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MT zum wegweisenden Spiel nach Minden

Kann Michael Allendorf am Samstag im Rückspiel seine tolle Form aus dem Final Four zeigen? Dort war er mit acht Treffern erfolgreichster Feldtoschütze. Foto: Heinz HartungMelsungen. Trotz der am Ende klaren Niederlage gegen den späteren Pokalsieger THW Kiel hat die MT Melsungen den Auftritt beim Lufthansa Final Four genossen. Nun, eine Woche später, heißt es wieder, die Konzentration auf den harten Liga-Alltag zu finden. Am 28. Spieltag der DKB Handball-Bundesliga führt der Weg der Nordhessen nach Ostwestfalen. Dort wartet am Samstag der Tabellenfünfzehnte GWD Minden. Anwurf in der Mindener Kreissporthalle (Kampa-Halle) ist um 19 Uhr.

Die MT Melsungen verharrt seit Wochen auf dem 11. Rang und läuft dabei etwas ihrer eigen Saisonzielsetzung hinterher. Einstellig soll es am Ende schon sein, lautete die Parole zu Beginn der Meisterschaftsrunde. Jetzt, da noch sieben Spiele zu absolvieren sind, muss die Mannschaft von Michael Roth aufpassen, dieses Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Noch ist alles drin, der Abstand von zwei Punkten zum Neuntplatzierten Göppingen könnte mit einem Sieg in Minden – bei dann gleicher Anzahl von Spielen – bereits wettgemacht werden. Ja selbst Platz acht, derzeit von der HSG Wetzlar besetzt, ist noch absolut realistisch.

Aber derlei Zahlenwerk ist bekanntlich Theorie und kann nur durch die Praxis belegt werden. Und die wartet auf die MT am Samstag als echte Herausforderung in Minden. “Pokal war schön, aber wir müsen jetzt die Kurve kriegen”, bringt es Michael Roth auf den Punkt. Der MT Coach weiß, das dass Spiel in Minden wegweisenden Charakter in der Endphase dieser Saison haben kann. “Wir wollen das alles in allem tolle Pokalerlebnis dazu nutzen, mit Schwung in die letzte Saisonphase zu gehen und in den verbleibenden Spielen soviele Punkte wie möglich zu holen. Das wird in Minden schon schwer genug”. Michael Roth geht davon aus, er dort die gleiche Besetzung wie zuletzt beim Final Four aufbieten kann. “Wir haben unter der Woche gut trainiert und fahren entsprechend vorbereitet nach Ostwestfalen, zu einem für beide Teams wohl wegweisenden Spiel”, so der Trainer.

Die Konstellation schätzt der MT-Coach für seine Mannschaft ähnlich ein, wie beim letzten Punktspiel gegen den TV Neuhausen: “Minden steht genau wie Neuhausen mit dem Rücken zur Wand und wird entsprechend engagiert zu Werke gehen. Was dieses Spiel für uns aber ungleich schwerer werden lässt, ist die Tatsache, dass Minden im Vergleich zu Neuhausen viel mehr Erfahrung in die Waagschale werfen kann und zudem mit ihrem neuen Trainer einen zusätzlichen Motivationsfaktor hat”. Das Spiel in Neuhausen gewann Melsungen übrigens mit 29:26.

Der ostwestfälische Traditionsclub, das Vereinskürzel GWD steht für Grün-Weiss Dankersen, ist bei momentan drei Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz (Rang 16) noch keinesfalls gesichert. In Anbetracht drohender Abstiegsgefahr wurde mit Ulf Schefvert der Mann geopfert, der im letzten Jahr Minden zurück in die erste Liga geführt hatte. Unter dessen Nachfolger Sead Hasanefendic (Ex-Trainer des VfL Gummersbach) holte Minden zuletzt drei Punkte aus den Spielen in Balingen und gegen Großwallstadt und verschaffte sich damit etwas Luft im Abstiegskampf.

Aber damit will man sich am Fuße des Wiehengebirges natürlich nicht zufrieden geben. “Das ist überhaupt kein Ruhekissen”, wird GWD-Manager Horst Bredemeier, “nebenbei” auch Vizepräsident des DHB, im Interview mit der Pressestelle der DKB HBL zitiert. “Es gibt zwar nach den jüngsten Punktgewinnen so etwas wie Aufbruchstimmung, und möglicherweise kann man daraus auch einen Fingerzeig in Richtung Melsungen ableiten, aber wir sind noch lange nicht am Ziel. Dennoch bin ich optimistisch. Auch, weil wir noch vier Heimspiele haben. Insofern ist das Match gegen Melsungen schon so etwas wie eine Nagelprobe”, so der erfahrene Funktionär.

Verzichten müssen wird GWD Minden nach Aussage Bredemeiers auf Spielmacher Dalibor Doder und auf Kreisläufer Vignir Svavarsson. Dafür sollen die Youngster und Eigengewächse Sören Südmeier und Nils Torbrügge wieder in die Bresche springen. (Bernd Kaiser)

Schiedsrichter in Minden: Holger Fleisch / Jürgen Rieber (Nellingen / Nürtingen).

Bisherige Vergleiche: Elf Mal sind beide Teams aufeinander getroffen. Davon gewann die MT sechs und Minden vier Spiele, einmal gab es ein Remis. Den letzten Vergleich am 10. November 2012 entschied die MT mit 26:21 für sich.



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