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Inflationsrate steigt im August auf 2,3 Prozent

Steigende Heizöl- und Kraftstoffpreise treiben Inflationsrate auf Jahreshöchststand

Hessen. Das Niveau der Verbraucherpreise in Hessen lag im August um 2,3 Prozent höher als vor einem Jahr. Damit hat sich der seit März zu beobachtende Rückgang der Inflationsrate nicht weiter fortgesetzt und es wurde ein Jahreshöchststand erreicht. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, ist der Anstieg der Inflationsrate auf deutlich gestiegene Preise für Heizöl und Kraftstoffe zurückzuführen. Ohne diese Mineralölprodukte gerechnet lag die Inflationsrate im August wie schon im Juli bei 1,7 Prozent.

Gegenüber dem Vormonat stieg der Verbraucherpreisindex im August 2012 um 0,4 Prozent. Ursächlich hierfür waren vor allem Preiserhöhungen für Heizöl (plus 5,7 Prozent gegenüber Juli 2012), Kraftstoffe (plus 4,9 Prozent) sowie Bekleidung (plus 3,0 Prozent).

Der Rückgang des Verbraucherpreisniveaus für Nahrungsmittel im August 2012 von 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat ist auf saisonbedingt niedrigere Preise für Gemüse (minus 4,7 Prozent gegenüber Juli 2012) und Obst (minus 0,9 Prozent) zurückzuführen. Dagegen stiegen die Preise für Speisefette und -öle (plus 1,1 Prozent), Fisch (plus 0,9 Prozent), Fleisch und Fleischwaren (plus 0,7 Prozent), Molkereiprodukte und Eier sowie Brot und Getreideerzeugnisse (jeweils plus 0,4 Prozent). Gegenüber August 2011 verteuerten sich Nahrungsmittel insgesamt um 4,1 Prozent. Besonders deutlich stiegen binnen Jahresfrist die Preise für Obst (plus 10,5 Prozent), Fisch und Gemüse (jeweils plus 7,8 Prozent), sowie Fleisch und Fleischwaren (plus 5,7 Prozent). Brot und Getreideerzeugnisse wurden 2,9 Prozent teurer. Die Preise für Speisefette und -öle (minus 7,5 Prozent) sowie Molkereiprodukte und Eier (minus 2,0 Prozent) gingen sogar zurück.

Für Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) zahlten die Verbraucher im August 2012 2,4 Prozent höhere Preise als im Vormonat und 8,4 Prozent mehr als im August 2011. Die einzelnen Energieprodukte verteuerten sich gegenüber Juli 2012 wie folgt: Heizöl (plus 5,7 Prozent), Diesel (plus 5,3 Prozent), Benzin (plus 4,7 Prozent). Die Preise für Strom und Gas blieben unverändert. Binnen Jahresfrist stiegen die Preise für Heizöl um 16,0 Prozent, für Benzin um 11,4 Prozent, für Diesel um 10,2 Prozent, für Gas um 4,7 Prozent und für Strom um 3,2 Prozent. Ohne Energie gerechnet erreichte die Inflationsrate im August wie schon im Juli 1,5 Prozent.

Die Jahresteuerung für Gebrauchsgüter lag im August mit 0,4 Prozent weiterhin deutlich unter der allgemeinen Inflationsrate von 2,3 Prozent. Einige Produkte waren sogar billiger als vor einem Jahr. Am stärksten gaben weiterhin die Preise für Unterhaltungselektronik nach (minus 1,8 Prozent gegenüber August 2011). Billiger wurden insbesondere PC (minus 19,7 Prozent gegenüber August 2011), Notebooks (minus 11,1 Prozent) und Digitalkameras (minus 10,3 Prozent). Allerdings haben die Preissenkungen im Bereich der Unterhaltungselektronik zuletzt deutlich an Stärke verloren. Im August errechnet sich gegenüber dem Vormonat sogar ein Plus von 0,2 Prozent.

Auch in anderen Bereichen gingen die Preise zurück, jedoch weniger stark. Haushaltsgeräte wurden binnen Jahresfrist 1,5 Prozent, Möbel und Einrichtungsgegenstände 0,1 Prozent billiger. Dagegen stieg das Preisniveau bei Schuhen um 3,5 Prozent gegenüber August 2011 und bei Bekleidung um 1,9 Prozent.

Dienstleistungen (ohne Wohnungsmieten) verteuerten sich im August binnen Jahresfrist durchschnittlich um 1,5 Prozent. Deutliche höhere Preise zahlten die Verbraucher u. a. für Flugtickets (plus 4,2 Prozent), Bahnfahrkarten (plus 3,7 Prozent), Pauschalreisen (plus 3,5 Prozent) sowie Verpflegungsdienstleistungen (plus 3,2 Prozent). Die Wohnungsmieten, deren Gewicht im Verbraucherpreisindex gut ein Fünftel beträgt, lagen im August 1,6 Prozent über dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats. (red)



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