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Kreis fordert Rettungsleitstelle als zentrale Anlaufstelle

Schwalm-Eder. Der Schwalm-Eder-Kreis fordert die Kassenärztliche Vereinigung Hessen mit Nachdruck auf, bei der geplanten Reform des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes (Hausärztlicher Notdienst) über die Rettungsleitstelle Schwalm-Eder zu disponieren. Diese Forderung wird im Übrigen von allen 21 hessischen Landkreisen erhoben. Wie kürzlich bekannt wurde, soll die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen am 25. Mai die Einrichtung von zwei Call-Centern für ganz Hessen beschließen. Nach Ansicht des Ersten Kreisbeigeordneten Winfried Becker sei diese Lösung weder bürgernah, noch nutze sie die vielfältigen Synergien, die durch eine unmittelbare Verknüpfung von Rettungsdienst und Ärztlichem Bereitschaftsdienst möglich wären.

Die Zentralen Leitstellen der Landkreise und kreisfreien Städte koordinieren seit Jahren erfolgreich die Einsätze im Rettungsdienst für die über die sechs Millionen Menschen in Hessen. Modernste Infrastruktur, bestens geschultes Personal und umfangreiche Ortskenntnisse sorgen dafür, dass die Menschen vor Ort ohne Umweg und Zeitverlust bei medizinischen Notfällen Hilfe bekommen. Diese Leistung könnte durch das zusätzliche Disponieren des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes (Hausärztlicher Notdienst) weiter optimiert werden. Die Entscheidung über die Zuweisung zum Rettungsdienst (Rettungswagen und/oder Notarzt) oder zum Ärztlichen Notdienst (Hausarzt) könnte damit aus einer Hand erfolgen. Dadurch werden die Hilfswege kürzer, bei Bedarf kann schneller ein Notarzt zum Patienten geschickt werden, Fehleinsätze werden reduziert. Modellprojekte im Lahn-Dill-Kreis und im Landkreis Bergstraße haben dies bereits erfolgreich belegt.

Das geplante System der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen, dass den Ärztlichen Bereitschaftsdienst  über zwei Call-Center in Frankfurt und Kassel für ganz Hessen steuern soll, lasse diese Chancen ungenutzt und birge die Gefahr von Bürger- und Patientenferne. Leider sei offensichtlich die Kassenärztliche Vereinigung nicht gewillt, den innovativen, bürgernahen und ökonomisch sinnvollen Weg mit den Landkreisen zu gehen.

Vize-Landrat Winfried Becker fordert namens des Schwalm-Eder-Kreises die Kassenärztliche Vereinigung ausdrücklich auf, ihre diesbezüglichen Pläne fallen zu lassen und mit den Landkreisen die Gespräche über eine Bündelung in den Landkreisleitstellen zu führen. Dies sei die einzig richtige Lösung im Sinne des Patientenwohls. (red)



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