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Verlegerin Renate Matthei erhält Bundesverdienstkreuz

Kassel.  Die Gründerin und Geschäftsführerin des Furore Verlages, des „weltweit einzigen Musikverlages, der nur Musik von Frauen verlegt“, Renate Matthei, wird mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Bundespräsident Joachim Gauck verleiht den Verdienstorden am 4. Oktober anlässlich des Tags der Deutschen Einheit in Berlin. In der Begründung heißt es weiter: „Die Gründerin des ‚Furore Verlags’ engagiert sich seit vielen Jahren im kulturellen Bereich. Sie ist Vorstandsmitglied des internationalen Arbeitskreises ‚Frau und Musik’, dessen Archiv mit rund 20.000 Medieneinheiten über den weltweit größten Bestand an Noten, Literatur, Tonträgern und Bildmaterialien von Komponistinnen verfügt. Zudem ist Renate Matthei Mitgründerin und Vorstandsmitglied des ‚Kasseler Kultur Forums’, der Kulturschaffenden Gelegenheit bietet, sich einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Außerdem ist sie Mitbegründerin und Organisatorin des ‚Kasseler Kultursalons’, der es Künstlerinnen und Künstlern ermöglicht, über ihre Arbeitsprozesse mit einem interessierten Publikum zu sprechen, und den Gästen Einblick in die Entstehung von Kunst- und Kulturprojekten gewährt.“

Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland wurde 1951 von Bundespräsident Theodor Heuss gestiftet, um „verdienten Männern und Frauen des deutschen Volkes und des Auslandes Anerkennung und Dank sichtbar zum Ausdruck zu bringen“. Nur in wenigen Fällen händigt der Bundespräsident den Orden selbst aus. Mit seinen persönlichen Ordensaushändigungen möchte der Bundespräsident die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf Leistungen lenken, die er für besonders bedeutsam hält. Das geschieht aus Anlass des Tages der Deutschen Einheit und des Tages des Ehrenamtes.

Renate Matthei gründete 1986 den Furore-Verlag, der sich als einziger Musikverlag weltweit ausschließlich der Veröffentlichung von Noten und Büchern von und über Komponistinnen widmet und CDs mit Aufnahmen ihrer Werke vertreibt. Im aktuellen Katalog finden sich mehr als 1.000 Werke von etwa 150 musikschaffenden Frauen aus Europa, Amerika, Asien und Australien. Die Zeitspanne der Entstehung dieser Musik reicht vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart. 2011 feierte der Verlag sein 25-jähriges Jubiläum. Vier mal erhielt der junge Musikverlag für ausgewählte Notenausgaben bereits den Deutschen Musikeditionspreis „Best Edition“: 2010 für die Edition „Ausgewählte Lieder“ von Josephine Lang, 2006 für die Edition „25 plus piano solo“, eine festliche Jubiläumsedition, 2002 für die Faksimile-Edition „Das Jahr“ von Fanny Hensel, geb. Mendelssohn und 1996 für die Edition „Ton-Zeichen“ der Darmstädter Komponistin Barbara Heller.

Als erster Verlag widmete sich der Furore Verlag seit 1986 der Veröffentlichung des umfangreichen Werks von Fanny Hensel, der Schwester Felix Mendelssohns; darunter die Edition des großen und vielfach rezipierten Klavierzyklus „Das Jahr“. Neben einer 1989 erstmals erschienenen Spielpartitur bereichert das wertvolle Faksimile dieses Werkes, das erst 1997 in die Öffentlichkeit gelangte, seit 2000 das Verlagsprogramm. (red)



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