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Landestitelkämpfe: Karolin Siebert und Marie Wagner starten mit Endkampfchancen

Bad Homburg/Melsungen. Nach dem erfolgreichen Abschneiden der Melsunger Leichtathleten bei den Landesmeisterschaften der U18 in Friedberg, blicken die Freunde der Leichtathletik an diesem Wochenende nach Bad Homburg, wo die Landestitelkämpfe für die U20 ausgetragen werden. Nach der Absage von Celine Kühnert, starten mit Karolin Siebert und Marie Wagner zwei MT-Aushängeschilder, die vor einer Woche in Friedberg ihre großartige Form mit zweimal Gold und zweimal Silber unter Beweis stellten. Bei den Meisterschaften der U20, wo die beiden 15-Jährigen mit Abstand zu den jüngsten Teilnehmerinnen gehören, zählt sowohl über 400 Meter als auch über 400 Meter Hürden nicht nur die gute körperliche Verfassung, sondern vor allem auch die nervliche Substanz, denn niemand von den favorisierten Teilnehmern hat schon von vornherein die Medaille sicher in den Händen.

Am Samstag um 15.40 Uhr wird die Landesmeisterin der U20  über 400 Meter ermittelt. Den letzten Anstoß, ihre Favoritenposition für Bad Homburg weiter zu festigen, gab die 18-jährige Lara Demes von der LG Seligenstadt am 26. Mai in Weinheim mit ihrer Glanzzeit von 56,84 Sekunden. So wie sie dort lief lässt sich ohne Prophetengabe voraussagen, dass sie bei der Siegerehrung nach dem 400 Meter-Finale auf dem obersten Treppchen stehen wird. Was aber kommt dahinter? Nach dem gültigen Leistungsstandard müsste man die Begrenzung für die Medaillen auf  eine Zeit unter 59 Sekunden festsetzen. Dies ist natürlich eine fließende Grenze, die nicht auf die Zehntelsekunde und schon gar nicht auf die Hundertstelsekunde festzulegen ist. Wohin aber die Reise im 400 Meter-Lauf der U20 geht, kann man an den gemeldeten Zeiten der jungen Viertelmeilerinnen ablesen. Es könnte sein, dass man die Vize-Meisterin als  Glückliche bezeichnen wird, weil die Unterschiede im Ziel zwischen dem zweiten und dem sechsten Platz nur wenige Zehntelsekunden betragen. Veronika Finke von der TSG Oberursel, die im Vorjahr bereits unter 59 Sekunden lief, hat die besten Aussichten auf die Silbermedaille.  Mit 59,21 Sekunden nimmt sie in der aktuellen HLV-Bestenliste den zweiten Platz ein. Aber auch Kerstin Kauer (SG Egelsbach) muss man im Auge behalten, denn mit 59,33 Sekunden ist sie ebenfalls in der Lage, die Stadionrunde unter 59 Sekunden zurückzulegen.

Die frisch gebackene Landesmeisterin der U18, Karolin Siebert (MT Melsungen), ist im Kampf um die Medaillen gegen die zum Teil drei Jahre ältere Konkurrenz nicht so chancenlos, wie es noch bis vor zwei Wochen aussah. Die 15-Jährige sicherte sich vor einer Woche in persönlicher Bestzeit von 59,34 Sekunden den Landestitel und kann in Bad Homburg ganz selbstbewusst auftreten. Anna Lisa Hawlitschek von der  Usinger TSG lief am 20. Mai in Neu-Isenburg 59,38 Sekunden, und mit Ellise Meyer aus Bad Soden-Sulzbach (59,67 Sekunden) und Jessica Hesse, die letztes Wochenende mit 59,82 Sekunden Zweite hinter Karolin Siebert Zweite wurde, starten zwei weitere Jugendliche mit Medaillenambitionen.

Seit ihrer imponierenden Vorstellung beim Pfingstmeeting in Obersuhl, wo Marie Wagner mit 60,34 Sekunden ein Achtungszeichen setzte und auf sich aufmerksam machte, gibt es mit ihr eine weitere Anwärterin, die die Stadionrunde unter  60 Sekunden zurücklegen möchte. Die 15.Jährige aus Gensungen, die bei den Landesmeisterschaften der U18 die Doppelbelastung  800 Meter – 400 Meter Hürden mit Erfolg probte, könnte nach ihren beiden zweiten Plätzen von Friedberg für eine erneute Überraschung sorgen.

Einen Tag später steht das 400 Meter-Hürdenfinale auf dem Programm. Mit der stürmisch nach vorn drängende Gianina Gartmann von der LG Eintracht Frankfurt, die sich am 20. Mai in Neu-Isenburg mit 64,29 Sekunden an die Spitze der Landesbestenliste katapultierte sowie Michelle Dietz (Seligenstadt), die mit 64,71 Sekunden gemeldet wurde, sind die beiden Favoritinnen bereits genannt. ElliseMeyer, die am Vortag bereits die 400 Meter zurücklegt, nimmt in der aktuellen Bestenliste mit 65,33 Sekunden Rang drei ein.  Und dann folgt bereits auf Rang vier Karolin Siebert mit 65,48 Sekunden. Sie dürfte im Kampf um die Medaillen ein wichtiges Wort mitreden, denn sie besitzt die Fähigkeit, sich bis zum Letzten auszulaufen und an den Gegnerinnen zu wachsen. Aber über diese Strecke ist es nicht nur die bisher gelaufene Zeit, die die Aussicht auf den Erfolg ausdrückt. Es ist eine Mischung aus Leistung, Vertrauen zur absoluten Leistungsfähigkeit sowie das Durchkommen mit dem richtigen Schrittrhythmus. Bestenlisten können Kräfteverhältnisse meist nur ungenügend widerspiegeln. Für Marie Wagner, die zweite MT-Vertreterin auf dieser Strecke, besteht nach ihrem starken Rennen in Friedberg, wo sie sich souverän die Silbermedaille in der U18 in 67,45 Sekunden sicherte, durchaus eine reale Chance, sich mit Bestzeit in die TOP-Sechs vorzulaufen. (ajw)



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