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TSV Ost-Mosheim – TG Rotenburg 27:26 (15:14)

Heimserie gegen starken Aufsteiger fortgesetzt

Ostheim. Alles war gerüstet für ein interessantes Handballspiel. Tabellenzweiter gegen Tabellendritten – ein Partie, die jede Menge Spannung bot. Würde Ost-Mosheim seine Siegesserie nach einer tollen zweiten Hälfte in Hofgeismar gegen den sehr starken Aufsteiger fortsetzen, oder würde die Serie ohne Niederlage gegen die Gäste aus Rotenburg reißen? Beide Trainer hatten ihre Mannschaft gut auf den Gegner eingestellt.

Ost-Mosheim hatte die besseren Einzelspieler, doch Rotenburg machte das durch Kampfgeist, bedingungslosen Einsatz und Schnelligkeit fast wett. Amine Remus eröffnete beim 1:0 den Torreigen, doch die Gäste kamen durch einen verwandelten Siebenmeter zum 1:1. So ging es weiter bis zum 4:4 – der Gast ließ sich einfach nicht abschütteln. Starken Angriffsleistungen von Ost-Mosheim standen schwache Abwehraktionen, vor allem gegen den Kreisläufer Holl, gegenüber. Beim 6:4 führte Ost-Mosheim erstmals mit zwei Toren. Doch in Unterzahl und durch zwei Siebenmeter blieb Rotenburg im Spiel.

Beim 12:9 in der 20. Minute hatte Ost-Mosheim die Chance, das Spiel schon vorzeitig auf Sieg zu lenken, doch durch zwei Gegenstöße kam der Gast wieder auf 12:11 heran. Erneut ging man durch Philip Bachmann und Rene Recknagel beim 14:11 mit drei Toren in Führung. Doch Rotenburg kam, begünstigt durch einige merkwürdige Entscheidung der jungen Schiedsrichter aus Landwehrhagen, bis zur Pause auf 15:14 heran.

Bei den Zuschauern war man nun gespannt, ob sich Ost-Mosheim in der zweiten Hälfte gegen die ehrgeizigen Gäste behaupten würde. Doch erst einmal setzte Rotenburg die Akzente, nach einer zweiten Minutenstrafe gegen den abwehrstarken Sebastian Wicke konnte Rotenburg im gesamten Spiel die erste Führung erreichen, doch dies hielt nicht lange an. Beim 17:16 war Ost-Mosheim nach Toren von den beiden überragenden Spielern Philip Bachmann und Adrian Barbura wieder mit 17:16 in Front. Doch leider konnte man die Topleistungen im Angriff weder in der Abwehr noch bei beiden Torhüter umsetzen.

Gerade beim Torhüter hatte Rotenburg durch den sehr starken Pankiewicz einen Vorteil auf seiner Seite. Auch die kompromisslose Art der Abwehrreihen und von den Schiedsrichtern nicht immer geahndete harte Abwehraktionen war entscheidend, dass sich Ost-Mosheim im Angriff nicht wie gewohnt durchsetzen konnte.

Doch gerade in der entscheidenden Spielphase zeigte sich Ost-Mosheim im Angriff sehr konzentriert. Entweder schlossen Philip Bachmann, Helge Kersten oder Amine Remus selbst ab, oder dem trotz seines Alters schon sehr abgezockten Adrian Barbura gelang es, durch wichtige Tore Ost-Mosheim immer wieder in Front zu halten. Auch durch Zeitstrafen ließ sich Ost-Mosheim nicht aus dem Konzept bringen.

Doch es blieb weiterhin eng. Beim 25:23 hätte Ost-Mosheim bei einer Restspielzeit von drei Minuten den Sack zumachen können, doch zwei Fehlabgaben führte bis zu letzten Minute zum 25:25 Ausgleich. Sollte dies der erste Punktverlust in eigener Halle werden?

Adrian Barbura setzte seine Serie fort und brachte Ost-Mosheim wieder in Führung, doch der starke Rechtsaußen Einhorn konnte erneut ausgleichen. Nun war Ost-Mosheim wieder im Angriff. Spielmacher Helge Kersten setzte sich durch und erzielte durch eine feine Einzelaktion das 27:26. Rotenburg hatte noch die Chance, in den letzte Sekunden auszugleichen. Doch die Gäste hatten die Rechnung ohne Björn König gemacht. Es waren noch zehn Sekunden zu spielen und Rotenburg war im Angriff, als er an der Mittellinie einen Rotenburger stoppte. Das war sehr wichtig, denn nun war es nur noch fünf Sekunden und Rotenburg hatte bei Ballbesitz an der Mittellinie eigentlich keine Chance mehr, den Ausgleich zu erzielen.

Björn König bekam zwar die rote Karte, das ist aber sicherlich ein nicht zu hoher Preis für den endgültigen Sieg, auch wenn er dann nun wahrscheinlich für zwei Spiele gesperrt wird. Hoffen wir nur, dass Rene Recknagel nach seiner Verletzung im nächsten Spiel gegen die Gäste aus Zwehren wieder mit von der Partie ist.

Alles in allem trotz des knappen Sieges ein verdienter Sieg von Ost-Mosheim. Wenn man in der Abwehr besser gestanden hätte, vor allem gegen den ständigen Unruheherd am Kreis, wäre das Spiel nicht so knapp geworden. Nicht so stark wie gewohnt waren die beiden Ost-Mosheimer Torhüter. Obwohl Alexander Lubadel gut begonnen hatte und Dennis Wittig gerade in der Schlussphase zwei wichtige Bälle hielt. Aber bei den Würfen von Außen hätte man sicherlich den einen oder anderen Ball noch abwehren können. Die beiden stärksten Spieler Philip Bachmann in Abwehr und Angriff und der sehr treffsicher Adrian Barbura machten den Unterschied. Schade eigentlich, dass Rene Recknagel schon so früh ausscheiden musste, sicherlich wären dann noch einige Angriffsvarianten möglich gewesen.

Die Leistung von Philip Bachmann kann man erneut nicht hoch genug bewerten. 58 Minuten in Abwehr und Angriff spielen, acht Feldtore erzielen und fast bei jedem Angriff Schläge von den nicht gerade zimperlichen Gegenspielern zu erhalten, zeigt die körperliche und mentale Stärke des Leaders von Ost-Mosheim.

Wie die Ost-Mosheimer Mannschaft den Ausfall von Maxi Kranz als einzigen Rückraumschütze bisher verkraftet hat, ist schon bemerkenswert. Maxi war zwar schon wieder im Kader aber ein Einsatz wäre sicherlich schon zu früh gewesen.

Dieser knapper Sieg ist um so höher zu bewerten, wenn man bedenkt, dass die Gewichtung der Schiedsrichter nicht gerade ausgeglichen waren. An sich keine schlechte Partie der jungen Schiedsrichter. Man konnte aber vermuten, dass die Tatsache, dass Sie offiziell beobachtet wurden, sie dazu veranlasst hat, nicht als Heimschiedsrichter zu gelten und die eine oder andere Entscheidung zu Gunsten des Gastes auszulegen. Vor allem die vielen Fouls der Rotenburger wurden nicht im gleichen Maße geahndet, wie auf Ost-Mosheimer Seite.Doch Ost-Mosheim war auch stark genug damit fertig zu werden.

Ost-Mosheim bekam vier Siebenmeter zugesprochen, konnte allerdings auch nur zwei verwandeln, die Gäste aus Rotenburg bekamen sieben Siebenmeter und konnte alle verwandeln. Bei den Zeitstrafen war das Verhältnis 5:4, wobei sicherlich die Attacken der Rotenburger in der Abwehr zu mehr Strafen hätten führen müssen, bei den vier Zeitstrafen waren noch zwei Strafen wegen Meckern. (Jürgen König)

Mannschaftsaufstellung:
Alexander Lubadel, Dennis Wittig,
Sebastian Wicke, Björn König, Maximilian Kranz (n.e.), Wojtek Lalek (n.e.),Daniel Kinnback (n.e),Amine Remus 4, Peter Wambach, Adrian Barbura 8, Helge Kersten 5/2,
René Recknagel 1, Philip Bachmann 9/1, Nicolas Bachmann(n.e.), Alexander Apel (n.e.)



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