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Noch mal was riskieren

Berufsbegleitende Erzieherausbildung der Beruflichen Schulen und der Akademie

hephata130606Schwalmstadt. Edgar Schneider ist 51 Jahre alt und absolviert seit Mai 2012 die berufsbegleitende Ausbildung zum staatlich anerkannten Erzieher der Hephata-Akademie in Kooperation mit den Beruflichen Schulen Schwalmstadt-Ziegenhain. Edgar Schneider arbeitet seit 2005 für Hephata. Zuletzt als Arbeitsanleiter im Naturlehrgebiet Treysa und als Ausbilder im kaufmännischen Bereich. Aufgrund gekürzter Fördermittel für die Arbeit der Berufshilfe war klar, dass er sich nach etwas Neuem umsehen musste. Sein Chef brachte ihn auf die Idee, die Ausbildung zum Erzieher berufsbegleitend zu absolvieren. „Es ging um die Jobsicherung. Da brauchte ich gar nicht zu überlegen. Die Ausbildung kam genau zum richtigen Zeitpunkt“, sagt der 51-Jährige. Er arbeitet während der Ausbildung als Erziehungshelfer in der Hephata-Jugendhilfe. „Die Ausbildung gefällt mir sehr gut.“ Obwohl er zugeben muss, dass er von sich aus alleine den Schritt wohl nicht gewagt hätte.

Die meisten Absolventen seiner Klasse sind um die 40 Jahre, die jüngste ist 23, die älteste 56 Jahre alt. Insgesamt haben 22 Frauen und Männer die Ausbildung im Mai 2012 begonnen. Sie sind die ersten: Die berufsbegleitende Erzieher-ausbildung gibt es in Schwalmstadt erst seit vergangenem Jahr, als Kooperation der Hephata-Akademie für soziale Berufe mit den Beruflichen Schulen Schwalmstadt – Ziegen­hain und in Zusammenarbeit mit dem Hessencampus Schwalm-Eder.

Die Ausbildung beginnt nach den Sommerferien. Sie dauert drei Jahre, wobei die letzten sechs Monate als verkürztes Berufspraktikum gelten. Dienstags und donnerstags findet der Schulunterricht statt, an den anderen Tagen gehen die Absolventen ihrem Job in einer Einrichtung der Jugend-, der Behindertenhilfe  oder einer Kindertagesstätte nach. Hinzu kommt noch gelegentlich ein Blocktag an einem Samstag. Voraussetzungen sind der mittlere Schulabschluss, eine abgeschlossene Berufsausbildung und mindestens drei Jahre Berufserfahrung im sozialpädagogischen Bereich.

Die hatte auch Brigitte Hauck (52). In ihrem Wohnort Wohra-Schiffelbach arbeitet sie seit 2008 als Gruppenhilfe in der Wohngruppe einer privaten Jugendhilfe-Einrichtung. Ihr Chef fragte sie, ob sie nicht eine Ausbildung zur Erzieherin machten wollte. „Damals gab es aber noch nicht die berufsbegleitende Erzieherausbildung in meiner Nähe. Und ich hatte keine Lust, fünf Tage in der Woche, drei Jahre, lang zur Schule zu gehen“, erinnert sie sich. Also verwarf sie den Gedanken wieder. Doch dann erfuhr sie durch eine Bekannte im vergangenen Jahr, dass es in Schwalmstadt nun doch die Möglichkeit gibt. „Als Gruppenhilfe bin ich nur zu Unterstützung da. Nach der Ausbildung kann ich dann auch die Freizeitgestaltung und die pädagogische Arbeit übernehmen“, sagt Brigitte Hauck. Und sie wird besser verdienen. „Wenn ich jetzt noch mal was riskiere, bin ich eine ausgebildete Fachkraft.“ (me)

Kontakt: Berufliche Schulen Schwalmstadt-Ziegenhain, Dammweg 5, 34613 Schwalmstadt-Ziegenhain, Telefon (06691)  6051, Email: Dippel@berufsschule-schwalmstadt.de, Hephata-Akademie für soziale Berufe, Elisabeth-Seitz-Straße 16, 34613 Schwalmstadt-Treysa, Telefon (06691) 181190, Email: Heinrich.Glaesser@ hephata.com.

 



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