beobachtern zu einem späteren Zeitpunkt. (Peter Zerhau)



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