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MT-Athleten ohne Trumpfkarte nach Frankfurt

Frankfurt/Melsungen. Die Sporthalle in Frankfurt-Kalbach avanciert in den nächsten drei Wochen zum Leichtathletik-Mekka, denn während am kommenden Wochenende die Jugend- und Schülermeisterschaften ausgetragen werden, finden eine Woche später die deutschen Mehrkampfmeisterschaften statt. Und in vierzehn Tagen werden in dieser Halle die süddeutschen Meister ermittelt. Für die Landes-Hallenmeisterschaften der U20 sowie der U16 haben insgesamt 634 Athleten aus 130 hessischen Vereinen gemeldet, so dass für Masse und auch Klasse ausreichend gesorgt ist. Die Melsunger Turngemeinde hat in diesem Jahr keine Trumpfkarte bei diesen Meisterschaften, aber für die fünf Teilnehmer müsste der Start bei den Landesmeisterschaften und die Aussicht, sich für weitere Hallenwettkämpfe qualifizieren zu können, Motivation genug sein, um das jeweilige Finale zu erreichen.

Als jüngste Starterin im Melsunger Aufgebot geht Kim Hagemann über 60 Meter der U14 an den Start. Während sich eine siebenköpfige Spitzengruppe zwischen 8,24 und 8,30 Sekunden dicht zusammendrängt, belegt die noch zwölfjährige Sprinterin aus Beiseförth mit 8,46 Sekunden in der aktuellen Meldeliste den 16. Platz der 58 Schülerinnen. Wer packt von den Spitzenläuferinnen die Gelegenheit beim Schopf? Favoritin ist Michelle Mackner vom TV Assenheim, die mit 8,24 Sekunden die Rangliste anführt. Aber auch Jennifer Zuban, das große Sprinttalent vom TSV Remsfeld mit einer Jahresbestzeit von 8,28 Sekunden, hat berechtigte Aussichten, bei der Siegerehrung auf dem obersten Treppchen zu stehen. Man sollte ein paar Hundertstelsekunden Unterschied nicht zu hoch bewerten. Kim Hagemann, die auch im nächsten Jahr noch einmal in dieser Altersklasse starten kann, soll in Frankfurt Erfahrung sammeln. Wenn sie ihren Verlauf erfolgreich absolviert und den Zwischenlauf erreicht, wäre das für die im Sommer beim Schulsport entdeckte Talent ein großer Erfolg. Aber bei so geringen Zeitunterschieden entscheiden immer wieder Kleinigkeiten. Eine kleine Unachtsamkeit am Start und schon ist es passiert. Hundertstelsekunden, die im Ziel entscheidend sind, können dadurch verloren gehen.

Im Dreisprung der U20 heißt die große Favoritin Julia Krug von der LG Reinhardswald. Die 18-Jährige erzielte im Vorjahr in Mörfelden mit 11,76 Meter ihre größte Weite und führt die Bestenliste mit einem von einem halben Meter Vorsprung an. Natalie Dittmar von der Eintracht Frankfurt, die am letzten Wochenende auf den Dreisprungwettbewerb der Frauen verzichtete, folgt mit 11,21 Meter. Gespannt darf man auf die Leistungen von Laura Bargel (Bad Nauheim) und Jule Maurer (Bad Schwalbach) sein, denn beide Jugendliche wurden ebenfalls mit Leistungen jenseits der elf Meter gemeldet. Es wird sich zeigen, ob Celine Kühnert von der MT Melsungen diese beiden Springerinnen so einfach gewähren lassen wird. Die MT-Athletin bewies ihre gute Form erst am letzten Wochenende, als sie in Stadtallendorf bei den Meisterschaften der Frauen mit 10,60 Meter überraschend die Bronzemedaille gewinnen konnte. Emma-Louise Pudenz (Tuspo Borken) nur elf Zentimeter hinter Celine Kühnert, Tracy Wittlich (Eintracht Frankfurt), Alisa Franz (Camberg) und Franziska Klein aus Sprendlingen, sind ebenfalls zu beachten.

Jessisca Hesse (Gelnhausen), Denise Wagemans (Wiesbaden) und Tania Horst (Wetzlar) werden die Medaillen im 400m-Lauf der U20 sicherlich unter sich ausmachen. Die Frage ist, ob Marie Wagner (MT Melsungen) dieses Mal vor ihre Konkurrentin Wiebke Fuchs vom TV Reisen die Ziellinie erreichen wird. Am letzten Wochenende hielt die Jugendliche aus Gensungen 300 Meter lang mit Wiebke Fuchs mit. Als es auf dem letzten Abschnitt zur Sache und damit um Rang vier ging, hatte Marie Wagner nichts mehr zuzusetzen. In dieser Woche wurde trotz der kalten Witterung zweimal der Langsprint trainiert, so dass eine Zeit um 62 Sekunden erwartet werden darf. Die Frage ist auch, wie sich die beiden Jugendlichen Katrin Loose (63,06 Sek.) und Janine Wampula (64,23 Sek.) zurückmelden werden. Für Spannung ist gesorgt.

Mit seinem Rekordsprung von 14.00 Meter in Stadtallendorf zeigte Leon Kirchner (TV Königstädten), dass er für die Landesmeisterschaften gut gerüstet ist. So etwas schafft Distanz zur Konkurrenz. Die Frage nach dem Sieger und Meister ist unter normalen Voraussetzungen also ziemlich überflüssig. Ganz anders sieht es aus, wenn es um die Reihenfolge der Platzierten geht. Daniel Gscheidle aus Bad Nauheim wurde mit seiner Vorjahresleistung von 12,49 Meter gemeldet. Sebastian Ludwig (MT Melsungen) sprang als nordhessischer Jugendhallenmeister am 11. Dezember in der Langenberghalle in Großenritte großartige 12,47 Meter und sorgte damit für einen guten Einstand in die Hallensaison. Kommt es zu einem Duell zwischen Daniel Gscheidle und dem Obermelsunger? Aber mit Sebastian Roth (12,40 m) und Artur Scherfink (12,30 m) stehen weitere Medaillenanwärter auf der Matte. Tobias Stang, in der aktuellen Meldeliste mit 12,13 m auf Rang sieben, peilt ebenfalls den Endkampf an. Allerdings sollte er Philip Konrad aus Camberg mit 12,12 m und Martin Fonsatti aus Flieden (11,94 m) besonders im Auge haben.

Am nächsten Tag startet der Malsfelder, der drei Normen für die Landesmeisterschaften erfüllt hatte, auch im Weitsprung der U20. Es gibt zwar eine Garde von 6,50m-Springern, doch Carlos Castro-Schauer von der Eintracht Frankfurt nimmt mit 7,20 Meter noch eine Sonderstellung ein. Der Jugendliche gewann vergangenes Wochenende in Stadtallendorf den Wettbewerb der Männer mit 7,10 Meter. Auch Artur Scherfink (LAV Kassel) sprang beachtliche 6,80 Meter. Tobias Stang ist in der Lage über sechs Meter zu springen, aber das reicht nicht für das Finale.

Henri Alter, der im Vorjahr sowohl den Hallen- als auch den Freilufttitel im Dreisprung mit Weiten über 13 Meter gewinnen konnte, zog sich vor einiger Zeit eine Rückenverletzung zu, so dass er in der nächsten Zeit keinen Sprungwettbewerb bestreiten wird. Obwohl er seit Oktober des Vorjahres keinen Speer mehr in der Hand hatte, wurde aber auf eigenen Wunsch für die zur gleichen Zeit stattfindenden Winterwurfmeisterschaften gemeldet. Er fängt quasi neu an. Sollte er keine Probleme mit seinem Rücken bekommen, müsste der vierfache hessische Jugendmeister des Vorjahres hinter dem großen Favoriten Hendrik Nungeß von der LG Neu-Isenburg-Heusenstamm und seinem Freund Karl Westphal (VfL Wanfried) den dritten Platz belegen. Allerdings darf er Jakob Etzel nicht unterschätzen, der im Vorjahr 47,63 Meter erzielte.

Mit Janina Rohde startet eine weitere Athletin der MT Melsungen bei den Winterwurfmeisterschaften in Frankfurt. Die 15-Jährige möchte im Diskuswerfen die 30m-Marke überwerfen, was am Ende auf jeden Fall einen Finalplatz bedeuten würde. Klare Favoritin ist Louisa Schlömer aus Twiste, die mit 37,22 Meter die Meldeliste anführt. Aber Sara Lisa Zorn vom SCC Hanau-Rodenbach zeigte am letzten Wochenende als Zweite im Kugelstoßen, dass sie gut in Form ist. Auch Lisa Schmitt und Anna Fehlhaber (beide Eintracht Frankfurt) sind weitere Anwärterinnen auf Edelmetall. Sie bringen gute körperliche Voraussetzung mit und haben die besten Trainingsbedingungen aller Teilnehmer, denn sie können bei diesen Wetterverhältnissen ungestört aus einem Wurfhaus heraus werfen. Um Rang fünf streiten sich Sarah Weckbecker (30,71 m), Laura Edel (30,46 m), Nina Wöhlert aus Darmstadt und auch Janina Rohde. (ajw)



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