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Janina Rohde verbessert den Kreis-Hallenrekord auf 13,40 Meter

Erfurt. Das nationale Hallensportfest in Erfurt, an dem Sportler aus fünf Landesverbänden und 41 Vereinen teilnahmen, bereitete den Athleten der MT 1861 Melsungen viel Freude. Neben zahlreichen Bestleistungen erfüllten die Leichtathleten zwölf A-Normen, die zur direkten Teilnahme an den Hessischen Hallenmeisterschaften berechtigen, die im Januar 2013 in Stadtallendorf und Frankfurt ausgetragen werden.

Zu den Höhepunkten der Veranstaltung gehörte das Kugelstoßen der U16, wo mit Sophie Frank aus Arnstadt und Janina Rohde (MT Melsungen) zwei Nachwuchs-Athletinnen der deutschen Spitzenklasse aufeinandertrafen. Die lang aufgeschossene Schülerin aus Thüringen lag in der vergangenen Freiluftsaison mit 13,74 m auf Rang zehn in Deutschland und damit einen Platz besser als Janina Rohde, die als bestes Ergebnis 13,71 m zu verzeichnen hatte.

Die 15-Jährige aus Melsungen, die zum Saisonende mit der 3kg-Kugel nicht mehr an die 12m-Marke kam und seit zwei Monaten bei Alwin J. Wagner trainiert, begeisterte die Zuschauer schon beim Einstoßen und setzte im Wettkampf das erste Maß der beginnenden Hallensaison. Nachdem sie den Wettbewerb mit 12,03 m eröffnet hatte, konterte Sophie Frank mit 12,36 m. Im zweiten Durchgang steigerte sich die Melsunger Kugelstoß-Hoffnung auf 12,37 Meter. Während Sophie Frank drei ungültige Stöße produzierte, verbesserte sich Janina Rohde über 12,79 und 12,85 auf 13,40 Meter. Das war nicht nur der souveräne Sieg; mit dieser großartigen Weite verbesserte sie auch den 18 Jahre alten Kreisrekord von Christine Hantsch (TuS Fritzlar), die bei den nordhessischen Hallenmeisterschaften am 21. Februar 1994 in Bad Sooden-Allendorf 13,28 Meter erreicht hatte. Sophie Frank war von diesem Rekordstoß sichtlich irritiert, denn sie ließ nur noch 11,98 Meter folgen und landete mit einem Rückstand von 1,04 Meter auf dem zweiten Platz. „Nach den Trainingseindrücken hatte ich schon mit einer Leistung um 13 Meter gerechnet. Dass es aber so gut klappen würde und eine Rekordverbesserung herauskam, hat mich selbst überrascht.“ Die 15-jährige MT-Athletin, die sich zum Ziel gesetzt hat, bei den Landeshallenmeisterschaften den Titel in der U18 zu gewinnen, imponierte auch im Hochsprung als Zweite mit 1,50 Meter und erfüllte nach der A-Norm im Kugelstoßen auch noch die B-Norm für diesen Wettbewerb.

Aber dieser Kugelstoßrekord war beileibe nicht der einzige große sportliche Höhepunkt aus Melsunger Sicht. Zu Beginn der Veranstaltung glänzte der Zwölfjährige Fabian Mandry im Hochsprung, als er alle Sprunghöhen bis einschließlich 1,54 Meter im ersten Versuch nahm. Nach den fehlerlosen Sprüngen traute man ihm auch die nächste Höhe noch zu. Aber die 1,57 m waren an diesem Tag noch zu hoch. Dennoch setzte er sich höhengleich gegen Paul Jungheinrich (Gotha) durch und erfüllte die A-Norm für die Landes-Hallenmeisterschaften der U16 in Frankfurt. Mit 4,91 m im Weitsprung sowie mit der ebenfalls neuen Bestleistung von 9,60 Meter im Kugelstoßen deutete Fabian Mandry sein Talent im Mehrkampf nur an.

Auch für Kim Hagemann hatte sich der Weg nach Erfurt gelohnt, denn die Zwölfjährige unterbot im Sprint sogar die A-Norm für die Hallenmeisterschaften der U16. Die talentierte Sprinterin bestach bereits im Vorlauf, wo sie die 60 Meter in ausgezeichneten 8,55 Sekunden herunterfegte. Und auch im Finale gefiel sie mit einem guten Start und einer eindrucksvollen Beschleunigungsphase. Mit 8,54 Sekunden setzte sie sich deutlich vor Mathilda Kraft aus Erfurt (8,66 Sek.) und Lena Schmidt (Mühlhausen) durch und fuhr nach diesem tollen Lauf ihren ersten großen Sieg auf Landesebene ein. Der zweite Platz im Kugelstoßen mit 6,86 Meter rundeten ihre gute Vorstellung in Erfurt ab.

Zwar fehlte es in einigen Wettbewerben an der nötigen Spannung, doch sorgten die erzielten Leistungen fast immer für einen gelungenen Ausgleich. So hatten auch Viktoria Mand und Katharina Wagner Grund zur Freude. Die beiden Abiturientinnen machten schon beim Melsunger Hallen-Mehrkampf durch gute Leistungen auf sich aufmerksam. Viktoria Mand steigerte sich im Kugelstoßen um fast einen Meter und bestach in Erfurt mit einer konstant starken Serie, bei der sie fünfmal über der 10m-Marke blieb. Ihr weitester Stoß wurde mit 10,61 m gemessen. Damit erfüllte sie die B-Norm für die Landesmeisterschaften im Kugelstoßen der Frauen.

Katharina Wagner sorgte im Sprint über 60 Meter für klare Verhältnisse. Die 17-Jährige qualifizierte sich mit 8,30 Sekunden nicht nur für die U20 Landesmeisterschaften, sondern bezwang auch im direkten Vergleich die Frauen-Siegerin Anett Christmann vom SV Gera (8,47 Sek.) Ihren zweiten Tagessieg holte sie sich im Weitsprung mit 5,01 Meter und erfüllte damit auch die B-Norm für diesen Wettbewerb in der U20.

In einer vielversprechenden Form präsentierte sich auch Henri Alter. Zunächst hämmerte er mit einem Raketenstart vor dem übrigen Endlauffeld über die Bahn und ließ sich erst auf den letzten fünf Metern von 11,8-Sprinter Maximilian Kempel einholen. Der Jugendliche aus Sömmerda siegte in 7,62 Sekunden vor Henri Alter, der mit der neuen Bestzeit von 7,65 Sekunden aufwartete und damit seinen Hausrekord von 7,90 Sekunden, den er bei den Landestitelkämpfen am 11. März in Wiesbaden aufstellte, förmlich pulverisierte. Den vierten Platz sicherte sich Jan Ullrich mit 7,75 Sekunden vor Tobias Stang, der als Fünfter nach 7,76 Sekunden das Ziel erreichte.

Der anschließende Weitsprungwettbewerb wurde eine sichere Beute für den vierfachen hessischen U18-Meister. Mit 6,08 Meter, die er im ersten Durchgang vorlegte und damit die Konkurrenz unter Druck setzte, gewann er vor seinem Trainingspartner Tobias Stang (5,97 m). Auch sein zweitbester Versuch von 6,03 Meter hätte noch zum Sieg gereicht. Den dritten Platz sicherte sich Maximilian Kempel mit 5,91 Meter. Jan Ullrich aus Melsungen hatte Probleme mit dem Anlauf und kam – vor dem Sprungbalken abspringend – auf 5,73 Meter. Alle drei Athleten erfüllten die B-Norm für die Jugend-Hallenmeisterschaften und versuchten auch im Dreisprung die HLV-Norm abzuhaken. Allerdings brachte dieser stimmungslose Wettbewerb nicht die erhofften Weiten. Henri Alter begann mit einem übergetretenen Sprung und ließ im zweiten Durchgang 12,47 Meter folgen. Auf die restlichen vier Versuche verzichtete er und drückte seinen Trainingspartnern für die Normerfüllung die Daumen. Tobias Stang hatte zwei Sprünge über 12 Meter, doch jedes Mal wurde die rote Fahne zum Zeichen für „ungültig“ gehoben. Nachdem er im fünften Durchgang sich auf 11,94 Meter verbessert hatte, sprang Maximilian Kempel im gleichen Durchgang auf 12,03 Meter und verdrängte ihn Platz drei. Unsicher und ohne jedes Gefühl für den richtigen Anlauf kam Jan Ullrich auf 11,25 Meter und belegte wie beim Weitsprung den vierten Rang. Dennoch erfüllten alle drei Athleten die vom Verband geforderte Norm.

Neben den acht Siegen gab es weitere Medaillen und viele gute Platzierungen für die MT-Leichtathleten.

So bot auch Robin Marie Mandry eine überzeugende Vorstellung. Die Elfjährige übersprang zunächst 1,25 m, lief anschließend die 50 Meter in 8,20 Sekunden und demonstrierte im 800m-Lauf der U12 als Dritte mit der neuen Bestzeit von 2:48,50 Minuten ihr läuferisches Talent. Die gleichaltrige Katharina Steuer aus Spangenberg, die im nächsten Jahr für die MT Melsungen starten wird, überzeugte ebenfalls auf den Laufstrecken. Zunächst belegte sie im ersten 50m-Vorlauf in 8,10 Sekunden den zweiten Platz und belegte anschließend über 800 Meter der U12 in 2:55,10 Minuten Rang fünf.

Die dreizehnjährige Hanna Steuber setzte sich nach einem verkorksten Start im dritten Vorlauf über 60 Meter noch in 8,90 Meter als Siegerin durch und qualifizierte sich für das Finale, wo sie als Fünfte in 8,77 Sekunden nur um 0,02 Sekunden einen Medaillenplatz verpasste. Leider klappte es beim Weitsprung nicht so, wie sie sich das vorgestellte hatte. In Thüringen springen die Schülerinnen der U14 nicht mehr aus einer Zone ab, sondern haben als Begrenzung die Plastilineinlage am Sprungbalken. Die Schülerin aus Beiseförth trat dreimal über und kam deshalb mit keinem ihrer weiten Sprünge in die Wertung. Während sich Anne Schönberg aus Taucha den Sieg mit 4,69 Meter sicherte und die Bronzemedaille an Hannah Scharf aus Bad Sooden-Allendorf mit 4,52 Meter ging, konnte man erkennen, dass Hanna Steuber vom Potenzial her in der Lage war, 4,60 Meter und weiter zu springen. Aber es sollte nicht sein.

Zum Abschluss der siebenstündigen Veranstaltung durfte sich auch Christian Schulz freuen. Der 15-jährige Schüler aus Röhrenfurth, sollte zum ersten Mal in seiner noch jungen Laufbahn die 800 Meter unter 2:20 Minuten zurücklegen. Um dieses Ziel realisieren zu können, sollte er die vier 200m-Runden jeweils in 35 Sekunden zurücklegen und auf den letzten 50 m noch die letzten Reserven mobil machen. Christian Schulz lief wie ein Uhrwerk und erfüllte die Vorgaben ganz genau. Dafür wurde er mit dem dritten Platz und der neuen Bestzeit von 2:19,20 Minuten belohnt.

„So gut haben wir die Wintersaison noch nie begonnen. Deshalb bin ich mit den Leistungen, die zu einem so frühen Zeitpunkt erzielt worden sind, natürlich sehr zufrieden,“ sagte Alwin J. Wagner und plant bereits für das nächste Meeting in Paderborn und Stadtallendorf. (ajw)



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