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Sprungbrett in den Beruf

Im September starten Freiwilliges Soziale Jahr und Bundesfreiwilligendienst

Schwalmstadt-Treysa. „Wir nehmen gerne Menschen im Freiwilligendienst, weil sie viel Motivation und frischen Wind mitbringen“, sagt Anette Müller, Leiterin Wohnbereich 1 der Behindertenhilfe Hephata. Zum 1. September startet das neue Freiwilligenjahr in Hephata. 45 Plätze stehen für Bundesfreiwilligendienst (BFD), Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) und Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) zur Verfügung, davon sind 15 bereits vergeben. Im vergangenen Jahr absolvierten 38 Freiwillige in Hephata ihren Dienst.

„Die meisten beginnen danach eine Ausbildung oder ein Studium im sozialen Bereich“, sagt Marli Koch, Teamleiterin im Dina-Zöllner-Weg 8 bis 10. „Der Freiwilligendienst ist eine gute Möglichkeit zu gucken, wo es beruflich hingehen soll. Es kann ein Sprungbrett sein. Oder eine Möglichkeit, die Wartezeit auf einen Studienplatz sinnvoll zu überbrücken“, so Koch. Allein in ihrem Bereich sind jedes Jahr drei Freiwilligenposten zu besetzen.

Jan Pietsch (19) aus Treysa überbrückte mit dem FSJ die Zeit zwischen dem Abschluss seiner Ausbildung zum Sozialassistenten und einer weiterführenden Ausbildung. Nach seinem FSJ in einem Wohnhaus der Behindertenhilfe will er nun eine Ausbildung zum Schreiner machen und danach in einer Werkstatt für behinderte oder soziale benachteiligte Menschen arbeiten. „Ich habe in dem Jahr gelernt, ruhiger und konsequenter zu sein“, sagt er. Als FSJler hat er Fahrdienste übernommen, Bewohner beim Einkaufen und Spazierengehen begleitet, ihnen das Essen gereicht oder beim Duschen geholfen. „Es hat mir Spaß gemacht.“

Das gleiche Fazit zieht Nina Hasenpflug (18) aus Ober-Gleen. Sie hatte sich für den BFD entschieden, den sie in der Behindertenhilfe ableistete. Sie wird nach dem Sommer an der Hephata-Akademie für soziale Berufe zunächst eine Ausbildung zur Altenpflegehelferin beginnen. Danach möchte sie die Altenpflege-Ausbildung starten. Vor einem Jahr wusste sie nach ihrem Hauptschulabschluss noch nicht, was sie lernen sollte. „Nur im Büro, das wäre nichts gewesen. Ich brauche Menschen um mich rum und helfe gerne anderen.“ Sie findet, sie ist in dem Jahr reifer und verantwortungsbewusster geworden. „Ich bin froh, dass ich das gemacht, den Beruf kennengelernt und die Erfahrungen gesammelt habe.“

Unterschiede BFD und FSJ
In Hephata sind sowohl der BFD als auch das FSJ und das FÖJ (Freiwillige Ökologische Jahr) möglich. Der BFD richtet sich an Frauen und Männer ab 16 Jahren. Es gibt keine Altersbegrenzung nach oben. Das FSJ / FÖJ Jahr steht jungen Menschen zwischen 16 und 27 Jahren offen. In der Regel dauern alle diese Freiwilligendienste zwölf Monate, mindestens aber sechs Monate und sind als Vollzeitstellen ausgelegt.

Das Zentrum für Freiwilligen-, Friedens– und Bundesfreiwilligendienst ist die zentrale Vermittlungsstelle für Einrichtungen des Diakonischen Werkes in Kurhessen-Waldeck. Freiwillige im FSJ / FÖJ und im BFD erhalten derzeit monatlich zirka 420 Euro Taschengeld. Weitere Leistungen können hinzukommen. Die Freiwilligen haben 26 Fortbildungstage im Jahr. Start für die Freiwilligendienste in Hephata ist am 1. September. Die meisten Einsatzstellen gibt es hier in der Behindertenhilfe, dann in der Sozialen Rehabilitation und Integrativen Kindertagesstätte.

Infos und Bewerbung: Zentrum für Freiwilligen-, Friedens- und Zivildienst der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Lessingstraße 13, 34119 Kassel, Telefon (0561) 1099150; zffz@ekkw.de; www.hephata.de. (red)



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