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Umweltfreundliche Mobilität aus einer Hand

Nordhessen wird Modellregion für E-Mobilität

Kassel. FREE („FReizeit- und Eventverkehre mit intermodal buchbaren Elektrofahrzeugen“): Mit diesem Titel startet heute in Kassel ein Forschungsprojekt, das sich unter Federführung des Regionalmanagements Nordhessen Fragen rund um das Thema „intermodale Verkehrskonzepte“ widmet. In den kommenden zweieinhalb Jahren untersuchen nordhessische Mobilitätsdienstleister, Energieanbieter und Forscher im Rahmen des vom Bundesverkehrsministerium geförderten Projektes, wie öffentliche und elektrobetriebene Verkehrsmittel sinnvoll in ein nachhaltiges und kundenfreundliches Mobilitätskonzept integriert werden können.

Das Ziel des Modellvorhabens, das in Anwesenheit von Staatssekretär Rainer Bomba (Bundesverkehrsministerium), Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann (Hessisches Wissenschaftsministerium), Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen und Regionalmanager Holger Schach vorgestellt wurde: Nordhessens Gäste sollen bereits im Vorfeld ihrer Reise über das umfassende Mobilitätsangebot informiert und animiert werden, mit Bussen und Bahnen anzureisen. Besucher sollen mittelfristig die Möglichkeit haben, über ein zentrales Buchungsportal nicht nur ihr Hotelzimmer zu buchen, sondern mit einem „Ticket für alles“ auch Zugang zu Bussen und Bahnen, Elektroautos (Carsharing-Fahrzeuge) sowie E-Bikes zu erhalten. Mit dem Ticket sollen außerdem die Ladesäulen für E-Autos nutzbar sein.

Mit dem Beitrag der regionalen Partner stehen in den nächsten zweieinhalb Jahren insgesamt rund 4,36 Millionen Euro für die Umsetzung zur Verfügung. In dieser Zeit werden die Kasseler Verkehrs-Gesellschaft AG, die Universität Kassel, Heinrich Müller e-bikes, die Energieversorger E.ON Mitte AG und Städtische Werke AG untersuchen, wie öffentliche und elektrobetriebene Verkehrsmittel sinnvoll in ein Mobilitätskonzept integriert werden können.

Chancen für das Vorhaben sehen die Projektinitiatoren aufgrund der Erfahrung, dass das Thema „Nachhaltigkeit“ inzwischen auch bei großen Veranstaltungen und bei der Reiseplanung von Individualtouristen berücksichtigt wird. Öffentliche Verkehrsmittel und umweltfreundliche Angebote im Individualverkehr finden wachsendes Interesse. „Wir wollen, dass jeder eines Tages mit dem Ticket für alles ganz einfach das gesamte umweltfreundliche Mobilitätsangebot in der Region nutzen kann“, sagt Projektleiterin Nadja Gläser vom Regionalmanagement.

Wesentlicher Baustein ist der Öffentliche Personennahverkehr mit Bussen, Straßenbahnen und RegioTrams, der durch einen Elektrobus, 18 E-Autos und zwei E-Werkstattwagen der KVG sowie 40 E-Bikes der Firma Heinrich Müller e-bikes ergänzt wird. „Wir sehen uns als umfassenden Mobilitätsdienstleister, denken über Tram und Bus hinaus und wollen emissionsfreie und ganzheitliche Mobilität ermöglichen“, so Dr. Thorsten Ebert, Vorstandsmitglied der KVG. Ein Highlight wird der etwa zweijährige Test eines E-Busses im Linienbe-trieb sein. Hier stellt sich zum Beispiel die Frage, ob dieser auch für die anspruchsvolle Kasseler Topographie, etwa im Bergpark, geeignet ist. Erste Erfahrungen dazu konnte die KVG in einem zehntägigen Test während der documenta13 sammeln.

Derzeit verfügt die nordhessische Region über 100 Ladepunkte für E-Autos. Diese werden während der Projektlaufzeit um 120 erweitert. Die beiden Energieversorger Städtische Wer-ke AG und E.ON Mitte AG werden bundesweit einmalig in einer gemeinsamen Initiative diese Ladepunkte gegenseitig für die Nutzung öffnen, damit Kunden beider Unternehmen ihr Fahrzeug an allen Stationen laden können. „Ziel ist es, die Elektromobilität flächendeckend sowohl für Besucher als auch für die in unserer Region lebenden Menschen nutzbar zu machen“, sagte E.ON Mitte-Vorstandsmitglied Georg von Meibom. „Dabei ist für uns wichtig, dass auch die Region von dem Projekt profitiert.“

„Bei einem erhöhte Mobilitätsbedarf, zum Beispiel während Veranstaltungen, wird die verstärkte Nutzung des ÖPNV und der Einsatz von mehr E-Fahrzeugen zu einer Reduzierung der Emissionswerte in der Stadt führen“, so Prof. Dr. Carsten Sommer, Leiter FG Verkehrsplanung und Verkehrssysteme der Universität Kassel. Gemeinsam mit Prof. Dr. Ludger Schmidt vom FG Mensch-Maschine Systemtechnik ist er für den wissenschaftlichen Teil des Projekts verantwortlich.

Partner im Projekt FREE:

Regionalmanagement Nordhessen GmbH (Konsortialführer): Cluster Mobilität, Tourismus und Dezentrale EnergietechnologienKasseler Verkehrs- Gesellschaft AG
Städtische Werke AG
E.ON Mitte AG
Universität Kassel: FG Verkehrsplanung und Verkehrssystem und FG Mensch-Maschine-Systemtechnik
Heinrich Müller e-bikes

Die Bundesregierung fördert umfassende Demonstrationsvorhaben der Elektromobilität in Deutschland. Die Modellregion Rhein-Main wird seit 2009 durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) im Rahmen des Bundesprogramms »Elektro-mobilität in Modellregionen« gefördert. Koordiniert werden die Modellregionen Elektromobilität von der NOW GmbH Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie. (red)



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