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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Hephata-Werkstatt in Ziegenhain in Betrieb

Schwalmstadt-Ziegenhain. Mit dem Ergänzungsbau der Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM) „An der Feuerwache“ in Ziegenhain ist die Behindertenhilfe Hephata noch einen Schritt näher an die Bedingungen des ersten Arbeitsmarktes herangekommen. Entstanden ist eine moderne und helle Werkstatt, die sich baulich und technisch nicht mehr viel von herkömmlichen Werkstätten unterscheidet. Die Grundsteinlegung war am 8. April 2011, der Umzug Ende November 2012, nach 20-monatiger Bauzeit läuft nun der Betrieb im Neubau an der B 454 in Ziegenhain. An den 400 Quadratmeter großen Altbau des ehemaligen Gardinenland-Gebäudes schließt sich der Erweiterungsbau von 1.500 Quadratmetern an. Dieser umfasst die Werkstatt und eine Kantine.

Nötig wurde der Bau, weil sowohl in der Werkstatt am Lindenplatz in Treysa als auch in den als Zwischenlösung in Ascherode angemieteten Räumlichkeiten chronischer Platzmangel herrschte. Insgesamt werden „An der Feuerwache“ künftig 145 behinderte sowie 25 Menschen ohne Behinderung arbeiten. Im Altbau sind derzeit 45 Menschen beschäftigt, nach einem Umbau werden es 55 sein. Die restlichen 90 Arbeitsplätze entstehen im Neubau.

Gearbeitet wird hier vor allem in den Bereichen Metallfertigung, Industriemontage und Anhängerbau, aber auch in den Bereichen Hauswirtschaft, Garten- und Landschaftsbau sowie in einer Tagesförderstätte für schwer behinderte Menschen. „Drehen, Fräsen, Bohren und Schweißen sind hier die Hauptbereiche“, sagt Peter Keultjes, Abteilungsleiter der Technischen Fertigung. Die meisten Handwerksbetriebe, die am Bau beteiligt waren, stammen aus der Region. Insgesamt investierte Hephata 5,5 Millionen Euro in das Projekt, zum Großteil aus Eigenmitteln. Der Landeswohlfahrtsverband gab einen Zuschuss in Höhe von 340.000 Euro für die Ausstattung. Der Neubau ist das größte Projekt der Werkstätten der Hephata-Behindertenhilfe in den vergangenen 30 Jahren.

„Zum einen bietet der Neubau ein sehr hohes Maß an Arbeitssicherheit, die uns sehr am Herzen liegt. Zum anderen konnten wir in den vergangenen Jahren immer ein bis zwei behinderte Menschen auf den ersten Arbeitsmarkt vermitteln. Mit dem Neubau machen wir noch einmal einen Qualitätssprung nach vorn, um dieses Ziel noch intensiver verfolgen zu können“, so Hans-Günter Kripko, Leiter der Werkstätten der Behindertenhilfe Hephatas.

Insgesamt arbeiten in den Hephata-Werkstätten der Behindertenhilfe 600 Frauen und Männer. Davon ist der Neubau in Ziegenhain der modernste Arbeitsplatz. Licht und Heizung werden automatisch geregelt, ebenso die Belüftung. Auch in den Schweißkabinen startet die Absauganlage automatisch, was ein wichtiger Aspekt beim Thema Arbeitssicherheit ist. Im Fußboden verlaufen Leitungen, die Daten und Programme von der einen auf die andere Maschine übertragen und Arbeitsplätze so flexibel eingerichtet werden können. Ein Hallenkran an der Decke kann Material über eine komplette Hallenhälfte fahren, hinzu kommt ein separater Schwenkkran. Mit dem Umzug kamen außerdem zwei neue Maschinen hinzu, eine Drehmaschine und eine CNC-gesteuerte Fräsmaschine. „Unser Maschinenpark entspricht einem hohen Niveau“, so Kripko. Reinhard Wemhöner, Mitglied des Werkstattrates und als Schweißer in der WfbM beschäftigt: „Schön ist es schon hier!“ (me)

 

 

 



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