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Alter und Siebert dominierten bei Kreismeisterschaften

Neukirchen/Melsungen. Neukirchen bleibt weiterhin eine gute Adresse für die Leichtathleten aus Nordhessen, denn wiederum gab es für die Athleten aus dem Schwalm-Eder-Kreis und der angrenzenden Region im herrlich gelegenen Steinwaldstadion hervorragende Leistungen. Viele Athleten nutzten dieses Abendsportfest, um sich für die in zehn Tagen stattfindenden Landes-Jugendmeisterschaften zu empfehlen. Die Güte der schnellen Bahn bewiesen vor allem die Sprinter und Hürdenläufer, aber auch die horizontalen und vertikalen Sprünge waren wie immer ein Leckerbissen in Neukirchen.

Zum Auftakt der Veranstaltung boten die beiden U18-Athleten Henri Alter und Sebastian Ludwig (beide MT Melsungen) im Hochsprung eine lobenswerte Vorstellung. Die 16-Jährigen hatten an diesem Abend nur ein Ziel vor Augen: Während Sebastian Ludwig seine letzte Chance nutzen wollte, um sich mit 1,70 Meter noch für die Landesjugendmeisterschaften zu qualifizieren, versuchte Henri Alter mit maximal fünf Sprüngen seine persönliche Bestleistung weiter in die Höhe zu treiben. Als bei einer Höhe von 1,65 Meter die Konkurrenz nicht mehr im Wettkampf war, stiegen beide in den Wettbewerb ein und übersprangen diese Höhe im ersten Versuch. Bei 1,70 Meter hatten beide einen Fehlversuch, aber im zweiten Durchgang blieb die Latte liegen. Sebastian Ludwig hatte somit sein Ziel erreicht und konnte damit als letzter Hochspringer auf den Zug für die hessischen Jugendmeisterschaften aufspringen. Während Henri Alter die 1,73 Meter locker meisterte, scheiterte Sebastian Ludwig dreimal an dieser Höhe. Die Latte wurde auf 1,77 Meter gelegt und erneut lieferte der sprungkräftige Melsunger Gymnasiast eine einwandfreie Leistung ab. Mit seinem fünften Sprung an diesem Abend gab es eine neue persönliche Bestleistung, die ihn in der aktuellen HLV-Bestenliste auf Platz sechs brachte. Auf weitere Sprünge verzichtete er, um die Spannung für den nächsten Wettkampf zu halten.

Im Weitsprung der U18 wollte Henri Alter, der in diesem Jahr schon auf 5,98 Meter geflogen war, die Norm von 6,00 Meter erreichen, um wie sein Trainingspartner Tobias Stang auch im Weitsprung vertreten zu sein. Aber zum  einen hatten die Springer stets den Wind gegen sich, zum anderen kam man mit der Anlage nicht zurecht. So musste sich Henri Alter, der fast bei jeden Sprung 20 Zenitmeter verschenkte, am Ende mit 5,86 Meter zufrieden geben. Sebastian Ludwig, der wenige Tage zuvor noch 5,74 Meter gesprungen war, blieb mit 5,33 Meter ebenfalls weit hinter den Erwartungen zurück.

Bei den gleichzeitig stattfindenden Kreismeisterschaften im Dreisprung demonstrierte der vielseitige Alter seine vorzügliche Sprungkraftfähigkeit. Je länger der Wettkampf dauerte, umso besser kam er in Schwung und landete mit seinem letzten Versuch bei 12,95 Meter. Trotz Gegenwind verbesserte er seine Jahresbestleistung um 17 Zentimeter. Mit einer Weite um 13 Meter kann er  nächste Woche dem Favoriten Felix Repp aus Langgöns einen spannenden Kampf um die Goldmedaille liefern. Sebastian Ludwig belegte mit 11,75 Meter den zweiten Platz und sicherte sich mit seinem Sieg in 17,5 Sekunden die Kreismeisterschaft über 110 Meter Hürden. Henri Alter setzte sich auch ohne zufriedenstellende Technik im Kugelstoßen mit 11,85 Meter durch.

Auch bei der weiblichen Jugend gab es hervorragend Leistungen. In der U20 demonstrierte die 17-jährige Celine Kühnert im Weitsprung mit 4,87 Meter  bei einem Gegenwind von 0,6 Meter pro Sekunde ihre derzeit gute Form. Nachdem sie vorher die  100 Meter in 13,7 Sekunden zurückgelegt hatte, lieferte sie auch im Dreisprung als Kreismeisterin eine konstante Serie ab und wurde mit der Jahresbestweite von 10,77 Meter belohnt. „Eine solche Leistung sollte für einen Finalplatz bei den Landesmeisterschaften der Frauen ausreichen, aber Celine ist heute schon in der Lage über elf Meter zu springen“, sagte Alwin J. Wagner.

Es war eine Demonstration der Stärke, als bei den Kreismeisterschaften über 400 Meter Hürden die Melsunger Troika mit Karolin Siebert, Marie Wagner und Stefanie Klein den Titel unter sich ausmachten.  Auch wenn sich Karolin Siebert am Ende mit 66,5 Sekunden klar durchsetzen konnte, war dieses Rennen spannend. Mit langgezogenen Schritten, aber immer noch viel zu hoch über den Hürden, beeindruckte die neue Kreismeisterin, denn bereits nach der Hälfte der Strecke hatte sie die eine Bahn vor ihr laufende Marie Wagner eingeholt. Die Jugendliche aus Gensungen und Stefanie Klein bestritten ihr erstes Hürdenrennen, und beide machten ihre Sache großartig. Obwohl Marie Wagner in der Kurve einige Meter mehr als Karolin Siebert laufen musste,  ließ sie den Abstand zu ihrer Trainingspartnerin nicht größer werden. Auf der Zielgeraden hatte man sogar den Eindruck, dass sich der Abstand verkleinern würde. Nach 66,5 Sekunden erreichte Karolin Siebert das Ziel und erfüllte damit zum zweiten Mal die Norm für die deutschen Jugendmeisterschaften. Marie Wagner mobilisierte auf den letzten 100 Meter noch einmal alle Kräfte und lief nach guten 68,3 Sekunden ins Ziel.  Damit unterbot die 15-Jährige die Qualifikationsnorm für die U20-Meisterschaften des Hessischen Landesverbandes um fast zwei Sekunden und darf sich nun berechtigte Hoffnungen auf einen Finalplatz bei der U18-Meisterschaft in Friedberg machen.

„Ich wollte heute die letzte Chance nutzen und mich für die HLV-Titelkämpfe qualifzieren“, sagte sie nach dem Rennen und wird neben dem 800 Meter-Lauf auch über 400 Meter Hürden an den Start gehen. Stefanie Klein konnte bis zur Hälfte der Strecke sehr gut mithalten und wurde nach 200 Meter mit  34,1 Sekunden gestoppt. Allerdings fehlte ihr auf dem letzen Viertel der Strecke die Kraft und auch das Stehvermögen, so dass sie auf den letzten 100 Meter fast vier Sekunden gegen Marie Wagner verlor.  Mit 73,4 Sekunden verfehlte Stefanie Klein die B-Norm nur um 0,9 Sekunden.

Die Sprints der U18 verliefen mit und ohne Hürden für die Athletinnen der MT 1861 Melsungen sehr vielversprechend.  Bereits zum Auftakt wurde Karolin Siebert über 100 Meter Hürden mit 16,5 Sekunden gestoppt. Sie zog dabei Marie Wagner zur persönlichen Bestzeit von 17,2 Sekunden mit. Auch Katharina Wagner kommt immer besser in Fahrt und demonstrierte in Neukirchen eindrucksvoll ihre Beschleunigungsfähigkeit. Nach ihren 13,55 Sekunden von den nordhessischen Meisterschaften in Kassel verbesserte sie sich bei leichtem Rückenwind auf 13,0 Sekunden und löste Margarete Puhl (TSV Altmorschen) wieder von der Spitze der Kreisbestenliste ab. Stefanie Klein steigerte sich als Zweite in diesem Lauf auf 13,5 Sekunden, so dass die MT Melsungen in der U18 über ein starkes Staffel-Quartett über 4×100 Meter verfügt, das bei den Landesmeisterschaften berechtigte Aussichten hat, das Finale der sechs besten Vereine Hessens zu erreichen.

Über 200 Meter merkte man der früheren hessischen Schülermeisterin ihren Trainingsrückstand an, denn auf dem zweiten Teil der Strecke verlor sie fast zwei Sekunden gegenüber den ersten 100 Metern und belegte hinter Sophie Bauer (Tuspo Borken) mit 28,0 Sekunden den zweiten Platz.  Im Weitsprung war wegen der ungünstigen Windverhältnisse nicht viel mehr als 4,90 Meter möglich.

„Ich habe Kraft für elf Meter, doch mit der Technik klappt es noch nicht wie gewünscht“, so Victoria Mand, die mit 9,98  Meter nur um zwei Zentimeter die anvisierten 10 Meter-Marke verpasste.  Besser machte es Lisa Arend, die derzeit in Nordhessen bei den Frauen das Geschehen im Kugelstoßen bestimmt. Nach ihrem überraschenden Sieg bei den nordhessischen Meisterschaften, wo sie mit 10,07 Meter zum ersten Mal über die 10 Meter-Marke kam, steigerte sie sich zwei Wochen später beim nationalen Kugelstoß-Meeting in Melsungen auf 10,12 Meter. Nachdem sie vorher die 100 Meter in 13,8 Sekunden gesprintet war, verbesserte sie sich in Neukirchen – aus dem Stand stoßend –  auf eindrucksvolle 10,47 Meter.

Die unverwüstliche Hella Böker überzeugte in Neukirchen erneut. Im Kugelstoßen der W70 erreichte sie 9,12 Meter und deutete mit guten 26,50 Meter im Diskuswerfen an, dass sie für die Senioren- Landesmeisterschaften, die am 16. Juni in Rüsselsheim ausgetragen werden, bestens gerüstet ist. (ajw)



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