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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Bernd Siebert besichtigte zwei städtische Projekte

Melsungen. Begleitet vom CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Reinhold Thiemann, Stadträtin Barbara Braun-Lüdicke, die offiziell den Bürgermeister vertrat, dem Fraktionsvorsitzenden Bernhard Lanzenberger sowie weiteren Kommunalpolitikern besichtigte der Bundestagsabgeordnete zwei städtische Projekte in der Bartenwetzerstadt Melsungen. Am neuen Kreisel an der B 83 entsteht der neue Feuerwehrstützpunkt Melsungen. Dieser Neubau wird gemeinsam von der Stadt Melsungen und der Firma B. Braun Melsungen im Rahmen eines PPP-Projektes (Private-Public-Partnership) realisiert, wie der Projektleiter der Firma B.Braun, Klaus-Dieter Zielke, zur Einführung der Besichtigung berichtete. Nach der Fertigstellung sollen hier die Freiwillige Feuerwehr Melsungen und die Werksfeuerwehr des Medizintechnikherstellers unter einem gemeinsamen Dach unterkommen.

Von der Kooperation erhofft man sich Synergieeffekte durch die gemeinsame Nutzung von Räumlichkeiten und gerät. So müsse man beispielsweise nur eine Atemschutzwerkstatt vorhalten oder man könne die Schulungsräumlichkeiten gemeinsam nutzen. B. Braun trete zunächst als privater Bauherr unter Förderungsbeteiligung durch den Landkreis und das Land Hessen auf und sei zuständig für die gesamte Bauabwicklung. Die Baukosten werden mit etwa acht Millionen Euro veranschlagt, wobei eine Million auf den Rohbau entfallen. Bei der Führung über das Gelände konnte die Gruppe sich von den Fortschritten bei den Erdbauarbeiten überzeugen. Derzeit findet ein Bodenausgleich statt, um eine ebenerdige Zufahrt zu ermöglichen. Erst nach der Fertigstellung wird die Stadt einen Eigentumsanteil von 70 Prozent an Grundstück und Gebäude erwerben. Gerade vergaberechtlich bietet diese Realisierung Vorteile, da eine europaweite Ausschreibung so entfällt.

„Das Projekt ist hessenweit etwas Einzigartiges. Durch das Engagement der Firma B. Braun können regionale Unternehmen in verstärkter Art in die bauliche Umsetzung einbezogen werden. Weiterhin verbindet es dieses alteingesessene Melsunger Unternehmen auch tiefer mit seinem Stammsitz. Verantwortung übernehmen und Vorteile aus einer strategischen Partnerschaft ziehen – so stellt man sich gutes unternehmerisches Handeln vor. Die Stadtverordnetenversammlung hat Recht daran getan, diese Art der Realisierung so deutlich zu unterstützen“, sagte Siebert.

Im Anschluss besuchte man den Bahnhof Melsungen, der sowohl im Bereich des Vorplatzes als auch im Gebäude umfassend erneuert wurde. Im Bereich des Vorplatzes wurde eine Rampe gebaut, durch welche das barrierefreie Umsteigen von Bussen und Bahnen gewährleistet wird. Weiterhin sind in diesem Bereich 160 Parkplätze für Pendler entstanden. Die Bevölkerung scheint es positiv anzunehmen, steigen doch 2.000 Personen täglich im Bahnhof aus und ein, wie der Leiter des Bauamtes Martin Dohmann bekannt gab.
Auch im Inneren des Bahnhofs wurde kräftig umgebaut. Gefördert durch Mittel der EU „Efre-Mittel“, des Stadtumbaus in Hessen und GVFG-Mittel entstanden auf 740 Quadratmeter Fläche ein Infopoint des NVV mit Fahrkartenverkauf, ein Bistro sowie Räumlichkeiten für die Volkshochschule und die Musikschule Schwalm-Eder.

Die Stadt Melsungen kommt durch den Baustandard auch ihrer ökologischen Verantwortung nach. So wurde zum Beispiel eine 100KW-Holzpellets-Heizanlage eingebaut, das Gebäude mit einer umlaufenden Wärmedämmung im Bereich von Fassade und Dach versehen und neue Holzfenster mit Wärmeschutzverglasung eingebaut. Über die Lüftungsanlage kann Wärme zurück gewonnen werden. Auch an eine Aufzugsanlage für den behindertengerechten Zugang zu allen Ebenen wurde gedacht. Das mit 2,9 Millionen Euro veranschlagte Projekt wurde teilweise mit bis zu 85 Prozent gefördert.

Während der Führung äußerte Siebert: „Für die Menschen, die in Melsungen leben und auch diejenigen die dort arbeiten wird viel gemacht. Als Mittelzentrum ist Melsungen so hervorragend und nun auch komfortabel an den Kasseler Raum angebunden. Durch den hervorragend aufeinander abgestimmten Bus- und Bahnverkehr gewinnen auch die Mitarbeiter von B. Braun oder Edeka.“ (red)



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