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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

DGB Schwalm-Eder: Asyl ist ein Grundrecht

„Freundlicher und offener Empfang für Flüchtlinge ist wichtig“

Homberg. „Es ist richtig, dass sich auch der Schwalm-Eder-Kreis für die Aufnahme weiterer Flüchtlinge bereit erklärt“, erklärt der nordhessische DGB-Geschäftsführer Michael Rudolph. Das Asylrecht sei ein Grundrecht, das allen Menschen offen stehe. Es sei selbstverständlich, dass Flüchtlinge, die in Deutschland Asyl suchten, auch im Schwalm-Eder-Kreis für die Dauer ihres Asylverfahrens aufgenommen würden. Für den DGB ist wichtig, dass die Flüchtlinge in Homberg und im Schwalm-Eder-Kreis in einer offenen und freundlichen Atmosphäre empfangen werden. Man dürfe nicht vergessen, dass diese die Strapazen der Flucht nicht leichtfertig auf sich genommen hätten und nun übergangsweise zufällig in Homberg leben würden. Deswegen sei es umso wichtiger, ihnen mit einer gesunden Neugier statt mit Vorurteilen zu begegnen.

Der DGB ist Partner im Netzwerk „Gewalt geht nicht“ des Landkreises, das sich gegen rechte Gewalt und rassistische Einstellungen richtet und hier einige Erfolge aufzuweisen hat. Hierzu passe jedoch kein Klima der Angst vor Einwanderung und keine Stimmungsmache. Vielmehr müsse die Kommunalpolitik nun schnell Maßnahmen erarbeiten, mit denen eine Integration der Flüchtlinge in Homberg gelingen könne.

Der DGB schließt sich der Position von Pro Asyl an, dass dezentrale Unterkünfte für Flüchtlinge besser seien statt der leider meist gängigen Sammelunterbringung. Solange diese aber nicht zur Verfügung stünden, sei das leer stehende Homberger Klinikgebäude gut als Ausweichquartier für die Erstaufnahmestelle in Gießen nutzbar. DGB-Geschäftsführer Rudolph teilt die harsche Kritik an Stadt und Kreis nicht. Eine spontane Entscheidung sei Ende Oktober notwendig gewesen, da Bund und Land seit Jahren eine restriktive Flüchtlingspolitik betreiben, die solche kurzfristigen Maßnahmen notwendig machten. Er vermisst jedoch klare Aussagen über die geschlossenen Verträge zwischen Land, Kreis, Stadt und Asklepios, die Licht ins Dunkel bringen und sicher die aufgeregte Debatte beruhigen würden. (red)



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