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Grünen gegen Entwurf des Kinderförderungsgesetzes

Schwalm-Eder. Die Grünen-Kreistagsfraktion unterstützt die Kritik der Liga der freien Wohlfahrtspflege am geplanten Hessischen Kinderförderungsgesetz (KiföG). Aus Sicht der Grünen gibt dieses Gesetz keine Antworten auf die Herausforderungen an eine für Kinder und Eltern verlässliche und gute Kinderbetreuungspolitik. Weder werde die Zukunftsaufgabe der Sicherstellung der Grundschulkinderbetreuung, noch die Inklusion von behinderten Kindern in Kindertagesstätten angemessen geregelt. „Mit der Zulassung von 20 Prozent fachfremdem Personal, welches den pädagogischen Fachkräften in den Kitas gleichgestellt wird, fallen wir in der Entwicklung der Kindertageseinrichtungen um Jahrzehnte zurück“, kritisiert Kreistagsabgeordnete Ulrike Otto den vorliegenden Gesetzesentwurf. „Der aktuelle Fachkräftemangel soll durch eine skandalöse Entprofessionalisierung der pädagogischen Arbeit aufgehoben werden“, so Ulrike Otto weiter in ihrer Kritik.

Bei der vorgesehenen Finanzsystematik könne es zu Vergrößerung der Gruppen durch eine Pro-Kind-Pauschale kommen, denn nur bei Vollauslastung von 25 Kindern pro Gruppe gebe es die volle finanzielle Förderung. Hier werde von Betreuungszeiten von 42,5 Stunden (7.30 – 16 Uhr)ausgegangen, in der Realität benötigen die Städte und Gemeinden jedoch eine weitere, flexiblere Betreuung. Notwendigen Aufgaben wie zum Beispiel mittelbare pädagogische Arbeit, Elternarbeit, Leitungsfunktionen und Dokumentationen, könnten in Zeiten der finanziellen Not und Schutzschirme, nicht von den Kommunen gewährleistet werden. Es dränge sich die Frage auf, ob mit weniger Gruppen und mehr Kindern der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz eingelöst werden solle.

„Der Gesetzesentwurf sollte zurück gezogen werden und der Dialog mit den Akteuren der frühkindlichen Bildung aufgenommen werden, um ein gutes frühkindliches Bildungs- und Betreuungsangebot zu erreichen, das auch im ländlichen Raum Bestand hat“, so Ulrike Otto abschließend zu dem Thema. (red)



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