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Henri Alter und Tobias Stang streben Top Ten an

Einbeck/Melsungen. Wenn am Wochenende in Einbeck (Niedersachsen) die größte jährliche Wettkampfveranstaltung des Deutschen Turner Bundes mit den deutschen Mehrkampfmeisterschaften stattfindet, dann werden knapp 1600 Teilnehmer aus über 400 Vereinen in 81 Meisterschaftswettbewerben  an den Start gehen.  Die Farben der MT 1861 Melsungen vertreten bei den Mehrkampfmeisterschaften in der Leichtathletik die Jugendlichen Henri Alter und Tobias Stang sowie Christan Schulz bei den Schülern. Alle drei Athleten  haben in den letzten Wochen mit ihren guten Leistungen Beständigkeit und Verlässlichkeit bewiesen und sind in der Lage, sich für das Deutsche Turnfest 2013, das vom 18. bis 25. Mai in der Metropolregion Rhein-Neckar ausgetragen wird, zu qualifizieren.  Insgesamt konnten 27 Jugendliche aus allen Teilen Deutschlands die Qualifikationsnorm von 48 Punkten für diese Vielseitigkeitsprüfung erfüllen. Der Mehrkampf, der von den Athleten eine vielseitige Ausbildung abverlangt, besteht aus dem 100m-Lauf, Weitsprung, Kugelstoßen, Schleuderballwurf und dem abschließenden 1000m-Lauf.

Obwohl nach den Sommerferien nicht mehr alle Hinweise auf das Leistungsvermögen der Wettkämpfer zutreffend sind, gehören der Vorjahres-Fünfte Lukas Blechschmidt (TuS Rhens) mit 57,35 Punkten  und Jörn Abrahams vom SV Remscheid mit 55,93 Punkten zu den heißen Medaillenanwärtern. Mit der deutschen Jahresbestleistung von  59,64 Punkten untermauerte aber Christian Justen aus Bernkastel-Kues seine klare Favoritenstellung. Eine anständige und vielversprechende Visitenkarte gaben auch die Zwillingsbrüder Gianluca und Alessandro Gattone vom TV Fraulautern ab.  Zurückhaltender starteten die Hessen mit ihrem Meister Andreas Nimmerfroh (Eintracht Glauberg), im Vorjahr Zwölfter der Meisterschaften, der in diesem Jahr mit 53,59 Punkten ebenso wie Vizemeister Alexander Fiehn aus Villmar (52,94 Punkte) zu den TOP-TEN-Mehrkämpfern des DTB gehören.

Henri Alter und Tobias Stang, die sich bei den Landesmeisterschaften in Friedberg mit 51,35 bzw. 51,10 Punkten die Plätze drei und vier sicherten, liegen in der Meldeliste im Mittelfeld auf den Rängen 14 und 16.  Doch nach den letzten Wettkampfleistungen und vor allem nach den Trainingsergebnissen sind die beiden wesentlich höher einzustufen.

Während Tobias Stang in Friedberg über 100 Meter mit 12,46 Sekunden eine persönliche Bestzeit lief, blieb Henri Alter mit 12,97 Sekunden drei Zehntel hinter den Erwartungen zurück und verschenkte damit bereits 0,5 Punkte. Im Weitsprung sicherte sich Tobias Stang mit 5,89 Meter 11,78 Punkte und kam nach zwei Wettbewerben auf 22,90 Zähler.  Auch im Weitsprung verfehlte Henri Alter mit 5,80 Meter das angestrebte Ziel und hatte nach zwei Übungen nur  21,77 Punkte auf dem Konto.  Wenn in Einbeck alles optimal läuft, sollte Tobias Stang nach den ersten beiden Wettbewerben über 23 und Henri Alter mehr als 22 Punkte gesammelt haben. Im anschließenden Kugelstoßen und Schleuderballwerfen hat Henri Alter allerdings klare Vorteile gegenüber seinem Trainingspartner aus Malsfeld.  Während der Speerwurfspezialist  in der Lage ist, die 5kg Kugel über die 12m-Marke zu stoßen und fast 10 Punkte zu erreichen, wäre Alwin J. Wagner bei Tobias Stang mit einem Stoß  über 9,50 Meter zufrieden, denn diese Weite würde ihm acht Punkte einbringen. Im Schleuderballweitwurf könnten beide mit einer Leistungssteigerung aufwarten. Henri Alter, der im Vorjahr mit einer Weite von 43 Meter in der Bestenliste stand und dessen weitester Wurf im Mehrkampf mit 49,38 Meter gemessen wurde, sollte den 1kg schweren Gummiball bei guten Bedingungen acht bis zehn Meter weiter schleudern. Das würde ihm 13,0 Punkte und somit zwei Zähler mehr als bei seinem Rekordergebnis einbringen. Auch Tobias Stang ist in der Lage um 45 Meter zu werfen und sich um weitere 0,7 Punkte zu verbessern, so dass nach vier Wettbewerben Henri Alter 44 Punkte und Tobias Stang etwas mehr 40  Zähler gesammelt haben könnte.

Durch das zusätzliche Konditionstraining in den letzten beiden Wochen dürfte der vierfache hessische Jugendmeister im 1000m-Lauf mehr Ausdauer bekommen haben und unter seiner Bestzeit von 3:27,25 Minuten bleiben.  „Ich rechne mit einer Zeit unter 3:20 Minuten und deshalb auch mit 9,5 Punkten“ sagte Alwin J. Wagner und hofft auf ein Endergebnis von 53 und mehr Wertungspunkte.  Henri kann zwar keine Medaillenansprüche anmelden, doch eine Platzierung unter den Top Ten ist nicht unmöglich. Das wäre zum Abschluss der Saison noch ein weiteres Highlight in seinem bisher erfolgreichsten Jahr“,   betonte Wagner und hofft, dass sich Tobias Stang im letzten Wettbewerb noch vor einige Athleten schiebt, die sich vor dem abschließenden 1000m-Lauf noch nicht weit genug von ihm entfernt haben. Der ehrgeizige Jugendliche aus Malsfeld strebt zum ersten Mal in diesem Jahr eine Zeit unter drei Minuten an und bekäme dafür 12 Punkte, so dass er ein Endergebnis von über 52 Zähler erreichen könnte. „Schade, dass sich Tobias  in den Wurfübungen nicht so wie erwartet verbessern konnte. Er verliert durch diese Schwäche gegen die Konkurrenz über drei Punkte und am Ende mindestens zehn Plätze.

Im Fünfkampf der A-Schüler, wo 35 Jungen die Qualifikationsnorm von 40 Punkten erfüllten, ist der 15-jährige Saarländer Julian Horf mit 54,18 Zähler der klare Favorit. Zu deutlich führt er die deutsche Jahresbestenliste der U16 an.  Auch der Zweitplatzierte Nico Fremgen aus Thaleischweiler hat gute Medaillenaussichten.  Für den Niedersachsen Julia Kohrs (Hiltorfer SV), der mit 52,34 Punkten als Dritter in der Meldeliste steht, sprechen seine Stärken im Kugelstoßen und im Schleuderballweitwurf.

Gespannt darf man auch den Auftritt von Christian Schulz aus Röhrenfurth entgegensehen.  Bei den Landesmeisterschaften belegte er mit 44,97 Punkten den vierten Platz und liegt in Liste der gemeldeten Teilnehmer auf Rang 18. Christian Schulz ist zwar in der Lage, sich weiter vorn zu platzieren, aber sein Ziel sollte es sein, Platz 18 in Einbeck zu behaupten.  Während er in Friedberg im Weitsprung mit 4,98 Meter bereits eine persönliche Bestleistung erzielt hatte, könnte er seine Ergebnisse über 100 Meter  (13,79 Sek.), Schleuderballwerfen (40,55 m), Kugelstoßen (8,68 m) und im abschließenden 1000m-Lauf (3:13,19 Min) weiter steigern, so dass er einige vor ihm Platzierte etwas ärgern könnte Gerade wegen der geringen Wettkampfmöglichkeiten ist der Spielraum für Überraschungen natürlich größer.  Alwin J. Wagner ist auch bei Christian Schulz zuversichtlich, denn „er  kann ein Ergebnis von 46 Punkten plus X einfahren und am Ende auch einen Platz unter den besten zwölf Schülern Deutschlands belegen –  möglich ist es…..“ (ajw)

Fotos:

Bei guten Bedingungen kann Henri Alter zum ersten Mal mit dem Schleuderball über die anvisierte 60m-Marke werfen
Mit einem 6m-Sprung könnte Tobias Stang den Grundstein für ein Mehrkampfergebnis über 52 Punkte legen
Im abschließenden 1000m-Lauf könnte Christian Schulz noch einige Punkte gutmachen.  Dazu benötigt er aber eine Zeit unter 3:10 Minuten



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