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Über 2.000 Kasseler Beschäftigte im Warnstreik

Metaller senden klares Signal an Arbeitgeber

ig-metall130513aKassel. Über 2.000 Beschäftigte aus Betrieben der Metall- und Elektroindustrie in Kassel haben am Montagvormittag an einem erneuten Warnstreik der IG Metall teilgenommen, um die Tarifforderung der Gewerkschaft zu unterstützen. Sie zogen in einem Sternmarsch über vier Routen von ihren Werkstoren zur Holländischen Straße. Dort kritisierte der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Nordhessen, Oliver Dietzel, während einer Kundgebung das Verhandlungsgebaren der Arbeitgeber scharf. „Sie taktieren, verzögern und jammern – und wir warten immer noch auf ein angemessenes Angebot“, sagte er.

Die bislang von den Arbeitgebern vorgeschlagene Tariferhöhung von umgerechnet 1,9 Prozent für ein Jahr sei „kein Angebot, sondern eine Provokation“, sagte Dietzel unter dem Applaus der Kundgebungsteilnehmer. Die Branche habe im Vorjahr 50 Milliarden Euro Gewinn erwirtschaftet. „Da wird ja wohl für die Beschäftigten ein fairer Anteil drin sein“, sagte der Gewerkschafter. Die IG Metall fordert für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie 5,5 Prozent mehr Geld. „Das ist angemessen und bezahlbar“, so Dietzel.

Einigung in den nächsten Tagen – oder Abstimmung über Streik
Arbeitgeber und IG Metall treten am heutigen Montag ab 12 Uhr erneut in Verhandlungen. Dietzel machte in Kassel deutlich, dass die Gewerkschaft auch in der Lage sei, über einen unbefristeten Streik abstimmen zu lassen. „Wenn es in den nächsten Tagen keine Einigung gibt, dann bekommen wir einen Konflikt, den die Metall- und Elektroindustrie seit Jahren nicht erlebt hat“, sagte Dietzel. Man wolle die Eskalation nicht, „aber die sehr gute Teilnahme am heutigen Warnstreik hat gezeigt, dass wir kämpfen können und kämpfen werden, wenn die Arbeitgeber sich nicht bewegen“. Es sei nun an den Arbeitgebern, zügig ein ordentliches Angebot zu machen und die Beschäftigten nicht weiter hinzuhalten.

ig-metall130513bEinhellige Unterstützung für IG Metall-Forderung in den Betrieben
Dass die IG Metall geschlossen für ihre Forderung einsteht zeigten zahlreiche Redebeiträge aus den Betrieben. „Wir sind kampfbereit“, rief etwa der Vertrauenskörper-Leiter des Mercedes Benz-Werks Kassel, Stefan Pilz. Man erwarte „Bewegung an den Tariftischen“, sagte der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende von Alstom Grid, Benjamin Heinicke. „Gute Arbeit hat seinen Preis“, so der Gewerkschafter. Auch in der Region treten heute Beschäftigte in Warnstreiks. Betroffen sind die Betriebe Hettich (Frankenberg), Continental (Bebra) sowie Pacoma, Präwema und Stiebel Eltron (Eschwege). Die IG Metall ruft die Beschäftigten heute zudem erstmals auf, nach den Warnstreiks nicht in die Betriebe zurückzukehren, sondern nach Hause zu gehen.

Info: Die Tarifforderung der IG Metall
Die IG Metall fordert in der laufenden Auseinandersetzung 5,5 Prozent mehr Geld und eine Laufzeit von zwölf Monaten. Die Forderung setzt sich zusammen aus einem Ausgleich von zwei Prozentpunkten für die erwartete Inflation, 1,5 Prozentpunkten für den prognostizierten Produktivitätszuwachs sowie einem strukturwirksamen Konjunkturbeitrag von zwei Prozentpunkten. (red)



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