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Auszeichnung Lernorte der Zukunft Hessen verliehen

Hessen/Felsberg-Neuenbrunslar. Das Hessische Sozialministerium und die Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie haben erstmals die Auszeichnung „Lernorte der Zukunft  Hessen“ verliehen. Zehn Einrichtungen erhielten am 13. Juni in Wiesbaden aus den Händen der Staatssekretärin im Hessischen Sozialministerium, Petra Müller-Klepper, eine Urkunde und einen Scheck über das Preisgeld in Höhe von jeweils 500 Euro. „Die Auszeichnung würdigt Projekte, Initiativen und Organisationen aus Hessen, die Kindern im Rahmen der frühkindlichen Bildung Bewusstsein, Wissen und Kompetenzen für ein Leben im Einklang mit der Natur vermitteln. Es wird ein Fundament für ökologische und soziale Verantwortung und damit Nachhaltigkeit gelegt. Denn schon die Kleinsten können begreifen, dass ihr heutiges Handeln Einfluss auf das eigene Leben,  das Leben von Menschen in anderen Weltregionen und auf nachfolgende Generationen hat“, erklärte die Staatssekretärin bei der Preisverleihung.

Inhaltlich greifen Wettbewerb und Preisverleihung das Anliegen des Projekts „Initiative von Anfang an – Bildung für nachhaltige Entwicklung in der frühen Kindheit“ auf, das Teil der Nachhaltigkeitsstrategier Hessen ist. „Lokale und regionale Projekte wie die heute ausgezeichneten, spielen eine wichtige Rolle bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie Hessen“, erklärte die Staatssekretärin. Das Land hatte die  Nachhaltigkeitsinitiative 2008 gestartet. „Vor diesem Hintergrund wurde die Auszeichnung ‚Lernorte der Zukunft Hessen‘ als ein weiterer Baustein der landesweiten Nachhaltigkeitsstrategie ins Leben gerufen, um das vielfältige Engagement im frühkindlichen Bereich vor Ort zu würdigen“, so Petra Müller-Klepper weiter. „Mit dem Preis richten wir uns an regionale Aktivitäten, die unmittelbar mit Kindern und Eltern zusammenarbeiten und die nachhaltige Gestaltung der Zukunft im Blick haben.“

„Bildung für nachhaltige Entwicklung im Hinblick auf Kinder und ihre Familien zu fördern und zu würdigen, entspricht voll und ganz unserem Stiftungsauftrag“, so Daniela Kobelt Neuhaus, Mitglied des Vorstands der Karl Kübel Stiftung. „Wenn wir dazu beitragen, Kinder schon früh in den Bereichen soziale Verantwortung, ökologisches Handeln und ökonomisches Denken zu sensibilisieren, wird es gelingen, für nachfolgende Generationen eine lebenswerte Welt zu erhalten.“

Für die Auszeichnung „Lernorte der Zukunft Hessen 2012“ hatten sich insgesamt 38 Einrichtungen aus nahezu allen hessischen Landkreisen und kreisfreien Städten beworben, darunter sowohl Kindertagesstätten und Grundschulen als auch größere Institutionen, Vereine, regionale Umweltbildungszentren und Gemeinden. Die Jury, der neben Vertreterinnen und Vertretern von drei Landesministerien (Hessisches Sozialministerium,  Hessisches Kultusministerium, Hessisches Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz) auch Fachleute aus Wissenschaft, Industrie, Handwerk und Verwaltung angehörten, nominierte 19 Projekte, die am 13. Juni Gelegenheit hatten, sich im Biebricher Schloss zu präsentieren, und aus denen die Preisträger ausgewählt wurden.

Die Preisträger wurden im feierlichen Rahmen der Festveranstaltung bekanntgegeben. Als „Lernorte der Zukunft Hessen 2012“ wurden die  folgenden Einrichtungen und Projekte ausgezeichnet:

Waldstation Baunatal
Die Stadt Baunatal verbindet in ihrem „Pädagogischen Konzept für zeitgemäße Erziehung, Bildung und Betreuung“ die Prinzipien des Hessischen Bildungs- und Erziehungsplans durch den Aufbau und die Unterstützung einer eigenen Waldstation, die mit ihrem Angebot aus den Bereichen Natur, Umwelt und Kultur ein langfristiger Baustein des städtischen Bildungskonzeptes ist.

Grundschule am Kirschberg in Felsberg („Familienhaus Neuenbrunslar“)
Die Implementierung des Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan wurde für die Gründung des Familienhauses Neuenbrunslar zum Anlass genommen. Mit der Gründung des Familienhauses Neuenbrunslar wurden alle Bildungsorte miteinander vernetzt. Stadt, Grundschule und Kindergarten sowie die Vereine vor Ort haben eine gemeinsame Konzeption für ein Familienhaus mit entsprechenden Unterrichts- beziehungsweise Betreuungszeiten entwickelt.

Universitätsstadt Marburg („Bildungspartnerschaften“)
Entsprechend den Grundgedanken des Hessischen Bildungs- und Erziehungsplans liegt hier der  Fokus vor allem in der frühen Bildung, aber auch die Erkenntnis dass es „ohne Eltern nicht geht“. Die Angebote richten sich an Familien mit Migrationshintergrund in vier Quartieren der Stadt in den Bereichen der Sprach-, Sozial- und Erziehungskompetenz.

Erfahrungsfeld Bauernhof e.V. Mengerskirchen
Das Angebot, Landwirtschaft aktiv zu erleben, richtet sich bereits an Kinder ab drei Jahren, die im Sinne des Bildungs- und Erziehungsplanes gemeinsam Zusammenhänge entdecken und mit allen Sinnen erlernen. Dabei wird ein besonderer Schwerpunkt auf den Aspekt der Inklusion gelegt, denn alle Angebote berücksichtigen die Vielfalt der Kinder, unabhängig von sozialer und kultureller Herkunft oder  körperlichen Voraussetzungen.

Gemeinde Löhnberg
Das Projekt „Familienfreundliches Löhnberg“ ist ein beispielhaftes kommunales Netzwerk, dessen Ziel die Verbesserung der Chancengleichheit und die Teilhabe für „alle Kinder von Anfang an“ sind. Hierfür kooperieren alle Bildungseinrichtungen, Vereine, Initiativen, Kirchen und auch Unternehmen eng miteinander. Dabei wird unter anderem sicher gestellt, dass alle Kinder durch kostenfreie Betreuungsangebote in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen an den Bildungsangeboten vor Ort teilhaben können.

KIKS UP – das ganzheitliche Präventionsprogramm aus Bad Nauheim
Ziel der KIKS UP-Akademie ist die Übertragung des bereits existierenden ganzheitlichen Präventionsprogramms auf andere Regionen durch das Angebot eines Weiterbildungsprogramms. Auf der Grundlage des Bildungs- und Erziehungsplans werden Eltern, Fachkräften, Erzieherinnen und Erziehern, Lehrerinnen und Lehern, Gruppen- und Übungsleiterinnen und -leitern in Vereinen die notwendigen Kompetenzen aus den Bereichen Bewegung, Ernährung sowie Sucht- und Gewaltprävention vermittelt, um Kindern ein gesundes und selbstbewusstes Aufwachsen zu ermöglichen.

Lernort Bauernhof der Stiftung Hofgut Oberfeld Darmstadt:
Der Lernort Bauernhof richtet sich sowohl an Familien als auch an Bildungseinrichtungen. Kinder zwischen drei und zwölf Jahren lernen Zusammenhänge der Lebensmittelproduktion und des biologisch-dynamischen Anbaus kennen. Auf dem Hofgut Oberfeld am Rande Darmstadts arbeiten mehrere Initiativen Hand in Hand und bieten Arbeits- und Lebensräume für Menschen mit und ohne Behinderung. Städtisches Kinderhaus in den Kappesgärten Bensheim: Mit dem breit angelegten und vielseitigen Gesamtprojekt „Natur vor unserer Haustür“ ist es dem Kinderhaus in den Kappesgärten gelungen, dauerhaft Umweltbildung in der frühen Kindheit in seinem pädagogischen Konzept zu verankern. Kindergarten- und Grundschulkinder werden für einen verantwortungsvollen, nachhaltigen Umgang mit der Natur sensibilisiert.

An das Umweltbildungszentrum Licherode und die Kindertagesstätten der Gemeinde Alheim ging jeweils ein Sonderpreis für „besonderes Engagement im Bereich der ‚Bildung für nachhaltige Entwicklung“.

Umweltbildungszentrum Licherode
Das Zentrum steht für ein ganzheitliches und umfassendes Konzept der Umweltbildung. Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren können Projektwochen und Fortbildungen zu zahlreichen Themen aus den Bereichen Natur, Umwelt, Ernährung, Landwirtschaft besuchen. Mit Kindertageseinrichtungen gibt es Projekte, aber auch Kooperationen mit Fachschulen für Sozialpädagogik, die in der Ausbildung von Erzieherinnen und Erzieher tätig sind. Darüber hinaus kann das Umweltbildungszentrum inzwischen auf zahlreiche Kooperationspartner aus Wissenschaft und Praxis zurückgreifen, die mit ihrer Expertise die Arbeit evaluieren und unterstützen und zum langfristigen Erfolg des Umweltbildungszentrums beitragen.

Kindertagesstätten der Gemeinde Alheim
Unter Berücksichtigung der Prinzipien des Hessischen Bildungs- und Erziehungsplans werden die Themender Bildung für nachhaltige Entwicklung hier ganz praktisch umgesetzt und im Alltag integriert, zum Beispiel sind Mülltrennung, Energiesparen sowie eine gesunde und ressourcenschonende Lebensweise bei Jung und Alt in Alheim inzwischen zur Selbstverständlichkeit geworden, so dass Alheim mit  Berechtigung von sich sagen kann: „Wir leben Bildung für nachhaltige Entwicklung“. (red)



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