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MT fürs Final Four qualifiziert

mt-fans130207Eisenach/Melsungen. Am Mittwochabend schlug die MT Melsungen den gastgebenden ThSV Eisenach im Viertelfinale des DHB-Pokals mit 31:25 (18:14) und schaffte damit erstmals seit 1996 wieder den Einzug in das Finalturnier nach Hamburg. Vor 2.800 Zuschauern in der ausverkauften Werner-Aßmann-Halle waren Vasilakis (8) und Fahlgren (6) die erfolgreichsten Melsunger Torschützen. Für den ThSV trafen Jonsson und Heinemann (beide jeweils 6) am häufigsten. Mit diesem Sieg macht die MT Melsungen das Quartett beim diesjährigen Lufthansa Final Four komplett. Bereits am Montag und Dienstag hatten sich der HSV Hamburg und die SG Flensburg/Handewitt qualifiziert und am Mittwoch dann der THW Kiel. Die Auslosung der beiden Halbfinalpaarungen erfolgt am 12. Februar, direkt vor dem Bundesligaspiel HSV Handball vs. SC Magdeburg. Das Final Four in der Hamburger o2 World findet am 13. und 14. April statt.

Während die Gastgeber nach längerer Zeit wieder eine volle Besetzung ins Rennen schicken konnten – Hannes Jonsson und Nick Heinemann waren wieder an Bord – musste die MT Melsungen auf den erkälteten Grigorios Sanikis und auf den noch geschonten Christian Zufelde verzichten. Dafür hatte Michael Roth Nachwuchsmann Max Pregler ins Aufgebot berufen. Anton Mannson saß nach seinem Nasenbeinbruch zwar schon wieder auf der Bank, hätte aber nur im Notfall ran gemusst. Das aber blieb dem MT-Kreisläufer erspart, denn seine Mannschaftskameraden ließen gegen den Zweitligisten nichts anbrennen.

Beide Kontrahenten starteten mit ihren standardmäßigen 6:0-Abwehrformationen in die Begegnung, im ThSV-Tor begann Gorobtschuk, auf der gegenüberligenden Seite stand Sandström zwischen den Pfosten. Nach knapp 100 Sekunden erzielte Fahlgren den ersten Treffer des Spiels, den Eisenachs Heinemann wenig später per verwandeltem Strafwurf neutralisierte. Die Phase des Abtastens sollte noch die nächsten Minuten andauern, bis sich die MT dann wiederum durch Fahlgren erstmalig mit drei Toren leicht absetzen konnte (4:7, 12.). Doch wenn zu diesem Zeitpunkt jemand geglaubt hatte, der Erstligist würde den klassenniedrigeren Kontrahenten schon jetzt in die Schranken weisen, musste sich eines Besseren belehren lassen. Denn die Eisenacher ließen sich nicht abschütteln. Sie deckten Lücken in der Melsunger Hintermannschaft auf und nutzten diese zu Torerfolgen. Ob Hansen und Trautvetter vom Kreis oder Sklenak und Jonsson aus dem Rückraum. Überhaupt machte der Tabellensechste aus dem Unterhaus ordentlich Betrieb auf dem Spielfeld und forderte damit die Aufmerksamkeit von Melsungens Abwehr. Die wiederum ließ ihren Keeper einige Male im Stich, sodass selbst der routinierte Per Sandström in diesem ersten Durchgang kaum Bindung zum Spiel bekam. Die Thüringer blieben den Nordhessen bis zur 19. Minute mit nur zwei Toren Abstand auf den Fersen (9:11). Als die dann aber durch drei Treffer in Folge, von Karipidis (Strafwurf), Allendorf und Fahlgren drauf und dran waren, einen weiteren Zwischenspurt einzulegen (9:13, 22.), wurden sie von Eisenachs Coach Eyolfsson per Team Timeout ausgebremst. Allerdings nur kurz. Nach Wiederaufnahme des Spiels verkürzte Heinemann zwar auf 10:13, doch diesen Treffer beantwortete Melsungen “cool” mit einem sehenswerten Kempa-Trick von Karipidis auf Vuckovic (10:14, 23.).

patrick-fahlgren130207Dass die Schlussphase der ersten Halbzeit dann toremäßig nahezu ausgeglichen verlief, lag nicht unwesentlich an dem inzwischen hereingekommenen Musil im Eisenacher Tor. Nachdem Heinemann per Siebenmter auf 13:17 verkürzt hatte, parierte der Keeper erst einen Wurf von Fahlgren, dann den Nachwurf von Allendorf und wenig später auch noch ein Geschoss von Vasilakis. Zwischenzeitlich hatte MT-Trainer Roth eine Auszeit genommen. Nach den Treffern der beiden Halblinken, Sklenak und Vuckovic, ging es mit 14:18 in die Kabinen.

Der erste Angriff in der zweiten Spielhälfte gehörte gleich der MT. Vasilakis traf nach nur 29 Sekunden zum 14:19. Sklenak antwortete mit dem 15:19. Und dann hatte seine Mannschaft aufgrund einer Zweiminutenstrafe gegen Danner die Gelegenheit, die Überzahl zur weiteren Resultatsverbesserung zu nutzen. Das aber wusste die MT geschickt zu verhindern. Und auch im Angriff war jetzt Aufmerksamkeit gefordert. Denn Eisenach stellte eine viel aggressivere und auch offensivere Abwehr als noch in der ersten Halbzeit. Das Signal war klar: Wir wollen Melsungen das Feld nicht kampflos überlassen. Mehr Action auf dem Feld und eine lauter werdende Kulisse waren Trumpf in dieser Startphase des zweiten Durchgangs. ThSV-Torwart Musil setzte seine gute Form von Halbzeit 1 fort und kaufte den MT-Schützen einige Bälle ab. Sein Pendant im Melsunger Kasten, Per Sandström, zeigte sich ebenfalls stark verbessert und avancierte zusehends zum Rückhalt seines Teams. Dass die Partie aber nach der Verkürzung von Heinemann auf 16:20 nicht so richtig spannend wurde, lag auch daran, dass Eisenach einige Chancen liegen ließ.

Auf der anderen Seite die MT, die sich wie eine typische Auswärtsmannschaft gab: Lange, kontrollierte Ballstafetten, meist ausgereizt bis zum Vorwarnzeichen der Schiedsrichter für “passives Spiel”, aber dann im letzten Moment doch noch mit einem brauchbaren Wurf aufs gegnerische Gehäuse abgeschlossen. Diese Last-Chance-Situationen schienen besonders Spielmacher Fahlgren und Halbrechts Vasilakis an diesem Abend auszukosten. Denn wenn es zeitlich eng wurde, waren meist diese beiden aus dem Rückraum zur Stelle, um den jeweiligen Angriff zu einem guten Ende zu bringen.

Aber auch von anderen MT-Positionen ging Gefahr aus. Etwa von der Halblinken durch Vuckovic, von Linksaußen durch Allendorf und natürlich vom Kreis durch Danner. Mit ihm hatten die Eisenacher ohnehin ihre liebe Mühe. Entweder der Fast-Zweimetermann kam selbst erfolgreich zum Abschluss oderer konnte nur auf Kosten eines siebenmeterreifen Fouls gebremst werden. Immer dann war Karipidis zur Stelle und verwandelte alle vier Strafwürfe souverän.

Mit seinem achten Treffer in der 52. Minute besorgte Melsungens bester Schütze des Abends, Vasilakis, die bis dahin höchste Führung (20:28), was einer Vorentscheidung gleichkam. Eisenach aber steckte nicht auf und zeigte trotz dieses klaren Spielstandes jede Menge Sportsgeist. Überhaupt war Fairness eine wohltuende Begleitererscheinung des gesamten Spiels, in dem es ja um viel ging. Letztlich behielt die MT nicht unerwartet die Oberhand, besiegte Eisenach verdient mit 31:25 und löste damit nach 17 Jahren erstmalig wieder das Ticket zum Final Four nach Hamburg. (Bernd Kaiser) 

Stimmen zum Spiel

Michael Roth: Man hat heute gesehen, dass wir sehr gut beraten waren, hier konzentriert aufzutreten und weder diese Eisenacher Mannschaft noch deren Umfeld zu unterschätzen. Wir standen unter Druck, weil wir wussten, dass wir hier eine Riesenchance haben, und dass wir der wochenlang hinterher trauern würden, wenn wir sie vermasseln. Deshalb möchte ich meiner Mannschaft zu dem wirklich engagierten und konzentrierten Auftritt gratulieren. Ich möchte speziell auch unserer Geschäftsleitung, unseren Fans und dem gesamten Umfeld des Vereins dazu gratulieren, bei dem – wie ich meine – schönsten Handballevent weltweit dabei sein zu dürfen. Das ist das Sahnehäubchen für den Weg, den wir vor zwei Jahren eingeschlagen haben. Glückwunsch aber auch an diese Eisenacher , die uns bis zum Schluß gefordert und so zu einem tollen Spiel beigetragen haben.

Adalsteinn Eyolfsson: Glückwunsch an Melsungen zum verdienten Sieg. Melsungen hat heute einfach in bestimmten Situationen ein Stück mehr Qualität gezeigt als wir. Wir haben einige Chancen nicht genutzt oder auch technische Fehler im Aufbau gemacht. Das hat Melsungen jeweils eiskalt bestraft. Wir hatten Ende der ersten Halbzeit die Gelegenheit, auf zwei Tore heranzukommen. Wenn das geklappt hätte, wäre das Spiel vielleicht etwas anders verlaufen. Auch in der Überzahl haben wir zwei ,drei Chancen nicht genutzt. Das darf man sich gegen einen solchen Gegner nicht leisten. Wir haben dann nochmal versucht, mit einer 5:1- oder 4:2-Abwehr etwas erfolgreicher zu sein, aber das hat letztlich nur zur Ergebniskosmetik gereicht. Dennoch mache ich meiner Mannschaft ein Kompliment für die Einstellung und den gezeigten Willen.Wir sind stolz soweit gekommen zu sein.Statistik

Statistik

ThSV Eisenach: Stanislav Gorobtschuk, Radek Musil – Benjamin Trautvetter (3), Tomas Sklenak (4), Adrian Wöhler (2), Hannes Jon Jonsson (6), Daniel Luther (2), Duje Miljak, Chrsitopher Stölzner, Eryk Kaluzinski, Nikolai Hansen (1), Alexander Schiffner, Nick Heinemann 6/3, Girts Lilienfelds (1) – Trainer Adalsteinn Eyolfsson.

MT Melsungen: Mikael Appelgren, Per Sandström – Jonathan Stenbäcken (1), Anton Mansson, Daniel Kubes, Patrik Fahlgren (6), Malte Schröder (1), Alexandros Vasilakis (8), Christian Hildebrand, Felix Danner (3), Savas Karipidis (5/4), Michael Allendorf (3), Nenad Vuckovic (4), Max Pregler – Trainer Michael Roth.

SR: Sebastian Grobe / Adrian Kinzel (Braunschweig)

Zeitstrafen: 1 – 2 (Sklenak, 51:38. Min. – Schröder, 40:25; Danner 34:01)

Strafwürfe: 3/3 – 4/4

Zuschauer: 2.800, Werner-Aßmann-Halle, Eisenach

Spielfilm: 0:1 (2.), 1:2 (4.), 3:4 (8.), 5:7 (12.), 6:9 (15.), 9:10 (19.), 11:14 (24.), 12:17 (27.), 14:18 (HZ), 14:19 (32.), 16:20 (38.), 17:23 (42.), 19:24 (45.), 20:26 (49.), 20:27 (52.), 21:29 (56.), 22:30 (58.), 25:30 (60.), 25:31 (EN)

Die Pokal-Viertelfinalspiele im Überblick

Mo., 04.02.13.: HSV Hamburg – TSV Hannover-Burgdorf 33 : 31 (18:17)
Di., 05.02.13: SG Flensburg/Handwitt – Rhein-Neckar Löwen 24 : 20 (11:12)
Mi., 06.02.13, 19.30 Uhr, ThSV Eisenach – MT Melsungen 25:31 (14:18)
Mi., 06.02.13, 20.30 Uhr, GWD Minden – THW Kiel 22:30 (11:14)ACHTUNG:

Die MT plant zum Final Four nach Hamburg einen Sonderzug einzusetzen. Ab heute, 7. Februar, gibt es die Möglichkeit, Tickets zu bestellen. Bitte dazu auch die im Laufe des Donnerstag auf www.mt.melsungen.de erscheinenden Hinweise und Bestellformulare beachten.

Das Ticketangebot umfasst folgende Leistungen:

Fahrt mit dem Sonderzug von Kassel nach Hamburg und zurück.

Übernachtung mit Frühstück in einem 3 bis 4 Sterne-Hotel vom 13. auf 14.04.2013

Ticket der jeweiligen Kategorie für beide Tage (Tickets nur für einen der beiden Tage sind nicht möglich!)

Nutzung des ÖPNV in Hamburg (in Ticket enthalten)

1 exklusives MT Pokal-Shirt “Final Four Hamburg 2013”

Preise der versch. Kategorien: 199,00 EUR / 239,00 EUR / 279,00 EUR / 309,00 EUR / VIP: 559,00 EUR

Der Sonderzug kommt zustande, wenn sich mindestens 300 Interessenten finden.

 



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