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Statistisches Landesamt legt revidierte Ergebnisse der Erwerbstätigenrechnung vor

Hessen. Die Zahl der Erwerbstätigen in Hessen stieg von 2008 bis 2010 landesweit um knapp 13 400 auf 3,136 Millionen. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, verringerte sich dagegen die Zahl der von den Erwerbstätigen insgesamt geleisteten Arbeitsstunden um 16,4 Millionen auf nunmehr 4,410 Milliarden Stunden. Rechnet man die unterschiedlichen Arbeitszeiten der Erwerbstätigen in Vollzeitbeschäftigen-Einheiten um, entspricht dies 2,635 Millionen Vollzeitarbeitsplätzen (Vollzeitäquivalente); das sind fast genauso viele Vollzeitäquivalente wie 2008.

Innerhalb der drei Jahre gab es unterschiedliche Entwicklungen von Erwerbstätigenzahl und geleisteten Arbeitsstunden. Die Zahl der Erwerbstätigen blieb im Krisenjahr 2009 im Vergleich zum Vorjahr stabil und erhöhte sich im darauf folgenden Jahr 2010 — ebenfalls im Vergleich zum Vorjahr — leicht um 0,4 Prozent. Dagegen sank die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden der Erwerbstätigen 2009 im Vergleich zu 2008 um 2,4 Prozent und nahm im Zuge der wirtschaftlichen Erholung in 2010 im Vergleich zu 2009 um 2,1 Prozent zu. Das Niveau von 2008 — vor Beginn der Finanzkrise — in Höhe von 4,427 Milliarden Stunden konnte im Jahr 2010 noch nicht erreicht werden.

Auf regionaler Ebene gab es abweichende Entwicklungen: Ein Arbeitsplatzaufbau war von 2008 auf 2009 für die Hälfte aller 26 hessischen Landkreise und kreisfreien Städte festzustellen, von 2009 auf 2010 waren es sogar 20.

Betrachtet man die geleisteten Arbeitsstunden der Erwerbstätigen, fällt die Bilanz insbesondere im Krisenjahr 2009 ungünstiger aus: Mit Ausnahme des Main-Taunus-Kreises gab es in allen Landkreisen und kreisfreien Städten 2009 im Vergleich zu 2008 eine Abnahme. Die stärksten relativen Rückgänge gab es im Odenwaldkreis, dem Lahn-Dill-Kreis und in Waldeck-Frankenberg. Die relativen Abnahmeraten beim Arbeitsvolumen liegen in allen Kreisen deutlich unter den relativen Veränderungsraten bei den Erwerbstätigenzahlen. Eine wesentliche Ursache dafür ist in der erweiterten Kurzarbeiterregelung im Jahr 2009 zu sehen. Im darauf folgenden Jahr stellt sich die Situation genau umgekehrt dar. Bis auf den Main-Taunus-Kreis meldeten alle Kreise einen Anstieg der geleisteten Arbeitsstunden; die relativen Zuwachsraten bei den geleisteten Arbeitsstunden waren stärker als die der Erwerbstätigenzahlen.

Bei den Vollzeitäquivalenten konnten 2009 gegenüber 2008 sechs Kreise einen Zuwachs verzeichnen und zwei Kreise das Niveau des Vorjahres halten.

Diese Angaben beruhen auf den revidierten Ergebnissen der Erwerbstätigenrechnung, die jetzt erstmals veröffentlicht werden. Weitere detaillierte Regionalergebnisse enthalten die soeben erschienenen Gemeinschaftsveröffentlichungen „Erwerbstätige in den kreisfreien Städten und Landkreisen der Bundesrepublik Deutschland 2008 bis 2010“ und das „Standard-Arbeitsvolumen in den kreisfreien Städten und Landkreisen der Bundesrepublik Deutschland 2008 bis 2010“. Beide Publikationen werden vom Arbeitskreis „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ (AK ETR) herausgegeben sowie die Gemeinschaftsveröffentlichung „Erwerbstätige in Vollzeitäquivalenten in den kreisfreien Städten und Landkreisen der Bundesrepublik Deutschland 2008 bis 2010“ der Statistischen Ämter der Länder. Die Publikationen werden im Onlineangebot des AK ETR kostenlos zum Download angeboten.

Alle Angaben erfolgen auf Basis der Wirtschaftszweigsystematik WZ 2008 und sind auf den Rechenstand August 2011 abgestimmt. (red)



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