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Marie Wagner und Karolin Siebert starten bei nationalen Meisterschaften

Mönchengladbach/Melsungen. Ein großes Fest führt vom 20. bis 22. Juli über 1.200 junge Sportlerinnen und Sportler aus über 500 Vereinen bei den deutschen Jugendmeisterschaften in der Leichtathletik zusammen. Schauplatz ist das Grenzlandstadion in Mönchengladbach. Vom Hessischen Leichtathletik-Verband wurden 109 Teilnehmer aus 49 Vereinen gemeldet.  Die meisten Athleten haben versucht, die Zeit zwischen den Landesmeisterschaften und den nationalen Titelkämpfen in Mönchengladbach zu nutzen, um beim Jahreshöhepunkt  in Bestform sein. Da die Teilnehmerlisten nicht nur in der Spitze, sondern auch in der Breite ein erstaunlich gutes Niveau ausweisen, werden gute Ergebnisse und spannende Wettkämpfe erwartet. Die Meisterschaften beginnen am Freitag um 10 Uhr und werden wie auch am Samstag bis in die Abendstunden andauern. Am Sonntag Nachmittag enden sie mit den letzten Entscheidungen in den Staffelwettbewerben.

Marie Wagner und Karolin Siebert (beide MT 1861 Melsungen) starten zum ersten Mal bei einer nationalen Meisterschaft. Die beiden Mädchen, die zu den jüngsten Teilnehmerinnen gehören, konnten über 400 Meter-Hürden die Norm um mehr als eine Sekunde unterbieten. Da sie auch im nächsten Jahr noch in dieser Altersklasse startberechtigt sind, sollen beide Mädchen beim Jahreshöhepunkt im direkten Duell gegen die deutsche Spitzenklasse nur Erfahrung sammeln. Sollten sie sich im kommenden Jahr  erneut qualifizieren, dann ist die Nervosität nicht mehr ganz so groß, denn dann ist ihnen der Ablauf bei diesen Meisterschaften mit dem Aufwärmen vor dem Stadion, dem anschließenden Aufenthalt im Callroom mit dem  Aufruf zum Start bereits bekannt, betonte Alwin J. Wagner.

Karolin Siebert und Marie Wagner, die zum Saisonbeginn nach Rücksprache mit ihrem Trainer ihren Schwerpunkt auf die 800 und 400 Meter gelegt hatten, glänzten auch über 400 Meter-Hürden und unterboten die vom Deutschen Leichtathletik-Verband geforderte Norm  ganz souverän. Insgesamt qualifizierten sich 34 Mädchen aus dem Bundesgebiet für diese Titelkämpfe, wobei die Landesverbände Nordrhein und Niedersachsen jeweils fünf Teilnehmerinnen stellen. Während aus Württemberg vier Mädchen unter der geforderten Zeit von 66,50 Sekunden blieben, schafften es jeweils drei Mädchen aus Sachsen und Thüringen, die Normzeit zu unterbieten. Erstaunlicher Weise qualifizierten sich aus Hessen für diesen Wettbewerb nur die beiden sportlichen Botschafter der Stadt Melsungen.

Am Freitagabend wird es ab 18.50 Uhr mindestens fünf Zeitvorläufe über diese Strecke geben, aus denen sich die acht schnellsten Mädchen für das Finale am Samstagabend um 18 Uhr qualifizieren können. Allein zwölf Athletinnen blieben über 400 Meter-Hürden mit ihren Qualifikationszeiten unter 64 Sekunden.

Marie Wagner, die die hessische Bestenliste der U18 mit  65,17 Sekunden vor Karolin Siebert (65,48 Sekunden) anführt, nimmt mit ihrer Bestzeit Rang 17 – und damit zwei Plätze vor ihrer Trainingspartnerin –  in der DLV-Jahresbestenliste ein. Ob beide Jugendliche in der Lage sind, an ihre Glanzzeiten von den Landesmeisterschaften heran zu laufen, hängt auch davon ab, ob sie unmittelbar nach dem Startschuss in ihren Lauf finden und zwischen den Hürden nicht aus den Rhythmus kommen. Sollten sie ihre Zeiten von Bad Homburg und Friedberg verbessern, könnten sie in der DLV-Bestenliste weiter nach oben klettern und weiter auf sich aufmerksam machen.

Aber vieles spricht gegen eine Leistungssteigerung. Marie Wagner kam erst diese Woche aus dem Sommerurlaub zurück und hatte in den letzten beiden Trainingseinheiten noch Schwierigkeiten, den richtigen Rhythmus zwischen den Hürden zu finden. „Der Sommerurlaub wurde bereits zu Beginn des Jahres für die erste Hälfte der Sommerferien gebucht. Meine Eltern und ich konnten zu diesem Zeitpunkt nicht ahnen, dass ich mich für die deutschen Jugendmeisterschaften qualifiziere“, sagte die 15-Jährige und hofft auf eine Zeit unter 66 Sekunden.

Auch Karolin Siebert fährt nicht ganz fit zu ihren ersten deutschen Meisterschaften. Beim Abendsportfest in Borken vor einer Woche bewies die 15-Jährige mit ihrem Sprint über 100 Meter, dass sie sich nach ihrem Krankheitstief wieder im Aufwärtstrend befindet. Leider bekam die zweifache hessische Jugendmeisterin der U18 nach ihren Siegen über 400 Meter sowie über 400 Meter-Hürden gesundheitliche Probleme und kam völlig außer Tritt. In Friedberg legte die die Stadionrunde in 59,34 Sekunden zurück und  sicherte sich über 400 Meter-Hürden mit ihrer Trainingspartnerin Marie Wagner (67,45 Sekunden) sogar einen Doppelsieg in der HLV-Jahresbestzeit von 65,48 Sekunden.

Eine Woche später trumpfte Marie Wagner im 400 Meter-Hürdenfinale der U20 in Bad Homburg auf und verbesserte die HLV-Jahresbestzeit auf  65,17 Sekunden. Damit gewann sie die Bronzemedaille gegen die zum Teil fast vier Jahre ältere Konkurrenz und unterbot selbst zur Überraschung des Landestrainers Robert Schieferer die Normen für die DLV-Jugendmeisterschaften der U18 und der U20.

In Mönchengladbach haben aber diese beiden MT-Asse  keine Chance, sich für das 400 Meter-Hürdenfinale am Samstagabend zu qualifizieren, denn die Konkurrenz ist einfach zu stark. Sowohl der Vorlauf als auch das Finale dürfte Lisa- Marie Jacoby vom LAC Erfurt keine Probleme bereiten, so dass sie sich den Titel in dieser Altersklasse sichern wird. Die 16-Jährige lief beim Abendsportfest in Rhede großartige  61,13 Sekunden und demonstrierte mit dieser Spitzenzeit, dass sie der übrigen Konkurrenz  ein ganzes Stück voraus ist. Ihre Zeit wird der Maßstab sein, den der Deutsche Leichtathletik-Verband an eine 400 Meter-Hürdenläuferin anlegt, wenn man für die kommenden internationalen Meisterschaften nominiert. Das große Talent aus Thüringen hat fast eine Sekunde Vorsprung vor Laura Gläser aus Helmstedt, die als Landesmeisterin von Niedersachsen in Hannover mit 62,12 Sekunden gestoppt wurde.

Es wäre jedoch leichtfertig, ihre Konkurrentinnen wie Ida Fröhlich aus Berlin, Franziska Sowa (LG Dorsten), Kim Thiede (LG Glinde) oder Katrin Schmidt (LC Rehlingen), die alle die Stadionrunde mit den zehn Hürden unter 64 Sekunden liefen, völlig außerhalb der Betrachtung zu lassen.

Man merkt: Über 400 Meter Hürden der U18 bewegt sich was im DLV-Bereich. (ajw)



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