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MT-Geschäftsführer Axel Geerken im Interview

Melsungen. Axel Geerken, der seit 1. September zusammen mit Martin Lüdicke und Claus Schiffner die Geschäfte der MT Spielbetriebs- und Marketing-GmbH führt, stand vor seinem Engagement in Nordhessen in Diensten des VfL Gummersbach. Der frühere Torwart und Nationalspieler bezieht im Interview Stellung zum aktuellen sportlichen Status des MT Melsungen Bundesligateams und darüber hinaus zum Widerspruch gegen den Entscheid im Falle Kubes.

Die MT steht mit 5:9 Punkten auf Platz 13. Welche sportliche Zwischenbilanz ist nach diesen ersten sieben Wochen der neuen Saison zu ziehen?

Geerken: Gefühlt hätten wir sicher den ein oder anderen Punkt mehr auf dem Konto haben können. Wir waren in Großwallstadt dicht dran, gegen Hannover sowieso, aber auch zuletzt in Magdeburg. Dort muss man natürlich nicht von vornherein gewinnen, aber wenn man den Spielverlauf betrachtet, wäre mehr für uns drin gewesen. Andererseits durften wir nicht damit rechnen, in Berlin etwas Zählbares zu ergattern. Der momentane Tabellenstand ist zweifellos etwas von unserer Zielsetzung eines einstelligen Platzes entfernt. Dennoch bricht deshalb bei uns nicht gleich eine Krise aus.

Ist die Mannschaft zum jetzigen Zeitpunkt schon soweit als Team zusammengewachsen, wie man sich das vorgestellt hat?

Geerken: Nein. Denn wenn bisher alles super gut gelaufen wäre, würden wir ja nicht davon sprechen, dass wir ein paar Pünktchen mehr haben könnten. Einige Spieler haben einfach ihre Form noch nicht gefunden. Darüber hinaus müssen wir in den jeweiligen Spielen unsere Chancen besser nutzen. Oftmals sind es ja nur die kleinen Dinge, die ein besseres Abschneiden verhindern. Sorgen müssten wir uns machen, wenn im Spiel keine Chancen erarbeitet würden. Fakt ist aber, sie werden herausgespielt, nur nicht häufig genug in Tore umgemünzt.

Führt das bei den Spielern nicht zu einer zusätzlichen Verunsicherung, die sich dann auch in den folgenden Spielen zeigen könnte?

Geerken: Das schlägt sich bei jedem Spieler sicherlich anders nieder. Man darf einfach nicht ständig darüber nachdenken. Sonst verstärkt sich eine etwaige Verunsicherung nur noch mehr. Es gilt vielmehr, die Konzentration auf das Spiel und vor allem auf die jeweilige Spielsituation zu lenken. Und wie schon gesagt, Gedanken müssten wir uns eher machen, wenn wir überhaupt nicht zu Chancen kämen.

Die MT ist nicht im Soll, jetzt stehen zuhause vier Punktspiele in Folge an. Wie groß ist der Erfolgsdruck für genau diese Phase?
Geerken: Natürlich wollen wir diese vier Begegnungen gewinnen. Dieses Ziel muss man sich bei Spielen vor eigenem Publikum stellen. Allerdings bin ich kein Freund von Ausblicken oder sogar Hochrechnungen über einen längeren Zeitraum. Fakt ist, wir haben jetzt den VfL Gummersbach vor der Brust und darauf legen wir unser ganzes Augenmerk.

Sie sind noch nicht lange weg vom VfL, ist dieses Wiedersehen am Samstag deshalb etwas Besonderes?
Geerken: Ich freue mich auf dieses Spiel. Nicht nur, weil ich fast alle die seitens des VfL daran beteiligt sind, gut kenne. Grundsätzlich besteht ja der Reitz darin, gerade gegen seinen ehemaligen Club gewinnen zu wollen. Ich bin jetzt MT’ler, fühle mich hier wohl und hoffe, dass die beiden Punkte am Samstag in Kassel bleiben. Deshalb werden freundschaftliche Gefühle 60 Minuten lang keine Rolle spielen.

Um noch ein anderes Thema anzusprechen: Was ist eigentlich aus dem Einspruch der MT gegen das Urteil des DHB im Fall Daniel Kubes geworden?
Geerken: Gegen die Verlängerung der Sperre von Daniel Kubes, der als gesperrter Spieler seine Mannschaft beim Spiel in Berlin anfeuerte und dabei den Auswechselbereich betreten und damit am Spielbetrieb teilgenommen haben soll, hatten wir Einspruch eingelegt. Dieser Einspruch ist von der 2. Kammer des Bundessportgerichts abgewiesen worden. Dagegen haben wir nun Widerspruch eingelegt. Daniel ist zwar inzwischen wieder spielberechtigt, aber dieses Urteil wollen wir nicht einfach hinnehmen. Hier geht es grundsätzlich darum Klarheit zu bekommen, z.B. darüber, wie die bestehende Rechtsordnung umgesetzt wird, wie Eilanträge bearbeitet werden, welche Begrifflichkeiten relevant sind, etc. Wir glauben, diese Klärung liegt im Interesse aller Vereine. Deshalb haben wir diesen Widerspruch eingelegt. Dabei ist es uns wichtig darauf hinzuweisen, dass dieses Vorgehen auf keinerlei Ressentiments gegen den Verband oder dessen betreffende Mitarbeiter beruht. Es geht uns im Sinne der Liga ausschließlich um Grundsatz- und Verfahrensfragen.



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