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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Handwerk gegen Übernahmegarantie nach der Ausbildung

Schwalm-Eder. Das Handwerk ist erschrocken über die aktuelle Diskussion einer Übernahmegarantie nach der Ausbildung. Aus der Sicht der Handwerker wäre eine Garantie das falsche Signal an die jungen Menschen und auch an die Ausbildungsbetriebe, sagte Jürgen Altenhof, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Schwalm-Eder. In Anbetracht des drohenden Fachkräftemangels wirbt das Handwerk mit verschiedenen Aktionen um Auszubildende. Ziel ist es, wie seit Generationen üblich, die nötigen Fachkräfte selbst heranzuziehen.

Deutschland liegt bei der Jugenderwerbslosenquote mit 9,1 Prozent neben den Niederlanden (7,1%) und Österreich (8,2%) auf einem Spitzenplatz in Europa. Sehr große Probleme mit der Jugenderwerbslosigkeit haben dagegen Länder die auf eine vollschulische Ausbildung setzen, wie etwa Spanien (45,7%), Griechenland (38,5%) oder Frankreich (22,8%). „Das Zusammenspiel zwischen Betrieben und Auszubildenden funktioniert in Deutschland. Angesichts der verstärkten Änderungen der Märkte müssen wir eigentlich über eine Flexibilisierung der Ausbildung diskutieren, um sie für möglichst viele Betriebe und Jugendliche attraktiv zu gestalten“, sagte Altenhof.

Schon heute klagen viele Betriebe über die starren Bedingungen für die Ausbildung. Eine weitere Reglementierung durch eine Übernahmegarantie helfe keinem und belastet besonders kleine Betriebsgrößen. Die hohe Beschäftigung junger Menschen gegenüber anderen Ländern beruhe besonders auf der Ausbildungsfähigkeit des Mittelstandes. Der Vorschlag hätte aber zur Folge, dass sich kleinere Betriebe von der Ausbildung eher zurückziehen. Die Jugendlichen hätten dann besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten einen gesetzlichen Anspruch, aber keine Ausbildungsstelle. Altenhof plädierte dafür, die Entscheidung in den Betrieben zu lassen und nicht gesetzlich zu regeln. „Es ist für beide Seiten nicht dienlich, ein Arbeitsverhältnis zu begründen, wenn es einfach nicht passt.  Wer im Wettbewerb um junge Menschen eine Übernahmegarantie aussprechen möchte, der kann das schon heute freiwillig tun“, unterstrich Altenhof. (red)



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