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Bundesligaauftakt: MT bringt Punkt aus Großwallstadt mit

Aschaffenburg/Melsungen. Zum Start in die neue Saison standen sich im einzigen Spiel des Tages der TV Großwallstadt und die MT Melsungen gegenüber. Nach zähem Beginn und einem 12:10 Halbzeitrückstand erkämpften sich die Roth-Schützlinge vor 2.588 Zuschauern in der Aschaffenburger Frankenstolz-Arena ein 23:23-Remis. Unter den Augen von Bundestrainer Martin Heuberger präsentierte sich vor allem Felix Danner in toller Form und avancierte mit sieben Treffern zum erfolgreichsten Torschützen des Spiels.

Michael Roth hatte zu diesem Eröffnungsspiel bis auf den schulterverletzten Christian Zufelde alle Mann an Bord. Mit Allendorf, Sanikis, Fahlgren, Danner, Vasilakis, Karipidis und im Tor Sandström, schickte er die aus der vergangenen Saison bewährte Angriffsformation aufs Feld. In der Abwehr allerdings kamen jeweils mit Kubes (für Fahlgren) und Stenbäcken (für Sanikis) von Beginn an auch zwei Neuzugänge zum Einsatz. Großwallstadt begann mit Holst, Graubner, Köhrmann, Thiede, Spatz, Larsson und im Tor mit Galia. Dem schweizer Neuzugang der Mainfranken war es vorbehalten, das erste Tor der neuen Saison zu erzielen. Die MT glich über Danner zwar postwendend aus, lief danach aber geschlagene 12 Minuten einem Rückstand hinterher. Die Würfe der MT-Rückraumspieler fanden nicht ihr Ziel, zudem scheiterte Allendorf beim Stand von 7:5 mit einem Strafwurf an Galia (11.). Dass die Nordhessen beim 7:7 (14.) erstmalig ausgleichen konnten, lag vor allem an der Treffsicherheit von Felix Danner, der nach jeweils guten Zuspielen von Sanikis bis dahin bereits vier Tore verbuchte. Zuvor hatte der sich steigernde Sandström einen Siebenmeter von Spatz pariert und einige weitere Paraden gezeigt.

Alexandros Vasilakis war es dann, der seine Farben mit zwei Treffern in Folge erstmalig in Führung brachte. Zunächst hämmerte der Linkshänder den Ball fulminant zum 8:8-Ausgleich in die Maschen, kurz darauf verwandelte er einen Siebenmeter souverän (8:9, 16.). Das war auch die Phase, in der sein Nebenmann die Segel streichen musste. Savas Karipidis schied mit Verdacht auf Muskelfaserriss im Oberschenkel aus und wurde fortan von Christian Hildebrand ersetzt. Danner hätte dann die MT mit zwei Toren nach vorn bringen können, scheiterte aber freistehend. Das Spiel insgesamt war bis zu diesem Zeitpunkt nicht besonders schnell – wohl auch weil den Spielern die große Hitze in der Halle zu schaffen machte.

Die erste Zeitstrafe auf Seiten der MT kassierte in der 20. Minute Hildebrand, da er seinen Gegner Graubner etwas zu heftig attackiert hatte. Die anschließende Überzahl nutzte Rechtsaußen Spatz, um den TVG mit 10:9 nach vorn zu bringen. In der Defensive wurde Holst als Manndecker auf Sanikis angesetzt. Michael Roth verschaffte seinem dezimierten Team mit der Grünen Karte eine kleine Verschnaufpause (22.). Wieder komplett besorgte dann Hildebrand den Ausgleich – was auf der anderen Seite Roth’s Kollege David ebenfalls zum Team Timeout veranlasste. Weil nach Wiederaufnahme der Partie Regisseur Köhrmann und Holst per Siebenmeter trafen, durften sich die Mainfranken über ein 12:10 zur Halbzeit freuen.

Zum zweiten Durchgang kam die MT in etwas veränderter Aufstellung aufs Spielfeld zurück. Für den glücklosen Allendorf rückte Sanikis auf die Linksaußenposition, die Halblinke besetzte Stenbäcken. Das Spiel nahm an Fahrt auf. Einem Lattentreffer Großwallstadt ließ die MT nach herrlichem Sanikis-Anspiel auf den mit nach vorne geeilten Kubes den 12:11-Anschluss folgen. Doch wie schon in Halbzeit eins, liefen die Nordhessen auch jetzt zunächst wieder einem Rückstand hinterher. In der 33. Minute hatte Vasilakis den erneuten Anschluss auf der Hand, scheiterte aber von der Siebenmeterlinie am eingewechselten Wolff. In der MT- Hintermannschaft wechselten nun Schröder und Kubes jeweils für Fahlgren und Vasilakis. Die seit Spielbeginn praktizierte 6:0-Formation wurde weiterhin beibehalten. Dann gelang doch der Anschluss: Sanikis, sonst eher Anspieler, ließ sich diesmal von Stenbäcken auf Außen freispielen und erzielte das 13:12.

Kurz darauf brachte Holst die Gastgeber per Strafwurf zwar mit 14:12 in Führung (36.) – aber dies sollte der letzte Zwei-Tore-Vorsprung für den TVG bis zum Ende der Partie sein. Denn die MT gewann nun langsam Oberwasser. Der an diesem Tage treffsicherste MT-Akteur war maßgeblich daran beteiligt, dass die Gäste dem Spiel eine Wende geben konnten. Felix Danner, nacheinander angespielt von Fahlgren, wieder Fahlgren und Sanikis brachte die Nordhessen mit drei Toren in Folge zum 14:15 in Führung (39.). Zudem scheiterten die TVG-Angreifer, u.a. Köhrmann, wiederholt an Sandström. Großwallstadts Coach Peter David erlöste seine Truppe in dieser Phase per Grüner Karte. Die Ansprache brachte aber keinen durchschlagenden Erfolg – auch wenn Graubner danach wieder ausgleichen konnte (15:15, 41.).

Als dann postwendend Stenbäcken und Schröder zum 15:17 getroffen hatten (45.), keimte im MT-Lager leise Hoffnung auf, das Spiel nun komplett an sich reissen zu können.  Die währte auch noch weitere fünf Minuten, in den der knappe Vorsprung Bestand hatte (17:19, 50.). Hätte zwischenzeitlich Mansson, der Danner eine Verschnaufpause ermöglichte,  eine gute Chance am Kreis genutzt, hätte die MT sich etwas absetzen können.

Aber es häufen sich nun in der Schlussphase die Fehler auf beiden Seiten, die Hektik nimmt zu. Großwallstadts Routinier Spatz nutzte eine Überzahl (Kubes saß eine Zeitstrafe ab), um mit zwei Toren auszugleichen (19:19, 52.).

Ab diesem Zeitpunkt erarbeitete sich der TVG zwar leichte Vorteile, konnte aber die verbissen kämpfende MT nicht abschütteln. Dreieinhalb Minuten vor Schluss markierte Sanikis den Ausgleich, aber die Nordhessen gerieten umgehend wieder in Rückstand. Allendorf kam dann noch einmal von der Bank und ihm gelang prompt der Treffer zum 23:23. Beide Teams hatten dann zwar noch jeweils einen Angriff, der aber hüben wie drüben nichts einbrachte. So blieb es bei dem gerechten Unentschieden.

Stimmen zum Spiel:
Michael Roth, MT-Trainer: Ich empfinde das Ergebnis als gerecht, weil die eine Mannschaft nicht besser war, als die andere. 23 Tore gegen Großwallstadt zu erzielen, ist okay – die Arbeit unserer Defensive, inkl. Torhüter, war zufriedenstellend. Aber wir hatten im Angriff massive Probleme gegen den kämpferisch gut agierenden Gegner. Wir hatten kein geordnetes Spiel, haben oft falsche Entscheidungen getroffen, was sich auch in insgesamt 26 Fehlwürfen niederschlug. Mehrere Leistungsträger haben nicht ihre gewohnten Leistungen gebracht. In Anbetracht einer solchen Angriffseffektivität kann man eigentlich froh sein, wenn man einen Punkt holt. Aber es ist ein Auswärtspunkt und deshalb muss man damit zufrieden sein. Wie dieses Unentschieden zu bewerten ist, wird man ohnehin erst in den nächsten Wochen erkennen können.

Peter David, TVG-Trainer: Die erste Hälfte haben wir uns detailliert vorgenommen, dass wir den starken Rückraum aus dem Spiel nehmen und die Abwehr in den Griff kriegen. Mit 12:10-Toren sind wir in die Pause gegangen und waren darüber sehr happy. Das größte Problem war, wie wir mit den Kräften durchkommen. Wir sind schlecht in die zweite Hälfte gestartet, es hat alles zu hektisch ausgehen. Wir haben frische Kräfte reingeschmissen, doch außer Patrick Schmidt hat es nicht gezündet. Melsungen ist mit zwei Toren in Führung gegangen. Wir haben weiter gekämpft, alles gegeben und sind zurück ins Spiel gekommen. Wir sind volles Risiko gegangen gegen diese starke Abwehr. Zum Schluss haben wir leider nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten.

Statistik:

MT Melsungen – TV Großwallstadt 23:23 (12:10)

MT: Sandström (1.-60. Min., 12 Paraden), Appelgren (bei einem Siebenmeter) – Stenbäcken 1, Mansson, Kubes 1, Fahlgren, Schröder 1, Vasilakis 4/1, Hildebrand 1, Danner 7, Sanikis 4, Karipidis, Allendorf 3, Vuckovic 1/1.

TVG: Galia (1.-60. Min., 21 Paraden), Wolff (bei 2 Siebemmtern, 1 Parade) – Spatz 4, Bühler 1, Thiede, Graubner 5, Holst 6/3, Larsson 3, Jacobsson, Kaufmann, Köhrmann 1, Schmidt 3, Maas, Eisenträger.

Schiedsrichter: Holger Fleisch (Ostfildern) / Jürgen Rieber (Nürtingen)

Zuschauer: 2.588, Frankenstolz-Arena, Aschaffenburg

Spielfilm:
2:1 (2.), 4:2 (5.), 6:5 (8.), 7:5 (10.), 7:6 (12.), 8:8 (15.), 8:9 (18.), 9:9 (20.), 10:9 (22.), 10:10 (25.), 11:10 (28.), 12:10 (HZ), 13:11 (32.), 13:12 (35.), 14:14 (38.), 15:15 (40.), 15:16 (42.), 15:17 (45.), 16:18 (48.), 17:19 (50.), 19:19 (52.), 21:20 (55.), 22:22 (58.), 23:23 (EN)



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