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DHB-Pokal Achtelfinale: MT-Auftritt am Stammsitz

Melsungen. Keine Zeit zum Durchschnaufen. Nur drei Tage nach dem Sensationssieg in Kiel muss die Mannschaft von Trainer Michael Roth am Mittwoch im Achtelfinale im DHB-Pokals ran und am Wochenende steht schon wieder der 16. Spieltag der DKB Handball-Bundesliga auf dem Programm. Zufällig heißt der Gegner der MT Melsungen in beiden Fällen HBW Balingen-Weilstetten. Das Pokalspiel trägt die MT Melsungen an ihrem Stammsitz in der knapp 1.200 Zuschauer fassenden Melsunger Stadtsporthalle aus. Anwurf am Mittwoch ist um 20.15 Uhr. Es gibt noch Tickets.

Normalerweise heißt die Reihenfolge ja: Erst die Pflicht, dann die Kür, sprich erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Der Ligaplan für diese Woche sieht es aber genau umgekehrt vor: Erst die Pokal-Kür, dann die Liga-Pflicht. Doch ob die Begegnung mit Balingen-Weilstetten am Mittwoch den Bereichen “Vergnügen” bzw. “Kür” zuzuordnen ist, bloß weil es sich um ein Pokalspiel handelt, wird sich zeigen. Die Beteiligten selbst rechnen hier, genau wie am Samstag beim Ligaspiel, wohl eher mit harter Arbeit. Schließlich biegt der nationale Cupwettbewerb schon so langsam auf die Zielgerade ein. Wer diese Runde übersteht, muss nur noch ein weiteres Mal schwitzen und kann im Erfolgsfalle danach bereits das Ticket zum FinalFour in Hamburg lösen. Klar, dass nun gerade die mit Heimrecht ausgestattete MT gegen Balingen die Chance beim Schopfe packen will und mit einem Sieg ins Viertelfinale vorstoßen möchte.

Apropos Heimrecht: Der Austragungsort Melsunger Stadtsporthalle für das Pokalmatch wurde mit Bedacht gewählt. Zum einen ist es erfahrungsgemäß schwierig, innerhalb so kurzer Zeit zweimal am gleichen Spielort ausreichend Zuschauer zu gewinnen. Zum anderen möchte sich die MT auch mal wieder an ihrem Stammsitz zeigen. “Viele unserer Zuschauer zu den Bundesligaspielen in Kassel kommen nach wie vor aus Melsungen und Umgebung. Wir denken, das ist jetzt eine gute Gelegenheit, diesen Fans auch mal Danke zu sagen und sie mit einem attraktiven Spiel direkt vor der Haustür für ihre Unterstützung zu belohnen”, erklärt MT-Aufsichtsratschefin Barbara Braun-Lüdicke.

Erinnerungen werden wach
Natürlich werden mit diesem Umzug bei eingefleischten MT-Anhängern sofort wieder die Erinnerungen an die glorreichen Pokalsiege aus Zweitligazeiten geweckt. Vor allem, an die sensationelle Erfolgsserie 1995/96, als man in der Stadtsporthalle nacheinander drei Erstligisten aus dem Rennen warf und anschließend ins Final Four nach Hamburg gelangte. Bis zu 1.600 Zuschauer verwandelten seinerzeit die Spielstätte an der Melsunger Dreuxallee in einen wahren Hexenkessel, in dem auch gestandene Bundesligisten weiche Knie bekamen. Ganz so viele Besucher sind aufgrund von Liga- und Sicherheitsbestimmungen zwar inzwischen nicht mehr zugelassen – die offizielle Anzahl der Plätze liegt bei rund 1.150 – aber das dürfte kein Hinderungsgrund sein, am Mittwoch die einst gerühmte Stadtsporthallen-Stimmung wieder aufleben zu lassen. Das dies möglich ist, haben schließlich auch die in den letzten Jahren hier ausgetragenen Halbfinals des SparkassenCup-Turniers gezeigt.

Da war doch mal was …
Das letzte Pflichtspiel in Melsungen indes liegt etwas weiter zurück. Es war die letzte Begegnung der Saison 2004/ 2005 in der 2. Handball-Bundesliga, Gruppe Süd, am 7. Mai 2005, bevor dann Melsungen anlässlich des Aufstiegs ins Handball-Oberhaus nach Rotenburg umzog. Der Gegner damals hieß – welch ein Zufall – HBW Balingen/Weilstetten und wurde klar besiegt. – Apropos Balingen: Ein Pokalduell zwischen den Nordhessen und den Schwaben gab es auch schon mal und zwar in der gleichen Saison als die MSG Melsungen/Böddiger in der ersten Hauptrunde den HBW Balingen/Weilstetten mit 34:19 aus der Stadtsporthalle fegte.

Auch Balingen bezwang schon mal den THW
Übrigens: Genau wie die MT darf sich auch Balingen “Kiel-Bezwinger” nennen. Den Schwaben gelang das Kunststück vor fast genau drei Jahren, am 23. Dezember 2009 – damals aber “nur” in eigener Halle und gegen einen dezimierten THW. Sie wissen also aus eigener Erfahrung, wie die sich nach einem solch unerwarteten Sieg ausbreitende Euphorie die Konzentration auf den Alltag erschweren kann und hoffen deshalb, die MT am Mittwoch auf dem “falschen Fuß” erwischen zu können. Noch nie standen die “Gallier von der Alb”(zur Zeit Bundesliga-Elfter) in einem Pokal-Achtelfinale und auch ihr Traum ist es, einmal nach Hamburg zum FinalFour fahren zu dürfen. “Ich hätte durchaus nichts dagegen, wenn uns Melsungen zumindest am Mittwochabend etwas unterschätzt“, macht HBW-Geschäftsführer Bernd Karrer keinen Hehl daraus, dass ihm ein Weiterkommen im Pokal schon wichtig ist.

Wir wollen weiterkommen!
Klar, dass der Superauftritt in Kiel bei der MT, die inzwischen auf Platz 6 in der Bundesligatabelle liegt, eine Euphorie entfacht hat. “Das ist gut so”, sagt Michael Roth, “das will ich auch gar nicht bremsen. Die Mannschaft hat sich dies redlich verdient, der Verein sowieso. Wir werden deshalb aber nicht gleich abheben. Denn jedem dürfte spätestens jetzt klar sein, dass die Bundesliga Überraschungen in jede Richtung bereithält. Deshalb werden wir auch das Pokalspiel sehr ernst nehmen. Auch die MT will schließlich mal wieder nach Hamburg”, macht der MT-Trainer das Ziel deutlich.

Auch Felix Danner sieht in der derzeitigen Hochstimmung keine Gefahr, darüber die Konzentration auf das Pokalgeschehen oder den Ligaalltag zu verlieren. Im Gegenteil: “Wenn am Mittwoch die Stadtsporthalle möglichst aus allen Nähten platzt, wird man als Spieler allein dadurch schon wach gerüttelt und demzufolge sehr aufmerksam sein. Balingen werden wir ganz bestimmt nicht unterschätzen”, verspricht der Kreisläufer. (Bernd Kaiser)

Der Weg der beiden Kontrahenten ins Achtelfinale:
TV 05/07 Hüttenberg (2. Bundesliga) – HBW Balingen-Weilstetten 30 : 32 (14:15)
TSV Weinsberg (Oberliga Baden-Württemberg) – MT Melsungen 24 : 44 (16:22)
(Der Pokalmodus der Saison 2012/13 sah vor, dass die Erstligisten erst in der dritten Runde einsteigen)

Schiedsrichter in Melsungen:
Lars Geipel (Steuden), Marcus Helbig (Landsberg); DHB-Spielaufsicht: Thorsten Zacharias.

Tickets/Preise:
Die Melsunger Stadtsporthalle ist für knapp 1.200 Zuschauer zugelassen. Karten sind noch bis Mittwochmittag in der MT-Geschäftsstelle in Melsungen, Mühlenstraße 14, erhältlich und am Mittwochabend an der ab 19.00 Uhr geöffneten Kasse der Stadtsporthalle. Sitzplatzkarten kosten 10 Euro (freie Platzwahl), Stehplätze 7 Euro, Jugendliche zwischen (13-17 J.) 5 Euro.



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