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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 13. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Dr. Edgar Franke besuchte Jugendwerkstatt Felsberg

Felsberg. Nicht alle Jugendlichen, die die Schule verlassen, finden einen Ausbildungsplatz. Ein schlechter oder gar nicht vorhandener Schulabschluss, persönliche Probleme oder Unklarheit über den zukünftigen Berufsweg können Gründe sein. Und oft fehlt auch die Ausbildungsreife und die Motivation. Die Jugendwerkstatt Felsberg bildet seit 1984 erfolgreich Jugendliche mit Förderbedarf aus. Neben der Berufsausbildung bietet die Jugendwerkstatt auch Berufsvorbereitung und Berufsorientierung, sowie eine Kompetenzagentur beim Übergang von Schule in den Beruf, Qualifizierungsmaßnahmen für Erwachsene in Zusammenarbeit mit den Jobcenter und eine Energiebildung an. Doch die Anzahl der Ausbildungsplätze musste bei der Jugendwerkstatt drastisch zurückgefahren worden. Die von Bund und Land beschlossenen Kürzungen haben 2011 dazu geführt, dass Ausbildungsabteilungen geschlossen werden mussten.

Bei seinem Besuch der Jugendwerkstatt war der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Edgar Franke von der Innovationsfähigkeit der engagierten Geschäftsführung und des Mitarbeiterstammes beeindruckt. „Betriebspraktika im Ausland, wie zum Beispiel im Rahmen des IdA-Programmes und erlebnispädagogische Angebote motivieren nicht nur, sondern erhöhten die Chancen auf dem Arbeitsmarkt für gehandicapte Arbeitslose und Jugendlichen mit Förderbedarf enorm,“ stellt Franke fest. Franke freute sich insbesondere, dass zwei mehrjährig laufende Projekte aus dem Bundeshaushalt mit insgesamt rund 700.000 Euro in 2012 gefördert würden.

Die Geschäftsleitung um Angelika Horstkotte-Pausch und Axel Graef muss ständig neue Projekte entwickeln, um die Zukunft der Jugendwerkstatt mit den 45 Mitarbeitern zu sichern. „Wir müssen doch benachteiligten jungen Menschen weiterhin eine Chance geben, im Erwerbsleben Fuß zu fassen,“ ist sie überzeugt. Was denn aus den Jugendlichen werden solle, die ohne Unterstützung keine Ausbildung schaffen und die auch trotz der Nachwuchssorgen vieler Betriebe keinen betrieblichen Ausbildungsplatz bekämen, fragt sie den Abgeordneten.

Die rückläufige Maßnahmenförderung bringe eine starke Abhängigkeit des Vereins von Projektförderungen, führt Horstkotte-Pausch weiter im Gespräch aus. „Junge Menschen dürften nicht zu Bildungsverlierern gemacht werden,“ betont Franke. Bildungspolitik und Bildungssystem müssten weiterentwickelt werden, um Chancengleichheit für alle Kinder und Jugendlichen herzustellen. Bis dahin sei die Förderung zu sichern, sagte der Bundestagsabgeordnete seine Unterstützung zu. Die SPD-Bundestagsfraktion setze sich dafür ein, benachteiligte Jugendliche gezielt zu fördern. Dafür habe sie konkrete Vorschläge auf den Tisch gelegt. In dieser Hinsicht seien die kommende Landtagswahl in Hessen wie auch die Bundestagswahl eine Richtungsentscheidung. (red)



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