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Rentsch und Boddenberg werben um spanische Fachkräfte

Kooperationsvereinbarung mit Region Madrid in Vorbereitung

Hessen.Hessens Bundesratsminister Michael Boddenberg und Wirtschaftsminister Florian Rentsch haben heute eine positive Bilanz ihres Informationsbesuchs in Spanien zum Thema Fachkräfte gezogen. „In Hessen haben wir einen zunehmenden Fachkräftemangel, den wir angesichts der demographischen Entwicklung auch unter größten Anstrengungen nicht allein mit Einheimischen beseitigen können. In Spanien herrscht eine hohe Jugendarbeitslosigkeit von rund 50 Prozent. Beiden Seiten helfen wir, in dem wir die Mobilität auf dem europäischen Arbeitsmarkt fördern. In dieser Hinsicht sehen wir uns als Brückenbauer“, sagten die beiden Minister.

Angesichts der Situation auf dem spanischen Arbeitsmarkt steige dort die Bereitschaft junger Menschen, als gut ausgebildete Fachkräfte nach Deutschland zu gehen. Daher sei in den Gesprächen mit Vertretern der spanischen Regierung, der Regionalregierung Madrid, der Madrider Handelskammer, der Deutschen Handelskammer für Spanien sowie Ausbildungseinrichtungen vereinbart worden, dass nun konkrete Austauschinitiativen zwischen Hessen und Spanien in beide Richtungen vorangetrieben werden.

Dazu soll im Herbst dieses Jahres eine Kooperationsvereinbarung mit der Region Madrid unterzeichnet werden. Diese soll auch auf der Ebene der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main sowie der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main abgeschlossen werden. Die spanische Regierung unterstützt die Kooperations-Bemühungen. Das machte die Staatssekretärin für Beschäftigung, Engracia Hidalgo Tena, in einem Gespräch mit der hessischen Delegation deutlich.

Staatsminister Boddenberg leitet eine interministerielle Arbeitsgruppe zur Koordinierung von Maßnahmen zur Sicherung eines ausreichenden Fachkräftepotenzials für das Bundesland Hessen und arbeitet in der im September 2011 hierzu eingerichteten „Fachkräftekommission Hessen“ mit. Er betonte nach der Rückkehr aus Madrid:  „Jeder vierte junge Spanier, der sich überlegt, ins Ausland zu gehen, kann sich vorstellen, in Deutschland zu arbeiten. Viele Spanier halten die deutsche Sprache für schwierig zu lernen. Diese Scheu wollen wir ihnen nehmen, denn wir brauchen sie, weil durch die demographische Entwicklung in Hessen der Fachkräftemangel immer größer wird.“

Minister Rentsch machte als Leiter des zuständigen Wirtschaftsressorts deutlich: „Die Fachkräftelücke in Hessen ist ein ernstes Problem für unsere Volkswirtschaft. Und das lösen wir nicht allein durch die Fort- und Weiterbildung hessischer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die bei uns Priorität hat. Sondern wir müssen uns darüber hinaus aktiv mit einer Willkommenskultur bemühen, Fachkräfte aus der EU für den hessischen Arbeitsmarkt zu gewinnen. Denn von alleine kommen diese qualifizierten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht zu uns. Wir suchen als starke Region in Deutschland starke europäische Partnerregionen.“

In einem ersten Schritt plant das Land Hessen, ein virtuelles Welcome-Center einzurichten. Es soll als Ansprechpartner für Sprachkurse oder für Fragen der Wohnungsvermittlung dienen.

Die beiden Minister wurden von wichtigen Vertretern der hessischen Wirtschaft begleitet, u.a. von Bernd Ehinger, Präsident der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main, Matthias Gräßle, Hauptgeschäftsführer der IHK Frankfurt am Main, Prof. Dr.-Ing. Joaquín Díaz, Mitglied des Vorstands der Ingenieurkammer Hessen, und Dr. Frank Martin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit. Laut Dr. Martin fehlen in Hessen u.a. Fachkräfte in Ingenieurberufen, in der Pflege, im Erziehungswesen und in der Metallverarbeitung. „In Hessen stehen bis zum Jahr 2020 mindestens 100.000 Personen weniger dem Arbeitsmarkt zur Verfügung, bis zum Jahr 2030 sind es zusätzlich nochmal 300 000 weniger“, sagte Dr. Martin. (red)



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