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Letzter Gast vor dem Fest: MT empfängt Großwallstadt

Kassel/Melsungen. Zum letzten Heimspiel des Jahres in der DKB Handball-Bundesliga empfängt die MT Melsungen den TV Großwallstadt. Anwurf in der Kasseler Rothenbach-Halle ist am Samstag, 22. Dezember, 19 Uhr. Tickets sind noch an der ab 17.30 Uhr geöffneten Hallenkasse erhältlich. Dezember 2012 – was für ein Monat! Sage und Schreibe acht Spiele muss die MT innerhalb von nur 26 Tagen absolvieren. Das bedeutet im Schnitt rund alle drei Tage ein Wettkampf. Am Samstag nun steht das siebte Spiel dieser Kräfte raubenden Dezember-Serie an, die MT empfängt den in Abstiegsgefahr schwebenden TV Großwallstadt.

Kein Wunder, dass Michael Roth in Anbetracht dieser Beanspruchung um die Gesundheit seiner Spieler bangt. Trainingseinheiten bestehen inzwischen zu einem Großteil aus Regeneration. Eine echte körperliche Vorbereitung auf den nächsten Gegner ist da kaum möglich. So bravourös sich die MT in dieser Phase geschlagen hat – vier der sechs Spiele (einschließlich Pokal) haben die Rotweißen gewonnen – so hart musste sie am Mittwoch in Hamburg den bisherigen Belastungen Tribut zollen. Felix Danner (Aduktorenzerrung) und Alexandros Vasilakis (Kieferprellung) waren erst gar nicht mitgefahren. Der kurz zuvor noch grippekranke Michael Allendorf reiste erst am Spieltag an und von denen, die auf der Platte standen, hätte mindestens die Hälfte eher Schonung denn Wettkampf gebrauchen können. Die Quittung gab es in Form einer 27:38-Niederlage.

Aber die MT muss sich nicht grämen. Dann alles zuvor Gezeigte war absolut positiv. Zwischenzeitlich wurde gar Platz sechs erklommen, man überwintert im DHB-Pokal als Viertelfinalteilnehmer und hat durch den Sensationsauftritt in Kiel nicht nur zwei absolut unerwartete Punkte eingefahren, sondern vor allem kräftig Imagepflege betrieben. So will die MT schon am Samstag gegen den Traditinsverein aus Mainfranken – Großwallstadt ist Gründungsmitglied der seit 1977 eingleisigen Bundesliga – wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Vom Papier her kein Problem. Beim Spiel Achter gegen Vorletzter sollte es keine Spekulationen geben. Oder doch?

Der MT-Trainer scheint jedenfalls gute Gründe zu haben, seine Mannschaft sehr eindringlich vor seinem früheren Club zu warnen. “In Anbetracht unseres Kräfteverschleißes und der Tatsache, dass Großwallstadt mit dem Rücken zur Wand steht, müssen wir höllisch aufpassen”, bringt es Michael Roth auf den Punkt. Er erwartet einen richtig schweren Gang über 60 Minuten und appelliert deshalb im Namen der Mannschaft, das Publikum möge sie leidenschaftlich unterstützen. “Dieses eine Heimspiel vor Jahresende müssen wir uns einfach nochmal aufraffen, alles mobilisieren und den Gegner voll konzentriert annehmen”, fordert Michael Roth. Was dann am zweiten Weihnachtsfeiertag beim tatsächlich letzten Spiel des Jahres bei den Rhein-Neckar Löwen folgt, sei nur unter der Rubrik Zugabe zu sehen.

So wie es ausieht, winkt der gebeutelten Mannschaft am Samstag aber Entlastung. Alexandros Vasilakis scheint soweit wieder hergestellt zu sein, dass er sich einsatzbereit melden konnte. Und auch Felix Danner hat dank intensiver Behandlung bei MT-Partner REHAmed sein Mitwirken in Aussicht gestellt. Wobei auch festzuhalten ist, dass deren jeweilige “Stellvertreter” auf den betreffenden Positionen ganze Arbeit geleistet haben. Das gilt für Anton Mansson am Kreis genau so wie für Malte Schröder im rechten Rückraum. Das hat auch dem Coach gut gefallen: “Was ich immer sage und fordere, haben die Jungs toll umgesetzt: Sie waren da, als sie gebraucht wurden”, lobt Roth.

Dass sich die Anstrengungen auch gegen Großwallstadt für die zur Zeit auf Platz acht rangierenden Nordhessen lohnen können, macht allein der Blick auf den Spielplan deutlich. Jenachdem, welche Ergebnisse die unmittelbaren Punktenachbarn an diesem Wochenende erzielen, könnte Melsungen im günstigsten Falle – ein eigener Sieg natürlich vorausgesetzt – sogar als Tabellenfünfter Weihnachten feiern. Wenn das kein Anreiz ist. Auf ein vorzeitiges Geschenk des TV Großwallstadt ist indes nicht zu hoffen. (Bernd Kaiser)

Schiedsrichter in Kassel:
Christoph Immel / Roland Klein (Tönnisvorst / Ratingen); Spielaufsicht: DHB-Schiedsrichterwart Peter Rauchfuß.



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