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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Tausende besuchten Wecke- un Worschtmarkt in Borken

Borken. Nebel lag noch über der Stadt, als Fleischer, Bäcker und Direktvermarkter ihre Stände rund um die evangelische Stadtkirche aufbauten und dekorierten. Fast zeitgleich begrüßte Pfarrer Matthias Kämpfer zahlreiche Besucher beim Erntedank- Gottesdienst, mit dem der 2. Nordhessische Wecke- un Worschtmarkt am vergangenen Sonntag seinen Anfang nahm. Konfirmanden und der stellvertretende Innungsvorstand der Bäckerinnung, Günther Schwarz, wirkten bei der Gestaltung mit. Und als die ersten Bäcker, Fleischer und Direktvermarkter ihre erste Wurst oder ihr erstes Brot verkauft hatten, lachte und schien die Sonne vom blauen Borkener Himmel. Was sollte da noch beim 2. Nordhessischen Wecke- un Worschtmarkt schief gehen?

Ehrung und Auszeichnungen
Richtig Betrieb herrschte auf dem alten Marktplatz vor dem Historischen Rathaus, als die offizielle Eröffnung mit Urkundenüberreichung „Qualität aus Hessen“ an prämierte Betriebe der Fleischerinnung erfolgte. Diese Arbeit teilten sich Staatssekretär Mark Weinmeister, Landrat Frank-Martin Neupärtl, Bürgermeister Bernd Heßler, der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Jürgen Altenhof, Landesinnungsmeister Eckhardt Neun sowie die Obermeister der Fleischer- und Bäckerinnung Fritz Kästel und Günther Schwarz.

Bürgermeister Bernd Heßler hieß nicht nur die zahlreichen Besucher sondern auch die rund 60 Aussteller in Borken willkommen. Er lobte die gute Kooperation mit dem Marktmeister Berthold Schreiner von der Firma Catering & Konzepte. „Ein so schönes Wetter, ein so schöner Tag macht einen Bürgermeister richtig glücklich!“

Beeindruckt von der großen Kulisse war auch der Obermeister Fritz Kästel. Alle Aussteller werden beim Markt mit Herzblut dabei sein, keine Industrie- oder Massenware anbieten, sondern qualifizierte Produkte aus solider Handwerkskunst. „Probiert, genießt und lasst Euch informieren“, rief sein Kollege von der Bäckerinnung, Günther Schwarz, den Menschen zu.

Stärkung des Einzelhandels

Die Betriebe, so Staatssekretär Mark Weinmeister, verstehen ihr Handwerk und liefern beste Qualität. An der Verdichtung im Einzelhandel durch immer größere Märkte leidet der Inhaber geführte Einzelhandel. „Aber bei diesen Betrieben wissen die Verbraucher wo die Ware herkommt und die Wertschöpfung bleibt im Land.“ So appellierte der Staatssekretär an die Bevölkerung um Unterstützung für die Fleischer- und Bäckerbetriebe, die für eine Belebung der Stadt sorgen. „Qualität hat einen Namen. Und das ist das Handwerk!“

Eine schöne Landschaft mit hervorragenden, engagierten Menschen, mit einer guten „ahlen Worscht“ und bester Bäckerqualität zeichne den Schwalm-Eder-Kreis aus, betonte Landrat Frank-Martin Neupärtl. Er schickte ein Lob an die Stadt, die stets für eine gute Unterstützung bei allen Veranstaltungen sorgt und ein verlässlicher Gastgeber sei.

Heinz Kohl-Kramer und Johannes Bechtel
Landesinnungsmeister Eckhardt Neun und Geschäftsführer Jürgen Altenhof nahmen gemeinsam die ersten Ehrungen vor. Johannes Bechtel aus Zella erhielt die erste Urkunde für seinen 2. Platz auf Landesebene. Damit war er Kammersieger in seinem Ausbildungsberuf als Fleischer in Nordhessen. Dabei durchlief er drei Ausbildungsbetriebe bis zur Gesellenprüfung: Burghard Claus aus Jesberg, Hain GmbH aus Mosheim sowie Kohl-Kramer aus Trockenerfurth. Heinz Kohl-Kramer, Seniorchef in der Fleischerei Kohl-Kramer, absolvierte im Jahr 1962 seine Meisterprüfung. Da war die Kulisse des 2. Nordhessischen Wecke- un Worschtmarktes der richtige Rahmen, um ihm nach 50 Jahren den „Goldenen Meisterbrief“ zu überreichen.

21 Betriebe mit 77 Proben stellten sich der Prüfung zur Verleihung des Prädikats „Qualität aus Hessen“. Die begehrte Urkunde erhielten: Ralf Bechtel, Willingshausen; Kurt Bechtel, Willingshausen-Zella; Werner Becker, Schwalmstadt-Treysa; Thomas Becker, Jesberg; Stefan Blossey e.K., Felsberg-Gensungen; Burghard Claus jun., Jesberg; Andreas Braun, Frielendorf-Großropperhausen; Ralf Gombert „World of Weckewerk“, Malsfeld-Dagobertshausen; Hain GmbH, Malsfeld-Mosheim; Christian Jäger, Homberg; Kohl-Kramer GmbH, Borken-Trockenerfurth; Axel Kramer, Borken-Nassenerfurth; Hans-Jürgen Pietsch, Ottrau; Werner Ross, Melsungen; Wilfried Roth, stv. Obermeister, Oberaula; Rudolf GmbH, Melsungen-Röhrenfurth; Töpfer Inh. Rafael Töpfer e.K., Homberg-Caßdorf; Stefan Völker, Willingshausen-Zella; Hasper Inh. Reiner Willing, Felsberg; K. Gebhardt, Inh. Wenghöfer, Wabern; Gerd Heinrich Weinreich, Edermünde.

Gute Geschäfte
Das Geschehen auf dem 2. Nordhessischen Wecke- un Worschtmarkt zu beschreiben, hieß Eulen nach Athen zu tragen. Überall an den Marktbuden wurde fleißig probiert und Wurst in allen Variationen gekauft. Brot und Wecke gingen weg wie warme Semmeln. Für Weinverkostung sorgte u.a. der Partnerschaftsverein Borken – Méru auf dem Kirchplatz und im Nu hatten die Konfirmanden 200 Brote für einen guten Zweck verkauft. Käsehappen wurden über die Ladentheke gereicht und so manche Postkarte oder mancher Borken-Schirm verkaufte die Stadt aus ihrem Stand heraus.

Kurzum: Der Markt war wieder ein Hit. Die Händler waren mit ihrem Umsatz zufrieden. Tausende von Menschen bevölkerten nicht nur die Stadt mit teilweise gut gefüllten Einkaufstaschen, sondern hatten vor allem Spaß und lebten die Geselligkeit bei einem Glas Wein oder bei einem heimischen Bier. (sb)



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